Mittwoch, 29. Januar 2014

Predigt und Linktipps zum Fest Darstellung des Herrn (Mariä Lichtmess) --- 2.2.2014




Evangelium Lk 2, 22-40:
Es kam für die Eltern Jesu der Tag der vom Gesetz des Mose vorge-
schriebenen Reinigung. Sie brachten das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn zu weihen, gemäß dem Gesetz des Herrn, in dem es heißt: Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn geweiht sein. Auch wollten sie ihr Opfer darbringen, wie es das Gesetz des Herrn vorschreibt: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.
In Jerusalem lebte damals ein Mann namens Simeon. Er war gerecht und fromm und wartete auf die Rettung Israels, und der Heilige Geist ruhte auf ihm. Vom Heiligen Geist war ihm offenbart worden, er werde den Tod nicht schauen, ehe er den Messias des Herrn gesehen habe.
Jetzt wurde er vom Geist in den Tempel geführt; und als die Eltern Jesus hereinbrachten, um zu erfüllen, was nach dem Gesetz üblich war, nahm Simeon das Kind in seine Arme und pries Gott mit den Worten: Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.
Sein Vater und seine Mutter staunten über die Worte, die über Jesus gesagt wurden. Und Simeon segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter Jesu: Dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele durch ihn zu Fall kommen und viele aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein,
dem widersprochen wird. Dadurch sollen die Gedanken vieler Menschen offenbar werden. Dir selber aber wird ein Schwert durch die Seele dringen.
Damals lebte auch eine Prophetin namens Hanna, eine Tochter Pénuels, aus dem Stamm Ascher. Sie war schon hochbetagt. Als junges Mädchen hatte sie geheiratet und sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt; nun war sie eine Witwe von vierundachtzig Jahren. Sie hielt sich ständig im Tempel auf und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten.
In diesem Augenblick nun trat sie hinzu, pries Gott und sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten. Als seine Eltern alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazaret zurück. Das Kind wuchs heran und wurde kräftig; Gott erfüllte es mit Weisheit, und seine Gnade ruhte auf ihm.


                             GEDANKEN ZUR PREDIGT:

             
                     Der alte Mann und das Heil


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Vielleicht kennen Sie diesen Witz schon?
Ein Mann betet ganz verzweifelt zu Gott: „Lieber Gott, lass mich doch bitte auch mal einen Sechser im Lotto haben!“
So geht das Woche für Woche, Monat für Monat, ein ganzes Jahr lang. Das muss man ihm lassen: Dieser Mann hat wirklich Aus-
dauer: „Lieber Gott, lass mich doch endlich auch mal einen Sechser im Lotto haben!“ - Da verliert Gott eines Tages wohl die Nerven und antwortet dem energischen Beter: „Bitte, bitte, gib mir eine faire Chance – besorge dir endlich mal einen Lottoschein!“

Wir haben verstanden. Um etwas gewinnen zu können, muss man erst einmal etwas investieren, etwas riskieren. Wer zu einem bestimmten Ziel gelangen will, der muss sich auch tatsächlich in dieser Richtung auf den Weg machen.
Im heutigen Evangelium haben sich gleich mehrere auf den Weg gemacht. Da sind zuerst einmal Maria und Josef mit dem neugeborenen Jesus. Nach einer vorgeschriebenen Wartezeit war damals für alle Wöchnerinnen eine Art Reinigungs-Ritus nach dem Gesetz des Mose vorgeschrieben. Erst danach durften diese Frauen wieder am normalen gottesdienstlichen Leben ihrer Gemeinde teilnehmen. Maria und Josef machen sich also auf den für die junge Mutter reichlich mühsamen Weg nach Jerusalem hinauf. Im Tempel wollen sie das Kind zugleich Gott weihen. Das war damals ebenso üblich: Jeder männliche Erstgeborene sollte dem Herrn geweiht sein. Kein Kind ist nämlich ein Besitz der Eltern. Es ist stets auch Gottes Kind, Gottes Schöpfung.

Maria und Josef wollen bewusst keine Extra-Wurst für Jesus. Sie tun genau das, was Tausende anderer junger Eltern tun. Sie halten sich strikt an die religiösen Vorschriften ihres jüdischen Glaubens. Sie machen sich auf den Weg wie alle anderen. Sie bringen im Tempel auch ein Opfer dar, genauso wie alle. Für die wohlhabenderen Leute war dies ein Lamm, für die ärmeren zwei junge Tauben. Maria und Josef opfern also die Tauben...

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