Mittwoch, 12. Februar 2014

Anglikanische Kirche vor der Zerreißprobe: Demnächst gibt's auch Bischöfinnen!

Seit Jahren kommt die anglikanische Kirche nicht mehr zur Ruhe. Immer mehr Gläubige konvertieren zur katholischen Kirche, darunter auch Bischöfe und etliche Priester und Nonnen. Der Grund: Die Anpassung der Kirche an die (vermeintlichen) Erfordernisse der modernen Zeit gehen ihnen entschieden zu weit.
In genau drei Monaten läuft z.B. die Frist ab, in der die 44 Diözesen der anglikanischen Kirche von England darüber abgestimmt haben müssen, ob sie für die Zulassung von Frauen zum Bischofsamt sind. Gerechnet wird mit einem abschließenden "JA", aber nicht mit überzeugender Mehrheit. Das zeigt sich schon etwa daran, dass in einer Diözese von 74 Stimmen gegen die Frauenordination beacht-
liche 33 von Frauen abgegeben wurden.
Noch im November 2012 hatte die Generalsynode einen solchen Antrag nach fast erbittertem Streit abgelehnt, aber der Druck wird immer stärker, sodass im Jahr 2015 mit den ersten Weihen von Bischöfinnen gerechnet wird.
Wer sich erst einmal in den Sog des Zeitgeistes ziehen lässt, der darf sich nicht wundern, wenn er ins Trudeln gerät: So sind bei der Church of Eng-
land beispielsweise gleichgeschlechtliche Partnerschaften bei Bischöfen erlaubt, aber keine herkömmliche Ehe wie bei Mann und Frau. Während die Engländer in der weltweiten anglikanischen Kirche ihr Heil mehrheit-
lich in der Anpassung an heutige "Realitäten" sehen, braut sich ein zusätz-
liches heftiges Unwetter über ihrer Kirche zusammen, denn die meisten anderen Ortskirchen z.B. aus Afrika sind strikt gegen solche neuen Trends. So könnte es letztlich sogar im ungünstigsten Falle zu einer neuen Kirchen-
spaltung kommen.
Was das uns Katholiken betrifft? - Zum einen wird es vermehrt zu "Über-
läufern" kommen, die solche neuen Entwicklungen nicht mehr mittragen wollen. Neu ist das nicht, denn immerhin gehören solche Konversionen
zur römisch-katholischen Kirche schon seit 150 Jahren auch zu den "Reali-
täten". Berühmtester Wechsler war bisher übrigens Kardinal John Henry Newman.
Zum anderen können wir Katholiken an der anglikanischen Kirche ablesen, wie schnell man Witwer werden kann, wenn man sich mit dem Zeitgeist vermählt..
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Kommentare:

  1. "So sind bei der Church of England beispielsweise gleichgeschlechtliche Partnerschaften bei Bischöfen erlaubt, aber keine herkömmliche Ehe von Mann und Frau."

    Wie kommen Sie zu diesem Satz? Die allermeisten anglikanischen Bischöfe - vom EB von Canterbury, J. Welby abwärts - sind "normal verheiratet", sprich: sie haben eine Ehefrau und etliche Kinder.
    Ich vermute, Sie wollten etwas anderes ausdrücken (was?) und haben sich missverständlich ausgedrückt.

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    1. Klar, danke für den wichtigen Hinweis.
      In der Eile habe ich da falsch formuliert. Inwischen dank Ihrer
      Nachricht korrigiert!

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  2. Wenn man auf so manche aktuelle bischöfliche Formu-
    lierung in Deutschland schaut, muss man befürchten,
    dass wir auch auf dem Wege in diese Richtung sind.

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    1. Auf welchem Wege? Dass unsere Bischöfe sich schwul verpartnern dürfen?? Naja, zurr Zeit ist Karneval... :-)

      (Dass etliche dt. Bischöfe, jedenfalls unter den "liberalen", Kebsen und z.T. auch geheime Kinder haben, steht auf einem anderen Blatt und ist traurig genug.)

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    2. Solche dubiosen Behauptungen wie diese von "Siri" gehören nicht hierher,
      oder sie müssen belegt werden. Oder sehe ich das falsch?

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    3. "Siri" hat Recht. Das wissen alle. Auch Sie. Machen wir uns doch nichts vor.

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  3. Frauen, die bei einer Abstimmung beteiligt werden und Stimmrecht haben. Das ist ja erschreckend! Nicht, dass diese Unsitte auch bald in der katholischen Kirche um sich greift! Wo komme wir denn da hin? ;-)

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    1. Im Gegensatz zu Ihnen weiß ich, dass in vielen Gremien der Kirche
      Frauen mitwirken und auch bei Abstimmung mitentscheiden.
      Sind Sie katholisch?

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    2. Ja, ich bin aber trotzdem nicht humorlos ;-)

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    3. Ich verstehe zwar den hier offenbar waltenden "Humor" nicht. deshalb ganz ernsthaft: Die Gremien, in denen Frauen in der Kirche "mitentscheiden" können, sind nur Gremien dritten Ranges wie "Pfarrgemeinderäte" und solce dubiosen nachkoziliaren Enfindungen. Labergremien also, wo es um Instandhaltungskosten und Kuchenbacken fürs Pfarrfest geht. Überall da, wo wirkliche Entscheidungen getroffen werden, die die Lehre, also das Egentliche betreffen, sind Frauen nicht beteiligt. Und das ist auch gut so, weil dies der gottgewollten schöpfungsmäßigen Rolle entspricht, die der Herr den Geschlechtern zugewiesen hat.

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    4. Ordinariatsgeschädigter12. Februar 2014 um 15:09

      Falls Sie, Ultramontanus, mal etwas genauer hinsehen
      würden, könnten Sie auch erkennen, dass es durchaus
      Frauen auch in führenden Positionen gibt.
      Zugegebenermaßen noch nicht genug, aber in den obersten
      Gremien der deutschen Laien, in Ordinariaten und auch
      im Vatikan sind durchaus Frauen tätig, Tendenz steigend.
      Spannend zu lesen ist z.B. das Buch "Frauen im Vatikan",
      dass genau dokumentiert von einem Anteil von 15 % aus-
      geht, wobei Prozentzahlen allein wenig über den tatsäch-
      lichen Einfluss aussagen:
      http://cms.st-benno.de/cms/front_content.php?idart=692

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    5. Wenn diese Zahlen wirklich stimmen sollten, kann man diese Entwicklung nur zutiefst bedauern und kritisieren. Der Herr hat nur einmal Männer und nur Männer zur Leitung seiner Kirche berufen, und wir dürfen getrost davon ausgehen, dass er wusste warum. Es ist schon unerträglich genug, allsonntäglich in den meisten Kirchen hierzulande Frauen und "Ministrantinnen" im geheiligten Altarraum herumhüpfen zu sehen. Gegen alles, was das Lehramt fast 2000 Jahre vorgegeben hat. Wenn bereits 15% Frauen im Vatikan unterwegs sind, dann wundert einen nicht, dass nicht nur die Peripherien, sondern auch die zentrale imer zahnloser und zeitgeistiger wird.
      Wenn ich mir eine persönliche Anmerkung erlauben darf: entweder ist Ihre Feststellung, es gäbe "noch nicht genug" Frauen in Leitungsämtern, als pure Ironie gemeint - oder aber sie ist mit Ihrem mir sehr sympathischen Nickname nicht kompatibel. Wer heute "ordinariatsgeschädiugt" ist (und das sind viele, zumal derer, die in der romtreuen Blogozese unterwegs sind), ist dies oft gerade durch die Frauen in dne Ordinariatsstuben und den durch diese in die Ordinariate getragenen Gender-Ungeist.

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