Mittwoch, 12. Februar 2014

Evangelische Predigt-Expertin empfiehlt: In der Fastenzeit auf Gott und Kreuz verzichten!

In den Kirchen gibt es erste Vorbereitungen auf die kommende Fastenzeit. Die Leiterin des "Zentrums für evangelische Predigtkultur" hat für die Pfarrerinnen und Pfarrer an der Basis einen heißen Tipp: Verzichtet in euren Predigten doch auf "große Worte" wie etwa Jesus, Kreuz, Gott, Sün-
de, Erlösung und Auferstehung.
-  Aus diesen Begriffen seien die Inhalte "längst ausgewandert", belehrt Katrin Oxen. Das Predigtzentrum wurde 2009 vom Rat der Evangelischen Kirche Deutschlands etabliert, um die Qualität der Predigten zu verbessern...
Dieses Predigt-Fasten geschehe "unter der Verheißung, dass sich etwas klärt und erneuert", erklärt sie im Internet-Auftritt "Sieben Wochen ohne große Worte".
Die Reaktionen darauf dürften auch für uns Katholiken interessant werden. Erste Kommentare gab es z.B. schon auf der Facebook-Seite von "jesus.de": Ein Leser meint, als er das gelesen habe, hätte er zuerst vermutet, auf einer Satire-Seite gelandet zu sein. Ein anderer amüsiert sich: Das sei in etwa so, wie wenn man über Fußball sprechen wolle, dürfe aber die Worte Ball, Tor, Spieler und Abseits nicht benutzen...

"jesus.de" ---> KLICKEN !
"Sieben Wochen ohne große Worte" ---> KLICKEN !
Kommentar von Petra Lorleberg bei "kath.net" ---> KLICKEN !

Kommentare:

  1. Wer im Glashaus sitzt...
    Das ist doch ein wunderbares Beispiel gelebter
    Ökumene, wenn man an die Äußerungen von
    Bischof Ackermann denkt...

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  2. Mancher einer wird daraufhin noch ganz anders fasten:
    Er/sie verzichtet auf den evangelischen Gottesdienst.

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  3. Ein schönes und warnendes Beispiel dafür,
    dass gut gemeint noch lange nicht gut ist.
    "Schwergewichtige" Inhalte sollte man aber in der Predigt
    nicht weglassen, sondern stattdessen verständlich erklären.
    Das ist auch heutzutage möglich, macht aber deutlich
    mehr Arbeit.

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    1. Sehe ich ganz genau so. Man darf eben nicht auf die "grossen Worte", die das Herzstück des Glaubens sind, verzichten. Aber man muss die Kunst der Hermeneutik verstehen, also die Worte "ins Leben ziehen" und sie in die Erfahrungswelt der Menschen hineindenken und - sprechen. Ein sehr anspruchsvoller Unterfangen - aber ich denke immer, dafür haben die jahrelang Theologie studiert.
      Und, wenn ich mir diese etwas bittere Bemerkung noch erlauben darf: es irritiert mich schon, dass ausgerechnet eine protestantische Predigtspezialistin so einen fehlgeleiteten Rat gibt. Denn gerade da haben die evangelischen Geschwister uns bzw. unseren Pfarrern in der Regel viel voraus. Ich nehme jedenfalls aus einer evangelischen Predigt (bei ökumenischen Gottesdiensten predigt ja seltsamerweise zumeist der evangelische Part) in der Regel sehr viel mehr mit als aus dem, was ich allsonntäglich in unseren Messen so vom Ambo dargeboten bekomme. Traurig aber wahr.

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