Sonntag, 9. März 2014

"Meditatives Bogenschießen für Frauen": Einige Delikatessen aus dem Katholikentags-Sortiment

Heute habe ich mich bereits einmal kritisch mit dem Katho-
likentag befasst, der vom 28. Mai bis 1. Juni in Regensburg stattfinden wird. Die Dialog-Kirche hat beschlossen, eine Gruppierung regelrecht auszu-
sperren, die nicht dem gedank-
lichen Mainstream des Zentral-
komitees der deutschen Katho-
liken entspricht. Nicht nur Hunde müssen draußen bleiben, sondern auch der Bund katholischer Ärzte. Diese Katholiken  sollen keine Gelegenheit bekommen, ihre Mei-
nung zum Thema Homosexualität kundzutun.
Schaut man sich im nun online als pdf-Datei vorliegenden Pro-
gramm
mal etwas um, wird man womöglich staunen, wer aber alles dort durchaus vertreten sein darf (siehe dort z.B. ab Seite 407): Da gibt es Info-
stände für die Evangelische Landeskirche Anhalt, für ein Architekturbüro Naumann, für den evangelischen idea-Verlag und u.a. auch für die "Les-
bischschwule Gottesdienstgemeinschaft".
Was diese dürfen, bleibt den katholischen Ärzten verwehrt. Pardon, aber das verstehe ich nun wirklich nicht.
Hier aber mal ein paar Delikatessen, die man sich aus dem Programm auswählen kann (womit ich nicht das gesamte Programm schlecht finde!): "Islam ist Barmherzigkeit- der Eine Gott der Liebe und der Umgang mit Ungläubigen", "Liebe auf Dauer - trotz Ehe? Was Paare zusammenhält", "Werkstatt: Die eigene Fruchtbarkeit entdecken. Körperwahrnehmung und Familienplanung", "Den Bogen spannen, um loszulassen. Meditatives Bogenschießen für Frauen", "Werkstatt: Coming out: Chance oder Kreuz? Erfahrungsaustausch von lesbischen Frauen", "Atommüllendlagersuche. Eine Herausforderung auch für die Kirche?" oder auch "Halleluja! Ich kann Gitarre! Gitarrenbegleitung für Anfänger".
Da wird wirklich allerhand geboten, oder finden Sie nicht...?! 
.
Das Katholikentagsprogramm als pdf-Datei (600 Seiten) --> KLICKEN !

Kommentare:

  1. Super Programm! Kein Wunder, dass man die Ärzte nicht dabei haben will, die einem Großteil der Teilnehmer sagen wollen, dass sie krank sind und dringend eine Therapie brauchen, obwohl diese gar nicht leiden. Ärzte, die Krankheiten herauf beschwören und Patienten etwas einreden wollen braucht kein Mensch!

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    1. Der Herr Kranz ist also wieder da und verwechselt da prompt was:
      Der "Großteil" der Besucher ist ganz sicher nicht homosexuell, da haben Sie sich in der Veranstaltung geirrt.
      Abgesehen davon ist es albern, den katholischen Ärzten zu unterstellen, sie wollten den Leuten dort sagen, dass diese dringend eine Therapie bräuchten. Das haben diese nirgendwo behauptet,
      sowas macht nur der Herr Kranz!

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  2. E. und H. Ermert9. März 2014 um 19:40

    Leser JK scheint wenig informiert zu sein über Therapieansätze für Menschen, denen es unangenehm ist, homosexuell zu sein. Mit dem Holzhammer der Ablehnung ist aber niemand geholfen. In unserem Freundeskreis ist ein junger Mann, der vor lauter Verzweiflung über seine Homosexualität, von der er loskommen möchte, einen Selbstmordversuch unternommen hat. Jetzt ist er dank eines kompetenten Hausarztes und ausdrücklich auf eigenen Wunsch bei einem katholischen Therapeuten in Behandlung, Wir hoffen alle sehr, dass ihm geholfen werden kann.

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  3. Um mal wieder auf das eigentliche Thema zurückzukommen:
    Es ist jedem freigestellt, einen Katholikentag zu besuchen oder nicht.
    Nach Durchsicht des hier dankenswerterweise verlinkten Programmes
    sehe ich für meinen Teil davon ab.
    Stattdessen habe ich mich zum Kongress "Freude am Glauben" ange-
    meldet; der ist hilfreich, katholisch und aufbauend.

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  4. Ich schlage ergänzend noch einen Programmpunkt für den
    Katholikentag vor:
    Indianische Schwangerschaftsgymnastik für katholische
    Funktionäre...

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  5. Ein Vegetarier-Festival verdient seinen Namen nicht, wenn auch vegetarische Gerichte angeboten werden, sondern nur, wenn es ausschließlich vegetarische Gerichte gibt. Ein Katholikentag verdient seinen Namen nicht, wenn es auch katholische Beiträge gibt, sondern nur, wenn es ausschließlich katholische Beiträge gibt. Warum nennt man den Katholikentag nicht "ideologischer Markt"?

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