Dienstag, 29. April 2014

Heute mal wieder "Tag der Diakonin" als Vorbote für den "Tag der Priesterin"?

Am 29. April gibt es wie alle Jahre wieder einen "Tag der Diakonin". Das bischöfliche Portal "katholisch.de" bringt da gleich mal ein Interview mit einer solchen aus der altkatholischen Kirche. Demnächst wird die Dame auch Priesterin, verkündet man wie selbstverständlich.  ---> KLICKEN !
Beinahe unauffällig soll hier wohl die frohe Botschaft rüberkommen: Schaut mal, bei denen geht's doch problemlos. Warum nicht auch bei uns...?
Voriges Jahr war bekannterweise Erz-
bischof Zollitsch noch auf den Zug aufgesprungen und verkündete, jetzt die Idee eines Spezialdiakonats der Frau vorantreiben zu wollen. Vom "Netzwerk Diakonat der Frau" bekam er aber prompt eine unerwartete und deftige Abfuhr: Das halte man "nicht für zukunftsfähig", erklärte die Vorsitzende Irmentraud Kobusch öffentlich.
Oder anders ausgedrückt: Auf so einen plumpen Versuch, einen Diakonat zweiter Klasse einzuführen, fallen wir nicht herein...! - Man will seitens der Verbandsfrauen doch lieber Fakten schaffen, beispielsweise durch schon laufende Diakonatskurse für Frauen ---> KLICKEN !

Darum heißt es auch unmissverständlich in einem Artikel der Frauen-
gemeinschaft KDFB: "Frauen sind längst Diakoninnen -- Wann kommt die Weihe?" (pdf) ---> KLICKEN !

Doch wie löst das Zentralkomitee in Zusammenarbeit mit Frauenverbän-
den nun für 2014 das Problem, sich nicht zwischen sämtliche Stühle zu setzen?
- Ganz einfach: Man organisiert einen "Tag der Diakonin" mit eher "unverfänglichen" Themen wie  etwa "Politisches Engagement und dia-
konisches Handeln"
und "Diakonisch und politisch engagiert in Berlin", wobei man die geniale Abwechslung und Bandbreite der Thematik durch Umsetzen der Stichworte im Titel beachte...!  ---> KLICKEN !

Kommentare:

  1. Ach, was soll immer diese Aufregung über immer dieselben Themen? Lasst sie doch den Tag der Diakonin begehen. Diakoninnen oder gar Priesterinnen kann es seit dem Vaticanum I sowieso nur in dem Fall geben, dass der Papst so etwas beschliesst. Und sollte er es jemals beschliessen - zur Zeit spricht nichts dafür, weil der Papst ganz andere Agenda hat -, dann haben wir männlichen Kathos das im Gehorsam anzunehmen, ob es uns passt oder nicht.

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    1. Klar dürfen die diesen Tag begehen.
      Da fragen die Damen und das ZdK ohnehin niemanden um Erlaubnis.
      Ob das Ansinnen von Erfolg gekrönt ist, wage ich allerdings zu bezweifeln.
      Die Kirche hat ihre Normen und lernt nebenbei auch durch Anschauungs-
      unterricht z.B. bei der anglikanischen Kirche, wie schnell eine neue
      Kirchenspaltung kommt, wenn das Frauenpriestertum aktuell würde.

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  2. Ich bin eine weibliche Katho und will auch keine Priesterinnen. Ich habe in solchen Fällen immer einen Satz meines leider früh verstorbenen Professors für Kirchenrecht im Ohr: "Es gibt in der Kirche zwei Fehlentwicklungen - wenn einer alles sein will und wenn alle alles sein wollen." Persönlich halte ich die Beschränkung der Priesterweihe auf Männer für nachvollziehbar und gerechtfertigt. Erstens erinnert sie uns daran, dass Kirche nicht unsere Idee ist, sondern auf eine Idee und ein konkretes Handeln von Jesus Christus zurückgeht, der die Gästeliste für das letzte Abendmahl sorgfältig zusammen gestellt hat und zweitens erinnert sie uns daran, dass wir auch darüber hinaus nicht einfach frei bestimmen können, wer wir sind und sein wollen. Die süß ins Ohr geträufelte Idee des Durcheinanderwerfers "ihr werdet sein wie Gott" = ihr könnt alles, wenn ihr nur wollt, ist heute noch genauso zerstörerisch wie damals.

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