Mittwoch, 21. Mai 2014

Abwärts? - "Die Debatte um den Zölibat gewinnt an Fahrt", meint "katholisch.de" (mal wieder)

Die Bartwickel-
maschine läuft mal wieder. "katholisch.de" muss gleich mal zur Arti-
kel-Archäologie grei-
fen, um in einem Beitrag mit heutigem Datum und unter Bezugnahme auf den Brief von 24 "Priester-Frauen" an den Papst (vgl. auch meinen Artikel dazu ---> KLICKEN !) das Thema Zölibat am Köcheln zu halten.
Da muss natürlich der Theologe und Psychotherapeut Wunibald Müller aus Münsterschwarzach her, der haufenweise Priester in großer Seelennot erlebt hat, wegen des Zölibats, versteht sich. Der hatte bereits im Dezember 2013 an den Papst geschrieben und von diesem ein "wirkliches Ernstneh-
men... der Sexualität"
verlangt und gleich dazu auch noch das Priestertum der Frau.
Ich kann mich kurz fassen, siehe diesbezüglich auch meinen früheren Artikel (---> KLICKEN !):  Immer mehr auch jüngere Priester empfänden "diese Lebensform als eine Last" und hätten "Sehnsucht nach Beziehun-
gen"
, weiß Müller aus vielen Gesprächen mit leidenden Priestern.

Ich meine: Vielleicht wäre es auch für Herrn Müller (und "katholisch.de"?) mal an der Zeit, bei allem Verständnis für diese Priester, auch mal an die Mehrheit derjenigen Priester zu denken, die diese Lebensform nicht als Last empfinden!? 
.
Artikel bei "katholisch.de" ---> KLICKEN !

Kommentare:

  1. Der Hinweis auf die Wiederverheiratet-Geschiedenen kommt sicher auch noch. Unzählige Menschen empfinden es als große Last, verheiratet zu sein, gerade mit diesem Menschen verheiratet zu sein oder aber nicht verheiratet zu sein. Da es generell nicht akzeptabel ist, das Leben als Last zu empfinden, muss der Papst dringend etwas dagegen tun. Nehmt das Bedürfnis nach lastfreiem Leben endlich ernst!

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  2. Nun, Herr Müller spricht aus Erfahrung. Woher nehmen Sie die Gewissheit, dass die Mehrheit der Priester den Zölibat nicht als Last empfindet? Weil Sie drei kennen, die Ihnen das gesagt haben?! Würden die einem Schäfchen überhaupt etwas anderes sagen? Ich denke, man sollte sich da mehr auf Herrn Müller verlassen, der weiß wovon er spricht!

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    1. Ich habe mehrere Priester in der Verwandtschaft und weitere im Freundeskreis. Da kommt man schon mal ins Plaudern. Wer mal etwas im Internet surft, findet dort ebenfalls viele sehr zufriedene Priester.

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  3. Könnten Sie nicht mal eine Serie bringen über Priester, die noch katholisch sind, die es gern sind und die sich dessen nicht schámen? Die keine Depressionen haben, keinen heimlichen Freund oder Freundin, sondern die stolz über ihre Berufung sind und denen man dies auch anmerkt. Über die Priester, die sich die kompetenten Bestimmer und DazwischenrednerInnen möglichst vom Hals halten. Priester, die noch beten und der Gemeinde ein Beispiel geben.

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  4. Tja, Knappe, offensichtlich sind die wohl in der Minderheit und deshalb schwer aufzutreiben ;-)

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  5. Ich erinnere mich noch recht gut an die Pressekonferenz anlässlich
    der Modernisierung des Internetauftrittes von "katholisch.de".
    Das Portal ist erklärermaßen weniger für überzeugte Gläubige und
    Kirchgänger konzipiert. Man will ausdrücklich die Menschen an
    den Rändern ansprechen, die Fernstehenden.
    Da liegt es nahe, gewisse Themen recht großzügig und modernistisch
    zu behandeln.

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  6. katholisch.de über die Beichte:
    "Zunächst einmal: Beichten ist kein Muss. Theologisch gesehen müssen wir
    nur Todsünden beichten..." - Und über die Beichtpraxis in den 1950er- Jahren:
    "Das Sakrament der Buße hatte bei vielen Katholiken ein üblen Beigeschmack.
    Sie konnten ihm nichts abgewinnen, wussten oft gar nicht, was sie überhaupt
    beichten sollten..."
    Tolle Information, die so richtig zum Empfang des Beichtsakramentes ermuntert...

    katholisch.de über die Eucharistie:
    Da zuckt man schon zusammen, wenn man etwa von Pater Anselm Grün
    lesen muss: "Fleisch und Blut sind Bilder (!) für Jesu Hingabe am Kreuz..."
    - auf das Wort "Opfer" glaubt man ganz verzichten zu können, stattdessen
    wird wohlfühltextlich wenig sagend formuliert: "Durch das Essen des Brotes (!)
    und das Trinken aus dem Kelch gelangen wir in eine Gemeinschaft mit
    Jesus Christus"...

    Muss ich noch mehr zitieren, um zu begründen, warum ich katholisch.de
    nicht mag?

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    1. Das ist Ihnen unbenommen, dass Sie kath.de nicht mögen. Aber damit zeigen Sie auch, dass Sie sich nur für sich selbst und die - heute klitzeklein gewordene - Gruppe derer interessieren, die schon "alles wissen", und die bis obenhin satt sind. Die Hungrigen sind Ihnen offenbar egal. Die werden nämlich, wenn man ihnen Katechismus-Jargon um die Ohren haut, garantiert noch hungriger bzw. verhungern irgendwann. Aber das interessiert die "Satten" halt nicht, bzw. sie sind um jeden Verhungerten froh, denn damit wird die Kirche kleiner und reiner, sprich: satter.

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    2. Ordinariatsgeschädigter21. Mai 2014 um 21:26

      Ach, mal wieder das altbekannte Totschlagargument
      bei Damasus, wobei er auch noch "kath.de" und "katholisch.de"
      verwechselt.
      Man sollte doch nicht so tun, als wäre seriöser katholischer
      Journalismus nicht in der Lage, unseren Glauben so darzu-
      stellen, dass man ihn auch allgemein versteht.

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    3. "Unser Glaube" ist aber ein klein bisschen umfassender und breiter und v.a. auf missionarische Wirkung intendiert als ihn die Rechtskatholiken, für die selbst der Papst ein ausgemachter Häretiker ist, begreifen. Aber für diese ist "missionarisch" ja ein Unwort. Denn da kommt man ja - igitt! - mit der bösen Welt in Verbindung und muss sich ein Stück weit auf diese einlassen. Bezeichnend, was mir kürzlich ein Priester der "Legionäre Christi" sagte: "Wenn ich das Wort 'missionarisch' höre, entsichere ich meinen Revolver."

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  7. Man sollte auch nicht vergessen, dass viele Priester von ihren Vorgesetzten gegen ihren Willen nach Münsterschwarzach geschickt werden. Die deutsche Kirche ist sehr gut darin unliebsame Priester in die Psychoecke zu stellen. Dort werden sie dann von W. Müller solange in die Mangel genommen, bis sie ihre "Probleme" erkennen und zugeben. Denn wenn kein Erfolg der "freiwilligen Therapie" gemeldet wird, gibt es auch keinen neuen Einsatz.

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