Dienstag, 20. Mai 2014

Ermittlungen gegen Kardinal? - Vatikan und Bertone widersprechen der "BILD"-Zeitung!

Das ist für vatikanische Verhältnisse ein ungewöhnlich schnelles Tempo: Bereits heute hat Vatikansprecher P. Frederico Lombardi der Behauptung der "BILD"-Zeitung widersprochen, es gäbe strafrechtliche Ermittlungen gegen Kardinal Bertone wegen Verun-
treuung von 15 Millionen Euro. Siehe dazu auch meinen Artikel von heute ---> KLICKEN !

Die Nachricht bei "Radio Vatikan"
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Kardinal Bertone hat dem Artikel in der BILD-Zeitung, der von Hunderten von Medien einfach ohne Prüfung übernommen wurde, ebenfalls wider-
sprochen: Wie nur ganz wenige Zeitungen in diesen Stunden etwas klein-
laut melden, erklärte Bertone, "die Operation sei sowohl von der Kardinals-
kommission, die für die IOR-Aufsicht zuständig ist, als auch vom Auf-
sichtsrat der Vatikanbank genehmigt worden, wie aus dem Protokoll einer Sitzung des 4. Dezember 2013 hervorgehe. Alles sei in voller Transparenz erfolgt."
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So wie wir unsere Medien kennen, werden diese morgen ganz sicher in riesigen Schlagzeilen die Behauptungen zurücknehmen und Kardinal Bertone um Entschuldigung bitten, oder...?!

Kommentare:

  1. Wenn ich einem anderen den Stinkefinger zeige, muss ich
    Strafe zahlen. Wenn ich eine Zigarettenkippe wegwerfe,
    kostet mich das. Wenn ein Arzt einen Kunstfehler macht,
    geht der Schadenersatz richtig ins Geld.
    Kann mir mal einer erklären, warum ausgerechnet Journalisten,
    die Falsches oder Einseitiges über Mitmenschen schreiben,
    ohne Bestrafung und Geldbuße davonkommen?

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  2. Was immer da stimmen oder auch nicht stimmen mag - die enorme Häufung von für die Kirche wirklich ärgerlichen und die Glaubwürdigkeit ihrer Sendung untergrabenden Vorgängen, wo immer wieder Kardinal Bertone als tragende Figur genannt wird, ist mehr als ärgerlich. Ein "Heiliger" ist er nun wahrlich nicht. Ein Bekannter, der im Vatikan arbeitet, erzählte mir, dort kursiere über Bertone die stehende Redewendung: "Er kannte Gott und die Welt - aber die Welt kannte er besser!" Da ist wohl doch was dran. Benedikt XVI. war in vielem sehr gross - ein guter Menschenkenner war er leider nicht.

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