Montag, 26. Mai 2014

Heute um 22.45 Uhr in der ARD: (Autofahrer-)Vatikan-Grusel vom Feinsten

Tiefe Einblicke in das schlimme Leben im Vatikan soll eine Do-
kumentation liefern, die heute um 22.45 Uhr (zu Recht zu spä-
ter Stunde!) in der ARD gezeigt wird: Es geht um die Machen-
schaften, Verschwörungen, Bösartigkeiten und Gelüste im Vatikan. Man ahnt, was da kommt, wenn man den ersten Satz der Ankündigung der Sendung liest: "Nachdem er einen vertraulichen Untersuchungsbericht über den inneren Zustand der vatikanischen Behör-
den erhalten hatte, trat Benedikt XVI vom Papstamt zurück..."
-- Eine kühne und unsinnige These, wie wir wissen, aber offenbar immer noch gut genug für eine Informationssendung in der öffentlich-rechtlichen ARD. 
Es sind die üblichen Klischees, und es wird selbstverständlich von "Insidern" alles ausgeplaudert, wobei auch, wie es sich für fairen Jour-
nalismus gehört, "mit versteckter Kamera" gefilmt wird. Wir dürfen uns also mal wieder auf etwas gefasst machen, es sei denn, wir sind so schlau und verzichten auf das Spektakel, bei dem auch die "guten" alten Schwu-
lenpartys nicht fehlen dürfen.
Selbst die nicht gerade kirchenfreundliche "Frankfurter Rundschau" formulierte heute in ihrer "TV-Kritik" nicht gerade wohlwollend: "...
Nachgestellte Szenen, die nicht als solche ausgewiesen werden, sollen geografische und personelle Nähe suggerieren. Zudem setzt der Autor in hohem Maße auf Oberflächenreize und eine Spannungsdramaturgie, um das Publikum zu gewinnen und zu halten. Verständnisfördernd ist diese Machart nicht..." ---> KLICKEN !
Sendungsankündigung in der ARD ---> KLICKEN !

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Man stelle sich zum Vergleich jetzt nur mal eine Dokumentation über Autofahrer vor. Die würde dann nach gleichem Muster feststellen, dass die Autofahrer betonen, wie nützlich und gut das Autofahren doch ist, aber wie Aufnahmen mit versteckter Kamera und Berichte von Unfall-Insidern be-
legen, geht es eigentlich in Wirklichkeit nur um Raserei, um Trunkenheit am Steuer und tödliche Verkehrsunfälle. Mit anderen Worten: Hinter den Kulissen der angeblich großartigen Erfindung verbirgt sich ein teuflisches Netzwerk an verblendeten, rachelüsternen Temposündern. Gut, dass wir darüber einen Film gesehen haben. Pfui, ihr Autofahrer!