Donnerstag, 1. Mai 2014

Ist das Toleranz? - Kein Schweinefleisch mehr in Kindergarten und Schule


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Ein erboster Leser, der in einer Kleinstadt lebt und Angst um seine Familie hat, bat mich dringend, seinen Namen nicht zu nennen. In fast allen Kindergärten und Schulen des Ortes werde generell für alle Kinder kein Schweinefleisch mehr ange-
boten.
Auf Nachfragen habe man ihm erklärt, es habe - offensichtlich intern koordiniert - eine ganze Reihe von Beschwerden von Moslems gegeben, die befürchteten,
ihr Kind müsse unfreiwillig auch Schweinefleisch essen.
Um die Diskussion zu beenden, hätten die Träger der Einrichtungen beschlossen, ein Signal zu setzen und grund-
sätzlich nichts mehr vom Schwein auf den Tisch zu bringen. "Wenn ich Wurst esse, komme ich in die Hölle", hatte ein verunsichertes Kind erklärt.
Wie ich inzwischen recherchiert habe, wird in vielen Städten Deutschlands tatsächlich ganz rigoros verfahren, um "Irritationen bei den Eltern" zu vermeiden. Schnitzel, Braten oder Currywurst sind absolut tabu, mit Rück-
sicht auf moslemische Mitbürger und ihre Kinder. Eine Lehrerin wurde sogar beurlaubt, weil sie versehentlich aus einer Schüssel außer Hühner-
fleisch auch Schweinefleisch ausgeteilt hatte, und eine Kollegin soll eine Abmahnung bekommen haben, weil sie Gummibärchen (mit Gelatine vom Schwein) verteilt hätte, erklärte ein Frankfurter Stadtverordneter.
Ist das wirklich im Sinne von Toleranz und gutem Miteinander die richtige Lösung, dass wegen der berechtigten Bedürfnisse einer Minderheit nun alle gezwungenermaßen auf Schweinefleisch verzichten müssen, ob sie wollen oder nicht? - Ob man wegen einigen Vegetariern auch generell überhaupt kein Fleisch mehr anbieten würde?
Ich meine: Toleranz ja, unbedingt! Das erwarten wir Christen schließ-
lich auch von anderen. Aber es müsste doch organisatorisch möglich sein, allen etwas mehr gerecht zu werden, statt politisch überkorrekt einseitig zu handeln.
Letztlich könnte es sogar gewisse Vorbehalte gegenüber Menschen mit Mi-
grationshintergrund oder mit anderem Glauben nur noch schüren, wenn die Verantwortlichen so radikal und rücksichtslos gegen die Mehrheit vor-
gehen. Also bitte etwas mehr organisatorisches Geschick und mehr Willen zu wirklich fairen Miteinander!
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Mit radikalen Aktionen wie Schweinefleischverzicht schüren die Städte ungewollt Vorbehalte...

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1 Kommentar:

  1. Eine Hauptschule in unserer Nachbarschaft hat vor einigen jahren für die Verpflegung der Ganztagsschüler eine neue Küche eingerichtet. Ein muslimischer Elternvertreter verlangte, dass zwei separate Küchen eingerichtet würden, so dass in einer davon sicher Halal-Essen zubereitet werden könnte. Dafür waren natürlich nicht genug MIttel (aka Geld!) da. Der Rektor bat daraufhin die türkische Botschafterin frankfurt um einen Besuch. Sie erschien in der Schule und erklärte ihren Landsleuten in - wie Dolmetscher glaubhaft versicherten - in eindeutigster Wortwahl, dass sie sich hinsetzen und die Klappe halten sollten. Die Schule täte alles menschenmögliche, um auf islamische Diätvorschriften Rücksicht zu nehmen und eine zweite Küche zu verlangen sei völlig inakzeptabel. So geht es also auch. :-)

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