Donnerstag, 29. Mai 2014

Papst Franziskus: Der nichtdogmatische Zölibat ist immer eine offene Tür... - oder so ähnlich

          Predigt zum 7. Sonntag der Osterzeit (1. Juni): weiter unten auf dieser Seite!
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"Fliegende" Pressekonferenz des Papstes bei der Rückkehr von seiner Nah-
ostreise. Die Journalisten balgen sich im Flugzeug fast darum, wer eine Frage stellen darf, und wenn ja, welche. Man könnte vorher schon Wetten abschließen. Ist ja klar, die Journalisten wollen doch immer nur das eine: den Zölibat!

Ein schönes Beispiel für die Arbeitsweise unserer Mediengestalter ist da
die österreichische "Kronen-Zeitung", von der auch die typische Schlagzeile stammt ---> KLICKEN !

Ja, ja, es sind alle Türen offen, und der Zölibat ist kein Dogma. Stimmt, und stimmt auch wieder nicht. Und jeder halbwegs Informierte weiß das auch. Presse vielleicht ausgenommen.
Es lohnt sich, bei Interview-Antworten des Papstes nicht nur die "Alarm!"-
Wörter für Medien zu lesen. Halbe Sätze haben bekanntlich auch noch eine andere Hälfte, sogar beim Papst. Wer lesen kann, ist da klar im Vorteil.
Ja, der Zölibat ist kein Dogma, sagt der Papst. Aber er sagt eben auch noch mehr. Zum Beispiel dies: Der Zölibat sei eine priesterliche Lebensregel,
die er sehr begrüße und die ein "Geschenk für die Kirche" sei.
Mit anderen Worten: Man wird in Rom zu gegebener Zeit auch (mal wie-
der) über den Zölibat nachdenken. Kann sein, dass es da irgendwann sogar Lockerungen z.B. durch mehr Ausnahme-Möglichkeiten geben wird. 

Aber den Zölibat als Sondermüll der Kirchengeschichte entsorgen wird die Kirche nicht. Dann wäre das mit einiger Sicherheit der Beginn einer neuen Kirchenspaltung. Das weiß man auch. Zumindest in Rom.