Freitag, 16. Mai 2014

Urheberrecht: Nach deutscher Gerichtslogik ist die Bibel demnach nicht Gottes Wort...

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Das Oberlandesgericht Frankfurt hat nun endlich ganz nebenbei die Frage geklärt, ob die Bibel Gottes Wort ist, wie wir es ja auch in der Heiligen Messe ausdrücklich betonen (am Schluss der Lesung Zuruf: "Wort des lebendigen Gottes").
Dabei ging es im betreffenden Streitfall eigentlich um eine Frage des Urheberrechtes: Eine Autorin hatte angeblich göttliche Einge-
bungen niedergeschrieben und immer betont, diese Worte stammten direkt von Jesus. Ein deutscher Verein bediente sich umfangreich aus den Texten, weil man davon ausging, dass nach eigener Aussage der Autorin das Ur-
heberrecht demnach nicht bei ihr, sondern bei Gott liege. Es kam, wie es kommen musste: eine amerikanische Stiftung klagte gegen den Verein wegen Urheberrechtsverletzung und bekam jetzt Recht: Ja, der von der Autorin als göttlichen Ursprungs bezeichnete Text sei "uneingeschränkt" der menschlichen Autorin zuzurechnen. Sie gilt also trotz eigener gegen-
teiliger Aussage als Schöpferin des Textes, womit ein Copyright besteht.
Die logische Folge daraus ist dann allerdings, dass nach dem Empfinden deutscher Richter die Bibel nicht Gottes Wort sein kann, jedenfalls nicht
im Sinne des Urheberrechtes. Das Copyright liegt dann bei..., ja bei wem denn nun genau?

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