Mittwoch, 14. Mai 2014

Vatikan meldet weltweit deutlich mehr Priesterberufungen... - außer bei uns!

Die gestern vom Vatikan bekannt gegebenen neuen Zahlen sind ermuti-
gend: Die Zahl der Priesterberufungen steigt weltweit deutlich an, womit sich der Trend der Vorjahre fortsetzt.
Während sich die Zahlen insgesamt positiv entwickeln (z.B. in Amerika ein Plus von 63 %), ist in Europa leider ein Rückgang um 13 % zu beklagen.
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In den USA müssen schon Bewerber abgewiesen werden, weil die Seminare überfüllt sind ---> KLICKEN !
Nun gibt es zur vermeintlichen Be-
ruhigung der Europäer Untersuchun-
gen, die belegen (sollen), dass das Ansteigen der Zahlen z.B. in Amerika soziologische Gründe habe: mit dem angestrebten Priesteramt würden sich insbesondere junge Männer aus Mexiko und Südamerika gesellschaftlich hocharbeiten wollen, die aus dem Arbeitermilieu stammen.
Das ist natürlich nicht falsch, aber eben nur die halbe Wahrheit. Was man erst gar nicht untersucht, kann man auch nicht belegen. Wäre das Argu-
ment so stichhaltig, wie man jetzt tut, dann müssten die Seminare überall in der Welt, wo Armut herrscht, von aufstrebenden jungen Männern über-
quellen. Dies aber trifft so eben nicht zu. Wenn also in den USA großer Zulauf herrscht und hier bei uns nicht, gibt es noch weitere Gründe dafür. 

Kann es z.B. sein, dass die amerikanischen Bischöfe nach dem Miss-
brauchsskandal einen Prozess der Reinigung und Erneuerung geschafft haben? Ist ihre konsequente katholische Haltung, die sich auch mit der Regierung anlegt (Gesundheitsreform!), auch ein Mosaikstein des er-
staunlichen Erfolges? Spielt es eine Rolle, dass die Priester in den USA
viel stärker von ihren Gemeinden getragen (und finanziert) werden als
das bei uns der Fall ist?

Ist die katholische Kirche in Europa und insbesondere in Deutschland einfach zu bequem, zu "satt", zu wenig geistlich?
Statistiken könnten auch, wenn man nur will, für Konsequenzen sorgen...