Mittwoch, 9. Juli 2014

Hoffentlich krieg' ich keine Gallenkolik: "Christ & Welt" über Rom und katholisches Liebesleben

Dies ist eine Glosse, ein überspitzt, fast polemisch formu-
lierter Meinungs-
beitrag. Was anderes bleibt mir wahr-
scheinlich nach der Lektüre eines Artikels von Redaktions-leiterin Christiane Florin in der "Christ & Welt"-Beilage der "ZEIT" auch gar nicht übrig. Eigentlich war ich im Grunde bereits vorge-
warnt; schließlich hatte ich mich bereits in früheren Artikeln mit den Argu-
mentationsmustern dieser Dame beschäftigt: Sie werden staunen oder schmunzeln, siehe HIER und HIER!
Die Beilage "Christ & Welt" ist aus dem früheren "Rheinischen Merkur" hervorgegangen und wird wöchentlich auf ausdrücklichen Wunsch nur denjenigen Abonnenten der "ZEIT" mitgeliefert, die früher den "Merkur" bezogen haben.  Sie wird von einer Firma produziert, die zu 100 % der KNA (Katholische Nachrichtenagentur) gehört. Redaktionssitz ist das von den deutschen Bischöfen gegründete Katholische Medienhaus in Bonn.
Nun hat Frau Florin sich also die anstehende Bischofssynode, das Arbeits-
papier dazu und das Liebesleben der Katholiken vorgenommen. Ich verrate Ihnen schon mal den einleitenden Satz des Florin-Artikels:
"Katholisch ist in Deutschland zur Maßeinheit geworden für den Abstand zwischen Lehre und Leben"  - Sie ahnen nun sicher schon, was da auf Sie zukommt. Noch ist es früh genug, um nicht weiterzulesen!
Weiter geht's dort mit einer aufschlussreichen Kurzbeurteilung der katho-
lischen Ehelehre:
"Die römisch-katholische Kirche kämpft besonders leidenschaftlich um die große, lebenslange Liebe. Sie zieht sich dafür aus, bis an die Grenze der Peinlichkeit..."
Aus der weltweiten Umfrage des Vatikans zieht sie kurz und bündig den Schluss:
"Die nackte Tatsache: Von der Lehre der Kirche kommt kaum etwas an der Basis an..." - Doch das will man in Rom angeblich nicht wahrhaben: "Die Schelte der bösen Welt, die das Gute verhindert, ist aus kirchlichen Dokumenten altbekannt. Neu ist jedoch die Verve, mit der das vatikanische Papier das eigene pastorale Personal beschimpft..."
Falls Sie, verehrte Leser, nun genügend Kraft gesammelt haben, um auch den Orginal-Artikel in der online-Ausgabe von "Christ & Welt" zu lesen, bitte sehr ---> KLICKEN !
Es wird Sie auch nicht überraschen, dass es durchaus auch eine andere Sichtweise zu den Vatikan-Bemühungen zur Synodenvorbereitung gibt. Vergleichen Sie z.B. dazu mal mit einem Artikel bei "Radio Vatikan"... ---> KLICKEN !
Ein Artikel des Kölner Domradios ---> KLICKEN !
Das Arbeitspapier selbst kann man als Vatikan-Dokument komplett nachlesen ---> KLICKEN !
Falls Frau Florin mal ins Detail gehen möchte, würde mich z.B. interes-
sieren, an welcher Stelle genau der Vatikan darin das eigene Personal beschimpft.

Ich habe allerdings eher den Eindruck, dass das Beschimpfen eine Spezia-
lität von anderer Seite ist, ohne hier konkrete Namen nennen zu wollen, Frau Florin...!