Montag, 27. Oktober 2014

Angstfrei fordern aus dem Hinterstübchen? -- "Wir sind Kirche": Enttäuscht und begeistert...

Bundesversammlung, da denkt man an große Teilnehmerzahlen, an große Säle, bis zum letzten Platz gefüllt mit Abge-
sandten der Basis.
Am Wochenende tagte die deutsche Bundesversammlung von "Wir sind Kirche" und erhob die Forderung an
die deutschen Bischöfe, "den Dialog über die Themen der Familien-Synode so offen und angstfrei wie in Rom jetzt auch in Deutschland zu führen", wie sogar "Radio Vatikan" wörtlich berichtet
---> KLICKEN !

Generalvikar Klaus Pfeffer vom Bistum Essen referierte vor der Versammlung über das Zukunftsbild des Bistums und wollte seine Teilnahme "ausdrücklich als Zeichen der Wertschätzung" verstanden wissen. Auf der eigenen Seite des Bistums Essen sieht man nun auch einen Artikel, wonach er "viel Zuspruch" erhalten habe.
Wer nach dem ersten Klick allerdings dort den Pfeil zum zweiten Foto an-
klickt, der sieht: Man tagte irgendwo im gemütlichen Hinterzimmer. Der Platz reichte dort offensichtlich für die komplette "Bundesversammlung" vollkommen aus... ---> KLICKEN !
Man darf also zur Kenntnis nehmen, dass "Wir sind Kirche" entgegen dem eigenen Slogan nur ein sehr, sehr kleiner Teil der Kirche ist. Dies be-
stätigt sich immer wieder, wie man z.B. auf diesem Hinterzimmer-Video sehen kann ---> KLICKEN !

Auch der massenhafte Protest eines "breiten" Bündnisses gegen die Voll-
versammlung der deutschen Bischöfe in Trier endete ebenfalls ziemlich kläglich, siehe HIER und HIER !
Wenn man dagegen die Medienpräsenz der wenigen Dutzend Leute be-
trachtet, könnte man annehmen, es handele sich um eine bedeutende Gruppierung der katholischen Laien. Das erklärt sich schlicht daraus,
dass Protestgruppen gegen die Kirchenführung bei den meisten Jour-
nalisten selbstverständlich auf helle Begeisterung stoßen.
Wenn bei "Wir sind Kirche" also mal wieder ein Protest-Süppchen gekocht wird, sollte man das meiner Meinung nach nicht so "wertschätzen" wie der Essener Generalvikar, bei dem ich nicht nur den Priesterkragen vermisse...
Abgesehen davon halte ich es für albern, wenn man die deutschen Bischöfe extra medienwirksam auffordert, "offen und angstfrei" zu diskutieren. Diese Belehrung über eine Selbstverständlichkeit haben die Bischöfe nun wirklich nicht nötig!
Außerdem wäre es nicht schlecht, wenn man sich bei "Wir sind Kirche"
mit den diversen Verlautbarungen mal etwas besser absprechen würde. Während man jetzt liest, wie begeistert man über die Offenheit der Diskus-
sion auf der Synode in Rom ist, kann man auch genau das Gegenteil lesen, siehe ---> HIER !

Es ist zuweilen so eine Sache, wenn man sich zu sehr vor dem (Jour-
nalisten-)Volk verneigt... ---> KLICKEN !

Kommentare:

  1. Ein mutiger, gut belegter Kommentar zu dieser nervigen Randgruppe,
    die so gerne von den Medien aufgeblasen wird. Herzlichen Dank für Ihre Arbeit!

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  2. "Wertschätzung" ist doch das, was in kirchlichem Neusprech verstockten Sündern zukommt. Ist damit "Wir sind Kirche" möglicherweise treffend charakterisiert?

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  3. Bekennender Dunkelkatholik27. Oktober 2014 um 12:22

    Wenn diese Randgruppe soo klein ist, dass die gesamte Bagage in ein Wohnzimmerchen passt, wüßte man eine Lösung, mit Altkanzler G. Schröder: "Wegschliessen, und zwar für immer!"

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  4. Da hat der Essener Genralvikar mal selbst für seinen Image-Schaden gesorgt.
    Die WisiKi-Truppe liebt es, oberlehrerhaft aufzutreten und überflässige Ratschläge
    zu erteilen. Deshalb ist sie ja auch schon mal vom Sprecher der Deutschen
    Bischofskonferenz öffentlich abgekanzelt worden, die Bischöfe hätten solche
    Belehrungen nicht nötig.

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    1. Das mit einem Generalvikar ein waschechtes Alter Ego eines Bischofs bei dieser antikirchlichen Sekte auftritt und diese auch noch ausdrücklich lobt, ist ein weiterer Skandal. Wenn der Essener Bischof "Eier" hat, müsste er sein (nicht mehr) "Alter Ego" sofort auswerfen. Aber das darf wohl bezweifelt werden.

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  5. Das ist vom Generalvikar doch edel gedacht:
    Gerade weil "Wir sind Kirche" so erbärmlich klein ist, kann seine verbale
    Schützenhilfe das Grüppchen etwas aufpäppeln.
    Ein Beispiel praktizierter Nächstenliebe!

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