Donnerstag, 16. Oktober 2014

"Die Neger" hat er nicht gesagt -- Kardinal Kasper und die afrikanische Einmischung...

        Predigt u. Linktipps zum 29. Sonntag A: Heute ca. 10.30 Uhr online!
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Kardinal Kasper
hat mal wieder ein Interview gegeben. Klar, dass man ihn auch darauf an-
sprach, dass es auf der Synode nicht ganz so läuft, wie er sich das vorgestellt hatte.
Die warnenden Stimmen, die sich kritisch über den Zwischenbericht geäußert haben, sind unüberhörbar. Auch die afrikanischen Bischöfe schießen quer, besonders beim Thema Homosexualität. Das hat ihn mächtig geärgert, und so verwahrt er sich energisch gegen deren Belehrungsversuche für westliche Theologen:

" But they should not tell us too much what we have to do."
---> KLICKEN !
Das wiederum  ist u.a. auch dem Blogger-Kollegen von "CETERA TOLLE" böse aufgestoßen. Er schreibt deshalb auch über den "Umgang mit den Wilden aus Afrika": "Was ist also die Botschaft dieser Passage? Das Fest-
halten daran, dass Homosexualität eine Sünde ist, ist ein afrikanisches, muslimisches und asiatisches Problem, aber besonders die Afrikaner sollen es erst einmal unter sich hinbekommen, den hohen westlichen Standard zu erreichen. Mit denen kann man sowieso nicht reden und, wenn wir hier im Westen an der homosexuellen Emanzipation arbeiten, sollen sie gefälligst den Mund halten!..." ---> KLICKEN !


  Kritik an Papst Franziskus verstummt nicht
Inzwischen hat übrigens auch der bloggende ZDF-Vatikanexperte Jürgen Erbacher auf seine unaufgeregte Art eingeräumt, dass es auch bei den Journalisten viel Verwunderung und Kritik am Synoden-Stil des Papstes gibt, so etwa über das von ihm bestimmte Redaktionsteam des Zwischen-
berichtes: "
Zudem werden die sechs Personen zum größten Teil als enge Vertraute von Papst Franziskus gesehen und damit als Vertreter einer bestimmten Richtung. Nun wird der für das Briefing der deutschsprachigen Journalisten zuständige Jesuit Bernd Hagenkord nicht müde zu betonen, dass es keine Parteienbildung gebe in der Synode. Trotzdem hat der Ein-
griff von Franziskus ein “Geschmäckle” oder umgekehrt formuliert, ist es, wie ja schon geschrieben, ein inhaltlicher Eingriff..." ---> KLICKEN

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Nachtrag am 16.10 um 17.20 Uhr:  Wie man bei "kath.net" seit kurzem lesen kann, ist das Interview mit Kardinal Kasper (oder war es
etwa eine Fälschung?) nicht mehr bei "ZENIT" vorhanden, deswegen
geht der Link oben im Artikel jetzt auch ins Leere.
Kardinal Kasper hat das dementiert und erklärt, er habe ZENIT kein solches Interview gegeben. 

Eine merkwürdige Angelegenheit. Vielleicht erfahren wir bald mehr darüber? ---> KLICKEN !

Kommentare:

  1. Man sollte berücksichtigen, dass Kardinal Kasper über 80 Jahre alt ist
    und in Zeiten groß geworden ist, als man ganz selbstverständlich
    "Nickneger", "Negerküsse" und "Schwarze" kannte.
    Das dauert bei manchen mit der Umstellung halt ein bisschen länger...

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    1. Die Frage ist: Will der Kreuzknappe dem Kardinal einen rassistischen Strick drehen?

      Ein Blogger meint: JA

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  2. Allzu weit solten die afrikanischen Bischöfe nicht ihrne Mund aufreißen. Wie "man" in weiten Teilen Afrikas ganz allgemein zur Homosexualität steht, und dass in etlichen Ländern hs. Menschen um ihr Leben fürchten müssen, ist ja bekannt. Was zumindest in kirchlichen Kreisen auch bekannt ist, aber gerne unter dem Teppich gehalten wird: daß die Quote an Priestern und Bischöfen, die ein (nicht selten auch parallel mehrere) Verhältnis mit einer (oder mehreren) Frauen unterhalten, exponentiell hoch ist. Und kaum einer stört sich dort daran - weil das in Afrika vielfach einfach "zur Kultur" dazu gehört und auch ein Bischof in der Achtung der Leute noch steigt, wenn man weiß, er ist auch physisch potent...

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    1. In der Tat. Und außerdem ist Kardinal Kasper nun mal jemand,
      der eben auch gerne den Mund aufreißt.
      Von vielen Bischöfen wird er nur müde belächelt.

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    2. In der Tat. Und weil er von den meisten Bischöfen nur müde belächelt wurde/wird, ist er unter Johannes Paul II. auch einer der wichtigsten Kardinäle der Kirche geworden und wurde dann unter Benedikt XVI. ausdrücklich in seiner Funktion bestätigt.

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  3. Kardinal Dolan: "Die afrikanischen Bischöfe haben eine Frische und eine – das ist vielleicht ein seltsames Wort – eine Unschuld, wenn es um den biblischen Glauben geht.
    Wenn ich Unschuld sage, meine ich – das sind Leute wie Erzbischof [Ignatius] Kaigama von Jos, 186 seiner Kirchen wurden von Boko Haram abgebrannt – wir reden also nicht über irgendeinen Kerl im Elfenbeinturm."

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    1. Dem Opportunisten und Franziskusmacher Dolan, der zugleich ein Umfaller und Homo-Freund ist (s. sein Verbot an die treuen Katholiken, bei der kommenden New Yorker Homo-Parade die St. Patrick-Kathedrale wieder tapfer gegen die Homo-Schändung zu verteidigen) glaube ich kein Wort mehr. Bei der Synode zeichnet er sich auch durch dröhnendes Schweigen aus.

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  4. Na ja, dem Petrus konnte auch keiner mehr glauben, als er den Herrn verleugnete. Ich wäre da nicht so voreilig........

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    1. Für Dolans Kardinalsbrüder Kasper und Schönborn scheinen Sie diese petrinische Hoffnung freilich nicht zu haben.....

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    2. Was ich hoffe oder zu hoffen scheine, ist für das Seelenheil von Dolan, Kasper und Schönborn nicht von Belang. Wenn ich allerdings in irgendeiner Form die petrinische Hoffnung (schöner Begriff) für irgendeinen Menschen in Frage gestellt habe, zitieren sie und ich nehme das in aller Form zurück. Ich kann mich nicht erinnern....

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  5. Was läuft denn da gerade ab?

    kath.net: „Kardinal Kasper dementiert Aussage über afrikanische Bischöfe!“

    zenit.org hat das (??gefälschte??) Interview von seiner Homepage inzwischen gelöscht.

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  6. Das wirft ein bezeichnendes Licht auf den Tradi-Journalismus, wo man selbst vor gefälschten Interviews, die in Wahrheit nie stattgefunden haben, nicht zurückscheut, wenn man nur dem Papst einen Tritt versetzen kann.

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  7. Das ist ja ein Ding.
    Das Interview, das Kardinal Kasper nie gegeben haben will, kann sich nun jeder auf der Seite des Redakteurs als Audiodatei anhören. Der Redakteur hat den Mitschnitt veröffentlicht.

    http://edwardpentin.co.uk/statement-on-cardinal-kasper-interview/

    Was soll man davon nun halten?

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    1. Man kann ja nun leicht vergleichen, was Kasper gesagt hat (dass die von Tabus geprägten Haltungen der afrikanischen Kirche zur HS auf der Synode kaum eine Rolle spielen und auch nicht spielen können, weil es in erster Linie Hausaufgaben sind, die sie selber machen müssen) und was ZENIT und kath.net daraus gemacht haben (impliziter "Rassismus"). Von daher geht Kaspers Dementi ("So habe ich nie über Afrikaner geredet und würde ich auch nie reden.") völlig in Ordnung, meine ich.

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  8. Oh Herr Dorn, es sind viele – zu viele – Steigbügelhalter am Werk!

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