Dienstag, 28. Oktober 2014

Erntedank-Kritik: "Lieber Gott, wir danken dir, dass die Neger hungern und nicht wir. Amen..."

Ein Berliner Atheist empört sich derzeit mal wieder heftig.
An Erntedank stehe "die kirchliche
Scheinheiligkeit
in voller Blüte".

Dass man in den Kirchen derzeit für eine gute Ernte dankt, findet er irgendwie pervers: Allein während der Zeit des diesbezüglichen Gottesdienstes würden 500 - 600 Kinder ver-
hungern, sodass man den Christen den Vorwurf machen müsse, sie würden beim Erntedank das Elend der Welt "wegheucheln".
Man sei als Christ einfach froh, dass "der eigene Bauch immer dicker wird", preise die Barmherzigkeit Gottes und übersehe völlig, dass dieser Gott seine Güte offenbar nur einem kleinen Teil der Menschen zukommen lasse. Wütend meint er: "
Wenn es Gottes Werk sein soll, daß bei uns die Erde reiche Ernte hervorbringt, dann ist es auch des gleichen Gottes Schuld, wenn anderswo nichts gedeiht und die Menschen Not leiden." - Daher bringe es das "ironische Gebet" (siehe meine obige Überschrift) auf den Punkt. Wo ist denn dieser gütige Gott in Afrika?
Außerdem seien es doch "allein die Menschen", die unsere Nahrung produ-
zieren. Ohne die "oftmals aufopferungsvolle Arbeit von Menschen ist dieser christliche Gott ganz offensichtlich zu rein gar nichts in der Lage..."
Anstatt zu helfen, hetze dieser Gott und "unsichtbare Stümper" den Men-
schen "Naturkatastrophen und wie Pest und Ebola auf den Hals" und schaue ansonsten tatenlos zu. Es wäre doch an der Zeit, in einem "Ernte-
beschwerdegottesdienst kollektiv zu reklamieren und Schadensersatz zu fordern..."

Wer den kompletten Text von Michael Fesser in seinem Blog lesen mag ---> KLICKEN !

Mein Kurzkommentar dazu:  Das erlebt man immer wieder. Atheisten sind oft Menschen, die eigentlich Gottsucher sind, aber unbeirrt immer weiter auf dem Holzweg wandern. Meine Leser haben es vermutlich be-
merkt: Bei der Logik der Argumentation wird da einiges ziemlich plump passend gemacht. Einerseits ist da der liebende Gott zu rein gar nichts in der Lage, und alles müssen die fleißigen Menschen machen. Andererseits ist Gott aber plötzlich sehr wohl in der Lage, den Menschen allerlei Böses zu schicken. Das passt natürlich nicht zusammen!
Ein Stück weit ist es auch einfach mangelnde Information, was da be-
hauptet wird. Die Christen drehen ja nicht Däumchen, was Afrika betrifft. Ganz im Gegenteil sind es ja gerade die christlichen Hilfsorganisationen, die überall im Einsatz sind. Von atheistischen Organisationen in der Katastrophenhilfe hat man noch nichts gehört...
Ein Gutes haben solche Vorwürfe aber: Sie zeigen, wie wichtig es ist, in der kirchlichen Verkündigung so gut wie möglich zu informieren. Ob das aber bei allen ankommt...?

Kommentare:

  1. Ein völlig überflüssiger Beitrag beim KREUZKNAPPEN!
    Dass jener Atheist schlicht von gestern ist, sieht man ja schon an seiner
    rassistischen Formulierung "Neger", die kein Katholik mehr verwendet.
    Wir wissen schließlich, was derzeit politisch korrekt ist.
    Sogar Kardinal Kasper weiß es inzwischen...

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    1. Dann kennen Sie einschlägige Tradikreise offenbar schlecht. Dort wird im Zusammenhang mit asozialen Asylanten und "Wirtschaftsflüchtlingen" aus Afrika immer noch sehr unbefangen vom "Neger" schwadroniert. Nur bei homosexuellenfeindlichen afrikanischen Bischöfen sind solche Katholiken dann plötzlich sehr zart besaitet in Sachen "Rassismus".

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  2. Daß der Herr in seinem Blog keine Kommentare erlaubt, sagt schon alles.

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  3. Na hoffentlich weiß es der Kreuzknappe jetzt auch! Im Übrigen ist dessen Verteidigung des Christentums ein bisschen dünn. Ist das alles, was man dem Atheisten entgegnen kann? Dann hat er wohl Recht

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    1. Im Gegensatz zu Leser "Olli" kenne ich den Unterschied
      zwischen einem Blog-Artikel und einem Buch zum Thema Atheismus.
      Ja, auch ich würde mir wünschen, noch mehr Zeit zum Blog-Schreiben zu finden.
      Die Realität sieht auch bei mir anders aus: Gerade sitze ich an der Predigt für
      Allerheiligen/Allerseelen...

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  4. Ihre Beobachtung, Herr Kreuzknappe, dass Atheisten im Grunde sehr oft
    in die Irre gegangene Gottsucher sind, trifft die Situation genau. Inzwischen
    sind wir ja schon so weit, dass diese als Ersatz für richtige Gottesdienste
    selbst so was ähnliches gebastelt haben und sich sonntags zu ähnlichen
    Feiern treffen.
    Das heißt: In ihrem Innersten spüren auch viele Atheisten, dass ihnen etwas
    Wesentliches fehlt. Allerdings lässt ihr Stolz es nicht zu, dass sie den einzig
    richtigen Schluss daraus ziehen und sich unvoreingenommen über das
    Christsein informieren!

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  5. So ist das mit der Bloggerei:
    Wer als Blogger darauf aus ist, Streitthemen herauszukrakeelen,
    sollte sich nicht beschweren, wenn der auch Krakeel in den Kommentaren erntet!

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  6. Der Atheist Michael Fesser ist einfach unschlagbar komisch!
    Man lese beispielsweise mal, wie er das Christentum "kinderleicht widerlegt":

    http://kinder-brauchen-keine-religion.de/kinderleicht-widerlegt

    Bei solchen "Argumenten" hat man Mühe, ernst zu bleiben!

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  7. Antworten
    1. Stimmt dieser Kommentar vom zitierten Atheisten?

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  8. Früher gab es mal den Satz: „Ohne Gott und Sonnenschein, fahren wir die Ernte ein.“ — Irgendwie hat das am Ende dann aber doch gezeigt: „Ohne Sonnenschein und Gott geht die ganze Welt bankrott.“

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