Freitag, 24. Oktober 2014

Halloween - leider mehr als nur ein ziemlich hohler Kürbis-Brauch...!


Bald werden wir wieder davon heimgesucht: der Horror-Kar-
neval „Halloween“.
Während man im Internet oder Buchladen nach „Allerheiligen“ lange suchen kann, finden sich schnell Dutzende Bücher mit Ideen für Horror-Partys, Deko-
Tipps schon für Kindergarten-Basteleien usw.
Vielerorts ziehen Kinder lärmend von Haus zu Haus und verlangen Süßig-
keiten. Wird dieser Forderung nicht nachgekommen, sind mittlerweile Schmierereien und Verwüstungen gar nicht selten, wie die Polizei be-
stätigt. Im Schutze der Dunkelheit reicht die Liste der Rache-Aktionen
vom Böller im Briefkasten bis zum Zerkratzen des Autos.
Der Bürgermeister einer Stadt im Elsass hat daher notgedrungen für diesen Abend eine Ausgangs-Sperre für Kinder verhängt. Etliche Anzeigen lagen vor; wer die Tür nicht öffnete, konnte seine Hausfassade mit rohen Eiern verziert sehen. Was Eltern oft gar nicht klar ist: Immer häufiger hat Hallo-
ween ein juristisches Nachspiel, wenn z.B. Vandalismus die Folge von Ver-
letzung der Aufsichtspflicht ist. Eltern haften für die Schäden, wenn sie ihre Schützlinge unbeaufsichtigt umherziehen lassen, stellen Anwälte klar.

                     Halloween: Bedenkliche Hintergründe
Christen sind keine Spielverderber. Aber sie lassen sich auch nicht für dumm verkaufen. Halloween ist nicht der harmlose Klamauk, als der er gerne dargestellt wird. Das geringste Problem ist dabei die Geschäfte-
macherei mit Süßwaren und Gruselmasken mit Millionen-Umsätzen. Wichtiger ist die Frage, was dahintersteckt. Eigentlich ist Halloween der Abend vor Allerheiligen, also auf Englisch „All Hallows Even“, verunstaltet zu Halloween. Davon ist wenig übrig geblieben. Inzwischen gilt der Termin als wichtigster Tag für Satanisten, „Hexen“ und ähnliche Neu-Heiden.
Es bleibt aber nicht bei Gruselfilmen, die Jugendlichen privat oder auf einer Party gezeigt werden. Da werden Tische gerückt, Karten gelegt, allerlei angebliche Hexen-Rituale praktiziert, da wird gependelt und die vermeintliche Zukunft vorausgesagt.
Die Frage ist, ob manche Eltern wissen, was ihre heranwachsenden Kinder so treiben, wenn sie eine solche Party besuchen. Halloween-Praktiken können nicht nur sensible Gemüter in Angstzustände versetzen. Es kann auch zu einer Art „Einstiegsdroge“ werden, um sich in der eigenen Clique heimlich mit okkulten Praktiken zu beschäftigen. Von daher stellt sich schon die Frage, wie man in der Familie, im Kindergarten, in der Schule und in Gruppenstunden damit umgehen sollte.

                       Christliche Alternativen statt Verbot
Natürlich kann man seinen Kindern die Teilnahme an solchem Treiben verbieten. Es gibt aber eine weitere Möglichkeit: als Familie, als Gruppe, als Schule, als Pfarrgemeinde nachdenken und Alternativen anbieten! Warum nicht selbst eine „Allerheiligen-Party“ auf die Beine stellen?
Oder eine Gruppenstunde mit allerlei originellen Ideen, vom Herstellen schöner Grablichter bis zum Heiligen-Quiz. Oder ein schöner Abend mit befreundeten Kindern in den eigenen vier Wänden, bei dem natürlich auch Kürbisse zum Einsatz kommen dürfen. Da gibt es leckere Rezepte!
Man kann gemeinsam kochen, Früchte mixen, Bratäpfel anbieten, Spiele machen, Geschichten erzählen, für das Martinsfest schon die Laternen basteln usw. Auch eine „Nachtwanderung“ mit Lichtern ist möglich und ebenso gut aufbereitete Informationen über Heilige und das Fest Aller-
heiligen.
                          Pfarrgemeinden können etwas tun
Mit etwas Phantasie können Pfarrgemeinden auch mehr auf die Beine stellen als den Gottesdienst und den Gang zu den Gräbern an Allerheiligen. Gute Beispiele dafür gibt es schon. Eines davon: In Bielefeld wurden die Leute durch Handzettel im Briefkasten eingeladen zu einem Gottesdienst bei Kerzenschein unter dem Motto „Halloween heißt: Hallo Kirche“.
Wie sich die Ideen von Einzelnen für ganze Gemeinden segensreich  aus-
wirken, zeigt dieses Beispiel: Eine Familie aus Kevelaer hatte die Idee zu einem alternativen Halloween-Abend. Die Pfarrgemeinde griff die Anre-
gung auf, und herausgekommen sind jede Menge Ideen und Veranstal-
tungen und sogar ein empfehlenswertes Praxis-Buch.
Also, ihr Katholischen Jugendämter, ihr Pastoralen Mitarbeiter, ihr Pfarr-
gemeinderäte, ihr Gruppenleiter, ihr… - packt es an!

           Allerheiligen -  Vollendung feiern statt Heidenangst
Allerheiligen ist eigentlich ein fröhliches Fest, denn es steht in Verbindung zu Ostern. „Alle Heiligen“ werden gefeiert, also die Vollendung des Lebens-
weges im Himmel. Das Leben wird „heil“, weil es bei Gott angekommen ist. Das sollte auch als unser aller Ziel klar formuliert werden. Die Heiligen zei-
gen uns mit ihrem Beispiel, wie christliches Leben sein kann. Dabei sind die Heiligen so verschieden wie Menschen eben sein können, was die Be-
schäftigung mit ihrem Leben spannend macht.
Der Friedhofsgang am Nachmittag des 1. November gehört eigentlich schon zum nächsten Tag, zum Fest Allerseelen.   Da an Allerseelen nicht frei ist, begehen wir das Gedächtnis unserer Verstorbenen am Vortag. Die Kirche spielt nicht wie Halloween mit der Angst vor dem Tod, sondern sie zeigt durch das Gebet für alle Verstorbenen, dass niemand vergessen wird.
In der Hl. Messe sind wir eben nicht nur an diesem Tag verbunden mit allen, die uns vorausgegangen sind. Kerzen und Blumen auf den Gräbern drücken dies ebenfalls aus.
Auweia! - "Halloween - Kürbis war gestern..." ---> KLICKEN !

Verrückte Halloween-Maskierungen ---> KLICKEN !
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"Wie Herr Caruso Allerheiligen rettete" ---> KLICKEN !
Faltblatt: "Halloween... - voll daneben" (pdf) ---> KLICKEN !
"Night of the Light statt Halloween" ---> KLICKEN !

:
Predigtgedanken und Linktipps zu Allerheiligen und Allerseelen
folgen rechtzeitig in diesem Blog!

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