Sonntag, 28. Dezember 2014

PEGIDA-Freunde fahren mit Panzern durch die Stadt -- und Kanzlerin Merkel ist schuld...

Die öffentliche Diskussion zum Thema PEGIDA schlägt weiter hohe Wellen, und manchmal geht's dabei schon etwas merk-
würdig zu. So wissen wir jetzt dank Jürgen Todenhöfer, der sich und seinen Sohn bei einer Reise ins ISIS-Gebiet für ein neues Buchprojekt in Lebensgefahr brachte, dass deutsche ISIS-Kämpfer eigentlich PEGIDA-Freunde sind. Pegida sorge unfreiwillig für eine Radikalisierung von Moslems, und da-
mit für weiteren deutschen Nachschub an ISIS-Kämpfern.
In manchen Medien sieht man denn auch
die Nachricht mit passendem Foto verkauft: Ein Panzer fährt durch die Stadt, auf dem begeistert die ISIS-Fahne ge-
schwenkt wird, versehen mit der fetten und selbstverständlich überhaupt nicht manipulativen Schlagzeile: "Deutsche ISIS-Kämpfer freuen sich offenbar über Pegida"... ---> HIER !
Das Argumentationsprinzip ließe sich locker auf andere Gebiete über-
tragen: Weil Katholiken entgegen der Lehre des Islams weiterhin ihre christlichen Feste begehen, in die Kirche gehen, Glocken läuten und Kindergärten betreiben, schüren sie unfreiwillig bei manchen radikalen Moslems den Hass auf das Christentum weiter an und sorgen damit für ISIS-Nachschub und geplante Anschläge in Deutschland...
Aber Schwamm drüber - die Hauptschuldige an PEGIDA steht jetzt laut Medienberichten auch fest: es ist Bundeskanzlerin Angela Merkel!
Da wird es wohl Zeit für eine neue Petition: Gegen PEGIDA, gegen Merkel und vor allem gegen allzu fette (Er-)Schlagzeilen...
Man lese die Erkenntnisse von Ex-Minister Friedrich ---> HIER !

Kommentare:

  1. Die These von Todenhöfer erscheint mir etwas krude. In einem aber liegt doch ein Stück Wahrheit darin. Indem "Pegida" Stimmung gegen Flüchtlinge macht, unter denen auch solche sind, die dem tödlichen IS entronnen sind, betreiben sie an dieser Stelle tatsächlich ungewollt das Geschäft des IS. Sie signalisieren den Flüchtlingen aus Irak und Syrien: Weg mit euch, ihr seid hier unerwünscht!!

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  2. Todenhöfer sei es gegönnt, dass er geschickte Reklame für sein
    geplantes Buch macht.
    Was PEGIDA betrifft, so kann man ihm ebenso wie manchen Bischöfen
    nur empfehlen, sich etwas sachkundiger zu machen.
    Wer deren Forderungskatalog liest, kann da positiv überrascht werden!
    PEGIDA ist z.B. ausdrücklich für Asyl für Verfolgte!!!

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  3. Selbst der FOCUS muss eingestehen, dass Pegida in vielen
    Bereichen allgemein gültige Positionen vertritt.
    Also viel heiße Luft?!
    http://www.focus.de/politik/deutschland/woechentliche-demonstrationen-pegida-ist-gegen-hassprediger-egal-welcher-religion-zugehoerig_id_4359088.html

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  4. Mitten in der Weihnachtsoktav verkündete der Ministerpräsident Niedersachsens, daß sein Bundesland die Einführung mohammedanischer Feiertage beabsichtigt, Soviel zum Thema Islamisierung, die es ja eigentlich gar nicht gibt.

    Nie war Pegida wertvoller als heute.

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    1. Zum besseren Verständnis:
      Leser Arminius bezieht sich auf diese Nachricht:
      http://www.welt.de/politik/deutschland/article135781382/Niedersachsen-erwaegt-muslimische-Feiertage.html

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  5. Tja, wenn der Hassprediger gegen Hassprediger ist... wie nennt man das? Realitätsverleugnung? Genau das ist die Grundlage dafür, sich in Dresden vom Islam bedroht zu sehen. Und genau diese Irrationalität, da muss man dem Todenhöfer wohl zustimmen, wird Muslime in Dtld wohl massiv verunsichern. Sie leben hier seit Jahrzehnten in Frieden, haben dieses Land wieder mit aufgebaut und nun sollen sie des Teufels sein? Gerade Muslime vom Schlage der Pegida-Mitläufer könnten von ähnlichen Hasspredigern zu Islamisten umerzogen werden. "Seht ihr, die Deutschen hassen euch, wollen euch bedrohen oder euch umerziehen." So funktioniert die Hasspredigt doch, Pegida und Islamista sind glücklich, wenn es endlich knallt.

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    1. Nein, das ist zu einfach, wie Sie es sehen. Unter den Pegida-Demonstranten sind jede Menge Menschen, die von Hasspredigern gar nichts halten und die auch nicht rechtsextrem sind.

      Dennoch würde ich niemals da mitmarschieren, weil diese "Bewegung" von rechten Rattenfängern missbraucht wird. Schon die Parole "Wir sind das Volk" ist eine Anmassung und, nimmt man ihren historischen Kontext, eine Frechheit gegenüber denen, die sie vor 25 Jahren in der damalien DDR unter großen persönlichen Risiken gerufen haben.

      Ich bin ein bisschen erschüttert, dass die deutlich überwiegende Zahl der "katholischen Blogger" klar pro Pegida ist (der Kreuzknappe ist da einer der differenzierteren). Es müsste diesen Katholiken doch zu denken geben, dass kein einziger Bischof jetzt zu Weihnachten, wo fast alle von ihnen sich zu Pegida positioniert haben, sich pro Pegida geäußert hat. Sondern praktisch alle haben sich distanziert, z.T. mit äußerst klaren Worten.

      Will sich die "Blogozese" in dieser wichtigen Frage derart isolieren? Oder geht es letztlich weniger um das Christliche Abendland als eher um eine rechte Politische Agenda ("Deutschland ist deutsch und kein Einwanderungsland", etc.) ??

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    2. So, so, die Mohammedaner haben also Deutschland nach den Krieg wieder aufgebaut. Und Amerika entdeckt haben sie auch. (Meinte zumindest neulich ihr Pascha Erdogan)

      Die ganze Welt ist voller Narren.

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    3. googlest du ma dem Gastarbeiter ;-)

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  6. Wenn man schon - und das ist mein Vorwurf an die allzu sehr
    schwarz-weiß denkenden deutschen Bischöfe! - mit konsequenter
    Ignoranz nicht zur Kenntnis nehmen will, dass viele Deutsche ähnliche
    Sorgen haben wie PEGIDA,
    dann sollte man vielleicht wenigstens mal auf einen Politiker hören,
    der jeden Tag in unserer Hauptstadt schlimme Erfahrungen mit nicht
    integrationsbereiten Zuwanderern machen muss:

    http://www.derhauptstadtbrief.de/cms/index.php/105-der-hauptstadtbrief-126/677-ein-teil-der-gesellschaft-wendet-sich-ab

    Oder will man dem jetzt auch noch unterschieben,
    er wäre ein Nazi???

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  7. Es ist fast ein Stück Realsatire: die selben Leute, die über sehr viele Glieder der Kirche, die sagen "Wir sind Kirche" und von ihrem "Sorgen" und "Ängsten" in der Kirche reden, nur Spott und Hohn ausgießen und gar keine Ängste kennen (naja, seit März 2013 vielleicht vor dem Papst...), die sind hier auf einmal sehr emphatisch und hochsensibel, wenn es um die "Sorgen" und "Ängste" jener Deutschen geht, die jetzt sagen: "Wir sind das Volk"...

    Da paßt was nicht zusammen. Oder anders gesagt: es geht hier weniger um Christliches, sondern um schnöde Politik.

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  8. Man kann zu Pegida pro und contra unendlich viel sagen. Aber einen Punkt gibt es, da kann es keine zwei Meinungen geben, und das hat Kardinal Woelki jetzt mit Recht gesagt: Es ist unsäglich, wenn man zu Zehntausenden gegen Schwächere, die sich nicht wehren können, auf die Straße geht. Das widerspricht allem, wofür das "christiche Abendland" steht.

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