Montag, 8. Dezember 2014

War Papst Franziskus zu populistisch? -- Thyssen-Krupp-Chef weist Vorwürfe zurück

Sie erinnern sich: Papst Franziskus "attackierte" den deutschen Stahlkonzern Thyssen-Krupp im Herbst öffentlich we-
gen der Streichung von vielen Arbeitsplät-
zen im verlustreichen Werk in Terni/
Italien. Siehe Zeitungsartikel ---> HIER und meinen ausführlichen Artikel dazu ----> HIER !

Gestern hat sich Konzernchef Heinrich Hiesinger bei einem Gottesdienst in Duisburg dazu überraschend deutlich geäußert und die Vorwürfe des Papstes zurückgewiesen: Er stellte seine Sicht
der Dinge klar und betonte, dass man handele, "um Arbeitsplätze zu retten".
Er selbst orientiere sich am christlichen Menschenbild, aber das Unter-
nehmen müsse nun mal wettbewerbsfähig bleiben, damit nicht alle Arbeitsplätze in Gefahr sind. ---> HIER !
Wie ich früher schon schrieb: Die Kirche als Arbeitgeber und auch als Vermieter vieler Wohnungen hat sich übrigens auch nicht immer nur mit Ruhm bekleckert. Das Argument, man lebe nun mal in diesem Wirtschafts-
system und müsse auch rechnen, kam erstaunlich oft, wenn Kirchenver-
treter deswegen von Medien angegriffen wurden...

Kommentare:

  1. Papst Franziskus hat viele Stärken.
    Eine seine unübersehbaren Schwächen ist die, dass er zu oft ganz spontan
    eine nicht zu Ende ausformulierte Erklärung abgibt, die in ihrer Allgemeinheit
    nicht falsch, aber auch nicht richtig ist.

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    1. Abgesehen davon hat der Thyssen-Chef einfach nur Recht. Der Papst soll sich auf sein "Kerngeschäft" konzentrieren, die Lehre der Kirche kraftvoll zu verkünden und Seele zu retten. Für den Leib ist die Welt zuständig, und die versteht davon mehr als die Kirche, die keine (linke) Politik machen soll.

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  2. Ein ausgewiesener Wirtschaftsexperte ist der Papst ja gerade nicht.
    Das hat er wieder anschaulich bewiesen.
    Es ist leicht, mit dem Finger auf andere zu zeigen.
    Was macht der Vatikan eigentlich mit den "Hunderten von Millionen",
    die vor einigen Tagen entdeckt worden sind?
    Ich nehme an, daraus bezahlt man den Thyssen-Arbeitern in Terni
    und ihren Familien einen großzügigen Zuschuss...

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