Donnerstag, 19. Februar 2015

Presse-Milchmädchen: Erzbistum Köln "hortet" Milliarden und hat diese "auf der hohen Kante"

                        Predigt zum 1. Fastensonntag (22.2.): siehe weiter unten!
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Schier unermeßlicher Reichtum ist mal wieder ausgebrochen. Zumindest in Journalistenköp-
fen, wenn sie an die Kirche den-
ken. Konkret an das Erzbistum Köln. Laut "WDR" haben die Kölner "Drei Milliarden auf der hohen Kante" - das klingt, als schwimme man im Geld und könnte damit schalten und walten, wie es beliebt. - Auch schön die wenig schmeichelhafte Formulie-
rung beim Kölner "Express", der uns diese Schlagzeile schenkt: "Kölner Erzbistum hortet Milliarden-Vermögen".
Horten, das bedeutet laut DUDEN doch anhäufen, gierig sammeln, hams-
tern. Ein schwerer Fall also von kapitalistischem Egoismus, wie man das bei vielen Multimillionären so kennt? Nur nix abgeben, alles schön für sich behalten und wie der reiche Onkel Dagobert, die Walt-Disney-Figur, die im Geld förmlich schwimmt und an nichts anderes mehr denken kann.
Nicht ganz fair, wenn man das Erzbistum Köln indirekt in dessen geistige Nähe rückt, siehe ---> HIER und HIER !
Ja, das Erzbistum Köln ist eines der reichsten Bistümer der Welt. Nun
hat es erstmals umfassende Finanzbericht vorgelegt, siehe z.B. ---> HIER und HIER und HIER !
Aber, falls sich das noch nicht überall herumgesprochen hat: Die Kölner nehmen nicht nur Geld ein, sondern - man beachte - sie geben auch wel-
ches aus, und das auch in der Zukunft, die sie schon mitplanen. Es wäre nett, wenn man das in Redaktionsstuben berücksichtigen könnte.


Kommentare:

  1. Hm, da sind die Tradis jetzt mal wieder in der Zwickmühle - wie so oft, wenn's um den schöden Mammon geht. :-)
    Einerseits regen sie sich auf, wenn der gemeine Mann auf der Straße das übliche Lied von wegen "stinkreiche Kirche" anstimmt. Zugleich aber führen sie immer Papa Benedettos "Freiburger Rede" im Mund und fordern die "Entweltlichung" - wohl wissend, daß Benedikt damit auch eine materiell extrem abgespeckte, also "arme" Kirche gemeint hatte.
    Das sagen sie aber nicht, weil sie als Tebartz- und Burke-Fans ja Anhänger der "Prunk- und Protz-Kirche" sind, wo die Gewänder nicht edel und die Kirchen nicht groß, prächtig und teuer genug sein können. Also brauchts Kohle dazu. Aber das wiederum nicht durch die böseböse Kirchensteuer, die wollen unsere stringenten Tradis wiederum abschaffen, wegen der "Entweltlichung" und so.
    Wo dann aber der Bimbes für ihre Prunk- und Protz-Kirche herkommen soll, sagen sie uns wiederum nicht. Wahrscheinlich haben sie schwerreiche Adelige in der Hinterhand, so wie in Frankreich, wo blaublürige Kreise die Piusbrüder am (komfortablen) Leben halten.

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    1. Und die vielen Bürokraten und Kirche von ganz unten verlangen
      ebenso Geld wie das letzte in Europa verbliebene Zentralkomitee.
      Von den Kosten der Katholikentage und dem aufwendigen Apparat
      der Bischofskonferenz ganz zu schweigen.

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    2. Also wollen Sie - in schönster Eintracht mit den Linken und Laizisten aller Länder - die Kirchensteuer abschaffen?

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  2. Werter Myonarius, darf ich Sie daran erinnern, dass der Terminus "Zentralkomitee" für den Laienkatholizismus von Mitte des 19. Jahrhunderts stammt, als es weder Sozialismus noch Kommunismus gab? Dieser hat den Begriff also vom Katholizismus übernommen.

    Man erinnert uns doch gerne daran, daß vor "dem Konzil" noch alles gut und intakt und gläubig und katholisch war. Also kann das Wort "Zentralkomitee" als aus dem so katholischen 19. Jahrhundert stammendes kaum unkatholisch sein.

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  3. Ordinariatsgeschädigter19. Februar 2015 um 16:15

    Um die Diskussion etwas zu versachlichen:
    Die katholische Kirche Deutschlands ist eine der reichsten Teilkirchen der Welt.
    Das hierzulande praktizierte System hat Vor- und Nachteile wie andere Methoden
    der Kirchenfinanzierung auch.
    Man sollte schon zugeben, dass wir weit weg sind von einer wie immer konkret
    ausgestalteten "armen" Kirche. Ein spanischer Bischof verdient etwa nur 15 %
    von dem Gehalt seines deutschen Kollegen.
    Andererseits gibt es auch erhebliche Ausgaben, man schaue z.B.
    hier:
    http://www.dbk.de/themen/kirchenfinanzierung/

    http://www.focus.de/finanzen/news/vatikan/einnahmen_aid_13407.html

    Im Klartext: Selbst der Vatikan nimmt teil am Geldsegen der katholischen
    Kirche Deutschlands.

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  4. Eine Bilanz ist eine Bilanz ist eine Bilanz ;-)))
    Es ist ähnlich wie mit Statistiken und Umfragen. Es hängt immer von den Ausgangsfragen bzw. in der Bilanz von diversen LEGALEN Bewertungsmöglichkeiten ab.

    Eine Bilanz alleine sagt erstmal nicht unbedingt viel aus. Intressant ist eine Bilanz erst im Vergleich zu anderen Bilanzen der Vorjahre und der Nachfolgejahre. Zudem kommt es immer auf die diversen Bewertungsmöglichkeiten (Immobilien, Wertpapiere, Aktien usw.) an.

    Inwieweit wurde z. B. Das Vorsichtsprinzip gemäß GoB angewendet (vereinfacht ausgedrückt: Bei allem was längerfristig angelegt ist - egal ob z. B. langfristige Wertpapiere oder Immobilien - darf "pessimistisch geschätzt" werden).

    Wurde die Bilanz tatsächlich nach HGB vorgelegt oder hat die Kirche eigene Bilanzrichtlinien erlassen und angewendet?

    Trotz all dieser LEGALEN "Gestaltungsmöglichkeiten" einer Bilanz bleibt für mich der extrem hohe Anteil an "flüssigem Vermögen" erstaunlich. Damit meine ich all jenes, was sich - unter Umständen mit etwas Verlust - sehr schnell zu Bargeld machen lässt. Das finde ich wirklich extrem außergewöhnlich.

    Aber, wie anfangs geschrieben: Erst im Vergleich mehrerer Jahre lässt sich eine Entwicklung ablesen. Die fehlt hier definitiv.

    Wer sich etwas mehr dafür interessiert kann hier erste - gut verständliche - Infos finden:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Bilanz

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