Montag, 9. März 2015

Allmählich langweilt das: Auch dieses Jahr wieder beim ZdK: "Tag der Diakonin"...

Gähn! - Alle Jahre wieder lädt das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken zusammen mit Frauenverbänden zum
"Tag der Diakonin"
am 29. April ein.
"Du hast mich gerufen" lautet diesmal das Motto der bundesweiten Aktion, bei dem es laut ZdK um den "sakramentalen Diakonat", zu dem die Frauen Zugang haben sollen.
"Wir sind in der Kirche um Lichtjahre zurück", erfahren wir etwa zeitgleich mit dieser Ankündigung, und zwar in einem Interview des Kölner Domradios mit der Vizepräsidentin des ZdK, der Bundestagsabgeordneten Claudia Maria Lücking-Michel. Sie plädiert da
für eine feste Frauenquote in der Kirche (ob dann mindestens 30 % aller Ministranten Mädchen sein müssen?), um den "Druck" zu erhöhen, auf wen konkret auch immer... ---> KLICKEN !
So trifft man sich auch dieses Jahr wieder und soll schon bei der Anmel-
dung angeben, ob man beim ZdK oder einem der Frauenverbände Mit-
glied ist. Naja, man ist ja eh so ziemlich unter sich...  ---> KLICKEN !
Wir erinnern uns an die Vorstöße in den vergangenen Jahren, bei denen auch Erzbischof Zollitsch als damaliger Vorsitzender der Deutschen Bi-
schofskonferenz den Frauen eine elegante Brücke zum Diakonat bauen wollte, indem er die Idee eines Spezialdiakonats für Frauen entwickelte. Dieser Zahn wurde ihm aber sehr schnell gezogen; die Abfuhr vom "Netzwerk Diakonat der Frau" kam postwendend. Das halte man "nicht
für zukunftsfähig"
, wurde er belehrt.
Man will alles oder gar nichts, ein Diakonat zweiter Klasse soll es nicht geben. Und damit keine Zweifel über das wirkliche Endziel der Diskussion um den Diakonat der Frau aufkommen, fügte die Frauengemeinschaft KDFB in einem Artikel hinzu: "Frauen sind längst Diakoninnen - Wann kommt die Weihe?" (pdf) ---> KLICKEN !
Wird man jetzt am 29. April wieder so tun wollen, es gehe es letztlich gar nicht um das Priesteramt für die Frau...?


Kommentare:

  1. Naja, ich vermute mal, in Wirklichkeit hält sich die Begeisterung
    des ZdK für diesen Dauerlutscher auch in Grenzen.
    Aber weil man den Damen nicht auf die Füße treten will,
    macht man halt wieder mal diese Alibi-Veranstaltung.
    Kommt eh' nix bei rum.

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  2. Letztendlich ist es ganz einfach: JPII hat die Fraueneordination ohne schlüssigen biblischen Befund durchgedrückt, gegen die Expertise der vatikanischen Bibelforscher, die ihm beteuerten, dieses Verbot könne nicht mit dem NT begründet werden. Für diesen drastischen handwerklichen Fehler wird die Kirche nun dauerhaft mit diesem Thema konfrontiert. Die Frauen haben alle Argumente in der Hand, es gibt keinen rationalen Grund, ihnen die Weihe zu verwehren. Da kann man jetzt genervt jammern ohne Ende, es wird sich auch in hundert Jahren nichts ändern, es sei denn die Weihe kommt.

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    1. Leser Peter macht es sich zu einfach.
      Kleiner Lesetipp für ihn:

      http://www.theologie-heute.de/Frauenpriestertum.pdf

      http://www.k-l-j.de/download/pdf/katechesen/013_tradition_frauenpriestertum.pdf

      http://www.kathnews.de/frauen-sind-definitiv-und-unwiderruflich-vom-weihepriestertum-ausgeschlossen

      Mit den besten Wünschen für's Nachdenken!

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    2. Natürlich gibt es absolut schlüssige biblische und erst Recht traditionsbedingte Argumente für die ontologische Unmöglichkeit der Frauenordination. Der Priester ist der "alter Christus". Er vertritt, repräsentiert und stellt Christus dar gegenüber dem Volk. Und da es Gott in seiner unergründlichen Weisheit nun mal gefallen hat, als Mann Mensch zu werden, kann er auch nur von Männern dargestellt werden.

      Einfacher und plausibler geht's eigentlich gar nicht.

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    3. Leider falsch, nicht Christus, sondern die Apostel sind das Argument der Kirche. Weil diese alle Männer waren, wurde den Frauen die Weihe untersagt. Problem dabei ist allerdings die Erkenntnis, dass die 12 die 12 Stämme repräsentieren, deshalb zwölf Männer sein mussten, und es zudem Apostel außerhalb dieses Kreises gab.

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    4. Leider falsch. Nicht die Apostel, sondern Christus selbst ist das entscheidende Argument. Leser "Siri" hat das oben völlig zutreffend dargelegt. Wäre Gott als Frau zur Welt gekommen, hätten wir nur Priesterinnen. Hat er nun mal aber nicht. Und hätte er auch nicht, weil er durch seinen Hl. Apostel Paulus ja ein für alle Mal die Hierarchie vom Mann als Haupt zur Frau als seiner Dienerin festgelegt hat.

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    5. Das mögen Sie persönlich so sehen, die Argumentation der Lirche hängt an den Aposteln.

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  3. Mal sehn, wann der fällige Facebook-Eintrag von Bischof Oster kommt, der JP II. vorwirft dass der mit seiner Dogmatisierung der Unmöglichkeit der "Frauenordination" schwer "polarisiert" hat. Es kann sich nur noch um Stunden handeln.

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  4. Ach, was könnte die Welt doch so schön sein,
    wenn man sich kirchliche Lehre selbst zurechtbasteln könnte!
    Ich werde das Gefühl nicht los,
    dass z.B. Leser Peter die von Leser "Studiosus" dankenswerterweise
    verlinktern Quellen ignoriert.
    Das ist allerdings insgesamt das Problem bei solchen Debatten.
    Was interessieren mich Argumente...

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  5. Nein, ich kenne die unzulängliche Argumentation. Hier die Gegenstimme, die nur schwer zu entkräften ist ;-)

    http://www.stimmen-der-zeit.de/zeitschrift/ausgabe/details?k_beitrag=3184310&query_start=1

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    1. Danke, Peter, für die einfache Lösung
      von Problemen. Das Lehramt und viele Argumente gegen
      das Frauenpriestertum sind "unzulänglich". Fertig,
      Peter hat gesprochen.
      Der Aufsatz in "Stimmen der Zeit" vertritt eine Minderheitsmeinung.

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    2. Sie sind also der Meinung, dass solche Fragen demokratisch entschieden werden müssen. Das sehe ich anders! Das Evangelium muss der Maßstab sein, daran sollte sich auch das Lehramt halten, dann gibts weniger Ärger ;-)

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  6. Wie wollen die denn die Ministrantinnenquote auf 30% runterdrücken?

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