Mittwoch, 22. April 2015

Auch das noch: Berliner Theologie-Professor will quasi Abschaffung des Alten Testamentes

      Predigt u. Linktipps zum 4. Sonntag der Osterzeit: Donnerstag ca. 10 Uhr online!
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Ein heftiger Theologenstreit
ist in der evangelischen Kirche ausgebrochen. Der Berliner Dogmatik-Professor Dr. Not-
ger Slenczka
sieht angeblich im Alten Testament nur so et-
was wie eine apokryphe Schrift, es sei nur das Dokument einer "Stammesreligion" . Wissenschaftler sehen da einen regelrechten Skandal, der den "Grundkonsens christlicher Theologie" verlasse. Die Ansichten des Profes-
sors seien "Verrat an der Bibel" und "inakzeptabel".
Ein Teil seiner Berliner Kollegen geht inzwischen gegen ihn mit einer Stel-
lungnahme auf die Barrikaden und sieht in seiner Idee auch eine antijüdi-
sche Haltung. Dagegen verwahrt sich Notger Slenczka; er sehe die Kolle-
genSchelte mit "fassungsloser Heiterkeit", lässt er diese und die Öffentlich-
keit wissen.
Mir scheint, hier liegt kein Sturm im Wasserglas vor, sondern dieser Disput wird noch weitere Wellen werfen...

Artikel in der "FAZ" ---> HIER !
Professor Dr. Slenczka verweist auf seine ausführlichen Texte ---> HIER !
Kritiker nehmen Stellung ---> HIER !
Verrat an der Bibel? - Das fragt "evangelisch.de" ---> HIER !
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Wie wär's denn mit der neuartigen Bibel, bei der sich Blätter besonders leicht herausreißen lassen?
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                        Den Direktlink zu diesem Video gibt's ---> HIER !

Kommentare:

  1. Der Erzketzer Markion mal wieder …

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  2. Ein riesen Dank an den Kreuzknappen für die Ermöglichung, sich mit dieser nur auf den ersten Blick abstrus erscheinende Debatte etwas vertraut zu machen. Ich habe inzwischen verschiedene der verlinkten Texte gelesen und muss sagen, das ist eine hoch spannende, auch für nicht ausgebildete Theologen relevante Diskussion.

    Professor Slenczka argumentiert enorm scharfsinnig, das muss einer erstmal widerlegen. Man versteht beinahe, dass sein renommierter kirchenhistorischer Kontrahent der geforderten Disskussion ausweicht...

    In einem hat Slenczka jedenfalls Recht. Seine These vom "minderen Rang des AT gegenüber dem NT" entspricht in der Tat dem "allgemeinen kirchlichen Bewußtsein". Dies gilt konfessionsübergreifend. Nur, dass das "allgemeine kirchliche Bewußtsein" offenbar zu bequem ist zu überlegen, was darauf für Konsequenzen folgen könnten. Slenczka hat den Mut, solche möglichen Konsequenzen zur Diskussion zu stellen.

    Mit (dem ihm absurderweise vorgeworfenen) "Antijudaismus" hat das alles so viel zu tun wie der Nordpol mit der Sahara.

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    1. Nun ja, vielleicht wäre es nicht ganz falsch,
      sich auch mal Gedanken darüber zu machen, warum die Gegenseite
      so empört reagiert. Es bestreitet ja kaum jemand, dass das AT so
      seine Probleme hat, aber auch in der katholischen Kirche wird doch
      nicht wirklich ernsthaft erwogen, es als apokryph zu bezeichnen.
      Insofern lese ich die Ideen des Professors mit fassungsloser Heiterkeit.

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    2. Dann muss man sich aber erst einmal mit seinen Argumenten (die hat er nämlich, nicht nur irgendwelche "Ideen") auseinandersetzen, ihn also lesen.

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  3. Man erkennt die Absicht die dahintersteckt: Abschaffung des AT hieße ja auch Abschaffung der Gebote. Übrig bliebe ein "weichgespülter" Jesus, dessen Wort man in alle Richtungen verbiegen und an den Zeitgeist anpassen kann. Na ja für die Evangelischen wäre es egal.

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    1. Ihr Posting zeigt, dass Sie weder etwas von Professor Slenczka wissen noch von "den Evangelischen". Sonst würden Sie nicht solche hanebüchenen Sprüche verbreiten. "Die Gebote" übrigens werden im Neuen Testament keineswegs abgeschafft, sondern verschärft.

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