Dienstag, 14. April 2015

Eucharistie ist doch kein Essen mit Freunden! -- Kardinal Sarah kritisiert Liturgieverflachung

Der afrikanische Kardinal Robert Sarah
ist seit November 2014 Präfekt der Gottes-
dienstkongregation. Bereits während der Synode im Oktober 2014 war er durch deut-
liche Worte gegen allzu eifrige Reformer auf-
gefallen. In den letzten Wochen hat er sich immer wieder in Interviews und auch in einem neuen Buch zu Wort gemeldet, das unter dem Titel "Gott oder Nichts" im Februar erschienen ist.
Darin betont er u.a., dass die Neuerungen
des Zweiten Vatikanischen Konzils nicht besagten, die Vergangenheit über Bord zu werfen. Die Eucharistie z.B. sei kein "Essen mit Freunden", sondern ein "heiliges Mysterium". Man dürfe auch nicht versuchen, die pastorale Praxis von der Lehre abzukoppeln.
Er schreibt Klartext, sicher auch gegen Kardinal Kasper: "Ich bekräftige feierlich, dass die afrikanische Kirche jeder Rebellion gegen die Lehre Christi und des Lehramtes entschlossen Widerstand leisten wird", siehe ---> HIER !
Vor wenigen Tagen erschien in "L'homme nouveau" ein Exklusiv-Interview mit Kardinal Sarah, in dem er sich auch Gedanken über die Priester, deren Ausbildung und deren Glaubensleben macht. Es gebe
zu wenig wirkliche Arbeiter im Weinberg des Herrn, die das Volk Gottes
im Glauben nähren würden. Auch in der Liturgie sieht der Präfekt der Gottesdienstkongregation deutlich die Gefahr, daraus ein menschliches Spiel entsprechend "pastoralen Ideologien" zu machen.
Aktive Beteiligung des Kirchenvolkes an der Liturgie bedeute doch nicht, dass dort Lärm und Hektik herrschen müsse und Rollen wie im Theater gespielt würden. -- Ob seine Gedanken bei Bischofskollegen und bei der Synode im Oktober gehört werden? Ich würde es mir wünschen...

Interview (französisch) bei "L'homme nouveau" ---> HIER !