Donnerstag, 30. April 2015

Laut "kath.net" las ein Muslim das Evangelium in der Osternacht vor. Stimmt das so wirklich?

         Predigt/Linktipps zum 5. Sonntag der Osterzeit: auf dieser Seite weiter unten!
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Heute erfährt der Leser bei "kath.net" mit Bezug auf die allerdings nicht verlinkte "Neue Osnabrücker Zeitung", dass Pfarrer Dietmar Schöneich ausgerechnet einen Muslim in der Osternachtfeier in Wallenhorst im Bistum Osna-
brück das Evangelium vorlesen ließ.
Verpackt in ein Lob über den vorbildlichen Ein-
satz des Priesters für die Flüchtlinge aus Syrien wird dann aus der "NOZ" wörtlich zitiert:
„Ammar und seine Familie sind zwar Moslems, aber überaus offen gegenüber anderen Religio-
nen. ‚Jesus ist das Licht‘, sagt Ammar.
Schöneich schmunzelt. ‚Das höre ich natürlich gerne.‘ In der Osternacht habe Ammar in der Kirche das Evangelium auf Englisch vorgelesen, erzählt der Pfarrer. ‚Warum auch nicht?‘, sagt Schöneich.“
Das lässt man bei "kath.net" dann einfach so wirkungsvoll im Raum stehen. Provozierende Schlagzeile: "Muslim las in katholischer Osternachtfeier Evangelium vor"
Man hat vermutlich nicht falsch gedacht: Die Leser werden sich schon darüber empören, wenn die Vorschrift so eklatant missachtet wird,
wonach der Priester (bzw. der Diakon) das Evangelium vorlesen muss...
---> HIER !

Für meine Leser ergänzend dazu der komplette Text aus der "NOZ"
(beim Link ganz weit nach unten scrollen!)
---> HIER !
Studiert man dazu die Leserbriefe bei "kath.net", dann springen tat-
sächlich einige auf diesen Zug auf und finden das einfach skandalös, wie hier liturgische Vorschriften missachtet wurden. Es gibt allerdings auch gemäßigte Stimmen.
Na, dachte ich mir, einer Ahnung folgend, da wende ich mich doch am besten deswegen mal direkt an den betreffenden Priester. War das wirklich so, dass er das Evangelium nicht vorgelesen hat, sondern ein Muslim, wie man durch den "kath.net"-Artikel annehmen muss?
Pfarrer Schöneich ist erstaunt: Selbstverständlich hat er das Evan-
gelium vorgelesen, auf Deutsch, und wie es den Vorschriften entspricht.
Als nette Geste durfte Flüchtling Ammar danach den Text in der Sprache vorlesen, die die Flüchtlinge aus ihrer Heimat kennen, nämlich auf Ara-
bisch (nicht Englisch!). -- Das war's dann auch schon.
Man kann, wenn man will, allerdings auch einen Aufreger daraus machen...

Kommentare:

  1. Ach, kath.net...!
    Seufz!

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    1. Eigentlich ist kath.net nur noch peinlich.
      Sie haben fertig.

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  2. Darf ein Laie in der Liturgie eine Übersetzung vorlesen?

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  3. Sie haben ja schon verschiedentlich über kath.net
    recht informativ berichtet. Manches davon wusste ich gar nicht.
    Ich verstehe nicht, warum kath.net so sehr auf Sensationspresse
    macht und deutsche Priester und Bischöfe angreift.

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  4. "kath.net" hat Besserung gelobt, nachdem z.B. Bischof Oster
    deutliche Kritik geübt hatte.
    Das müssen die aber offensichtlich noch ein bisschen üben.

    http://kreuzknappe.blogspot.de/2015/03/irgendwie-doch-ziemlich-blod-dieser.html

    DANKE FÜR DIE BERICHTERSTATTUNG IN DIESEM BLOG !

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  5. Mit Ihrem ständigen albernen Rumhacken auf kathnet
    spielen Sie doch nur den antirömischen Linkskatholiken in die Hände.
    Hat der Kreuzknappe vergessen, dass er ein konservativer Blogger ist,
    oder gibt es da irgendwelche Einflüsterer?

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    1. Wenn man sich intensiv um ein Thema kümmert,
      ist das noch lange kein "Rumhacken".
      Ich leide weder an Vergesslichkeit noch unter irgend-
      welchen Einflüsterern.
      Sorry, aber aus Ihrer Unterstellung wird wohl nichts...

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    2. @Beobachter: Danke für Ihre klaren Worte! So ist es nämlich. Jede Kritik an kath.net, zumal wenn sie aus (eigentlich) romtreuer, rechter Richtung kommt, ist ein Elfmeter für die Linksgrünen, den diese nur begierig warten zu verwandeln.

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    3. @Siri: Aber man muss doch bei der Wahrheit bleiben!! Man kann doch nicht einfach ungeprüft eine Nachricht hinstellen und eine Scheindiskussion im Netz hervorrufen, die auf unwahren Tatsachen basiert. DAS ist ein Eigentor für kath.net! Ich habe kath.net gestern abend noch auf den Artikel vom Kreuzknappen verwiesen, der lobenswerterweise sich die Mühe gemacht hat, nachzufragen, aber mein Kommentar wurde nicht eingestellt. Konstruktive Kritik an kath.net muss erlaubt sein, die sind nicht sakrosankt. Leider schießen sie sich mit solchen Artikeln immer wieder ins eigene Bein und erweisen den berechtigten Anliegen der lehramtstreuen Katholiken leider einen gehörigen Bärendienst!

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    4. Diözesaner Bürohengst1. Mai 2015 um 09:36

      @Bettina:
      Wie bitte? - "kath.net" hat Ihren kritischen Leserbrief
      einfach unterschlagen?
      Na, na, was erzählen Sie denn da für Märchen - sowas kann ich
      mir bei "kath.net" wirklich nicht vorstellen.....! :-)

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  6. @"Caesarea" : kath.net hat einen Kommentar von '@Schott' mit einem Hinweis auf den Kreuzknappen veröffentlicht. @Bettina: Bitte nicht gleich so scharf schießen. Abends macht auch die kath.net Moderation irgendwann Schluss und geht nach Hause

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    1. kath.net-Leser: das tut mir leid, gerade sehe ich es auch, heute morgen war der Kommentar noch nicht raus.
      Ich schätze kath.net wirklich sehr und gerade darum tut es mir so leid, wenn sie mal nicht sauber arbeiten, weil das der Sache nur schadet.

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  7. @Caesarea sagt: Liebe @Bettina, da geht es mir wie Ihnen...

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  8. 'Caesarea' antwortet @Norbert: Ich empfinde Ihren Kommentar peinlich-lieblos und und Ihre Einschätzung von kath.net unzutreffend.

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  9. Helmut Schneider1. Mai 2015 um 11:05

    Vielleicht sollten wir uns doch an den Tatsachen orientieren:
    "kath.net" hat einfach was geschrieben, ohne beim betroffenen
    Pfarrer nachzufragen.
    Das ist mindestens schlechter Stil, wenn nicht gar böse Absicht.
    Da gibt es auch nichts rauszureden. Das gehört sich nicht,
    und für gute Katholiken schon gar nicht!

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  10. Ein Kirchenmann1. Mai 2015 um 11:59

    Jeder kann mal einen Fehler machen oder einfach eine
    Nachlässigkeit begehen, das ist doch gar keine Frage.
    Ich erinnere mich, dass dies auch dem Kreuzknappen schon
    passiert ist.
    Aber im Unterschied zu "kath.net" gibt er Fehler offen zu,
    und das gefällt mir hier in diesem Blog auch gut.

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    1. Zumal diese "Fehler" bei kath.net längst Methode sind. Also auch keine Fehler mehr.

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