Freitag, 10. April 2015

Synode 2015: Geht's abwärts mit Kardinal Kasper? - Kardinal Napier kritisiert ihn

Es rumort mal wieder gegen Kardinal Kasper, einen der Vertrauten von Papst Franziskus. Im Vorfeld und während der außerordentlichen Synode 2014 war er be-
reits Grund bzw. Verursacher von einigen Verbalgefechten. Schon sein langer Vor-
trag beim Konsistorium im Februar 2014 provozierte überraschend heftigen Wider-
spruch; man lese ---> HIER !
So manche der zahlreichen Äußerungen
von Kasper hatte fast zwangsläufig harsche Reaktionen der Gegenseite zur Folge, so et-
wa seine großzügige Bemerkung (im Zu-
sammenhang mit seinem Vorschlag einer "angemessenen Bußzeit", nach deren Ablauf wiederverheiratete Geschie-
dene zum Kommunionempfang zugelassen werden könnten), das Evange-
lium sei doch "keine Rechtsvorschrift"; man schaue ---> HIER !
In einem halben Jahr wird es ernst. Was am Ende der Beratungen im Oktober abgestimmt und als Schlussdokument formuliert werden wird, wird mit Spannung und teilweise auch mit Sorge erwartet. Die Mobil-
machung der Truppen ist schon längst im Gange, in der Öffentlichkeit
und hinter den Kulissen... ---> HIER !
Die Schar der Korrespondenten und "Vaticanisti" beobachtet und deutet schon kräftig, und so ist es z.B. Sandro Magister nicht entgangen, dass Kardinal Caffarra zuungunsten von Kardinal Kasper beim Papst im Kurs gestiegen ist.

Nun ist in den vergangenen Tagen auch die Afrika-Front wieder aufge-
brochen. Die afrikanischen Synodenkollegen haben nicht vergessen,
wie merkwürdig Kasper in einem Interview, das keines gewesen sein soll, über Afrika geurteilt hatte. Zur Erinnerung lese man ---> HIER !

Einer der führenden Vertreter der afrikanischen Bischöfe, Kardinal Wilfried Fox Napier, hat sich soeben nicht gerade übermäßig wohl-
wollend geäußert. Auf "Twitter" und zwei weiteren Veröffentlichungen macht er aus seiner Kritik an Kasper keinen Hehl. Kasper sei nicht "der Theologe des Papstes", lässt er uns an seinem Ärger teilhaben, und Papst Franziskus brauche keinen theologischen Einflüsterer. Kasper sei im Übri-
gen "nicht sehr respektvoll" mit den Afrikanern umgegangen, bemüht er die leidvolle Erinnerung. Man lese (in englischer Sprache) ---> HIER
und HIER !

Man kann vielleicht auch daraus jetzt schon schließen: Die Synode wird nicht spannend. Sie wird wahrscheinlich super-spannend.  

Kommentare:

  1. Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben,
    und die Synode wird erst in den letzten Beratungstagen entschieden.
    Das Rennen ist offen, und für die Kirche wird der Oktober 2015
    zum Schicksalsmonat.
    Mir wäre es am liebsten, man würde Kardinal Kasper von den Beratungen
    ausschließen und ihn erst nach einer angemessenen Bußzeit zur
    Schlußsitzung einladen.

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    1. Sie meinen, weil er sich gegen himmelschreiende Menschenverhetzung so entschieden wie kaum ein anderer eingesetzt hat?

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  2. Mag sein, dass Kasper derzeit etwas schwächelt,
    aber bis zur Zielgeraden ist noch viel Zeit.
    Ich kann mich dem Leser Studiosus da nur anschließen.
    Auf die afrikanischen Bischöfe setze ich große Hoffnungen.

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    1. Setzen Sie große Hoffnungen auf die afrikanischen Bischöfe, weil diese potentielle Mordhetzer sind?

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    2. Ich habe noch kenen afrikanischen Bischof als "Mordhetzer" gehört.
      Wohl aber habe ich in punkto Homo-Perversion eine klare biblische Sprache von afrikanischen Bischöfen gehört, die unser Herr auch benutzt hat.

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  3. Sorry, aber das "Schicksal der Kirche" entscheidet sich wahrlich nicht an irgendwelchen notorischen Schlafzimmer- und Unterleibsthemen, die beide Flügel, Linke wie Rechte mit nicht enden wollender obsessiver Lust durchhecheln.
    Sondern es entscheidet sich ganz anderswo, wofür beide Flügel leider herzlich wenig Engagement mitbringen.

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    1. Semper Catholicus11. April 2015 um 00:20

      Aha, woran entschiedet sich das Schicksal der Kirche denn dann? Das verraten Sie uns leider nicht.
      Natürlich entscheidet sich das Schicksal der Kirche an der Einhaltung oder Nichteinhatung des 6. Gebots. Woran sonst??

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