Dienstag, 28. April 2015

Synoden-Strategien? -- Papst Franziskus empfängt viele afrikanische Bischöfe und Kardinal Kasper wird etwas leiser...

Das fällt schon auf, und es muss nicht unbedingt ein "Zufall" sein:
In den letzten Wochen gab es eine ganze Reihe von Treffen verschie-
dener afrikanischer Bischofs-
konferenzen mit Papst Franziskus. Ob es ihm darum geht, diese mit solchen Sympathie-Gesten mehr
an seine Reform-Linie zu binden, wenn demnächst die Synode ansteht?
Drei Video-Beispiele solcher
Treffen gibt's
---> HIER und
HIER und hier:

>
                            Den Direktlink zu diesem Video gibt's ---> HIER !

.
Bekanntlich gab es im vergangenen Jahr einige Auseinandersetzungen, insbesondere auch mit Kardinal Kasper. Erst kürzlich musste dieser mal wieder von einem afrikanischen Kollegen öffentliche Kritik einstecken, siehe ---> HIER !
Wir erinnern uns an sein Afrika-Nicht-Interview, das nicht bei jedem gut angekommen ist, siehe ---> HIER und HIER !
Ist es ein Zeichen eines Strategie-Wechsels (verbale Umarmung statt Kon-
frontation), dass auch Kardinal Kasper jetzt leisere, fast selbstkritische Töne anschlägt?
In einem (italienischen) Interview mit der vatikan-nahen Nachrichtenseite "Aleteia" schlug der Kardinal gemäßigte Töne an, um nicht zu sagen: er buk erkennbar kleinere Brötchen. So erfährt der Leser, dass Kasper jetzt einräumt, dass seine Ansichten nicht von allen geteilt würden. Niemand wisse, wie die Synode im Oktober ausgehen werde, aber er hoffe doch,
dass "wir einen Konsens finden".
Liest man das Interview, kann man den ja nicht falschen Eindruck gewin-
nen, er wolle betonen, dass die Synode ja sowieso lediglich Grundsätzliches beschließen könne und dass es dann Sache der örtlichen Bischofskonferen-
zen sein werde, mit Rücksicht auf die spezielle kulturelle Situation Einzel-
vorschriften zu erlassen.

Mit anderen Worten könnte sein neues Signal sein: Wir können getrost
bei der Synode den Kompromiss ansteuern, denn in der Praxis werden die Bischöfe vor Ort danach das Sagen haben, was pastoral geschieht und was nicht... ---> HIER !
Soll damit die Bedeutung der Synode etwas relativiert werden, und wenn ja, warum?

Kommentare:

  1. ??? Ich habe in Erinnerung, dass der Papst nach der Synode entscheidet, was anschließend geschieht???

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    1. Ordinariatsgeschädigter28. April 2015 um 09:58

      Er hat m.W. schon erklärt, dass er die praktische Entscheidung dezentraler haben will. Bereits bei der außerordentlichen Synode 2014 war die Rede von den kulturellen Besonderheiten, die es zu berücksichtigen gelte.

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  2. Kardinal Kasper war immer leise, kompetent und sachlich, Franziskus sprach von einer Theologie auf Knien. Nur seine Gegner haben ununterbrochen geschrien und ihn versucht in Misskredit zu bringen.

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    1. Wo haben Sie denn 2014 gelebt?
      Kadinal Kasper hat doch in Dutzenden von Interviews
      jedem mitgeteilt, was er z.B. über den Kommunionempfang
      von Wiederverheirateten denkt.
      Seine Attacken gegen afrikanische Kollegen sind ja hier verlinkt.

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    2. Nur gab es keine Attacken, lediglich böswillige Unterstellungen. Scheinbar haben sie das originale "Interview" nie gehört. Das können Sie 2015 ja nachholen ;-)

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    3. O Klausi,
      allein bei google gibt's bei den Suchergebnissen Tausende
      von Hinweisen auf Hunderte von Interviews, die Kardinal Kasper
      gegeben hat...!

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    4. Ich glaube Kaspers Worten und nicht Tradihetze ;-) Und google trau ich schon gar nicht über den Weg!

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  3. https://jungefreiheit.de/kolumne/2015/deutsche-bischofskonferenz-dokument-eines-kolossalen-scheiterns/

    Diesen Kommentar von Mathias von Gersdorff
    "Deutsche Bischofskonferenz: Dokument eines kolossalen Scheiterns"
    sollte man lesen.

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  4. Kardinal Kaspers Worte:
    http://edwardpentin.co.uk/statement-on-cardinal-kasper-interview/

    Mit besonderer Empfehlung an Klausi.

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