Dienstag, 21. April 2015

Vatikan-Umfrage in Deutschland: Die meisten Katholiken (0,02 %) für andere Lebensformen...

Na klar, hier habe ich mit der Überschrift mal wieder den Ironie-Modus eingeschaltet. Aber es irritiert mich halt
ein wenig, wenn sich bei der kürzlich beendeten zweiten Vatikan-Umfrage trotz aller werbenden Aufrufe die Quote der Rückläufer im statistischen Promille-Bereich bewegt.
Da gehört schon Mut dazu, wenn die deutschen Bischöfe laut "katholisch.de" nun verkünden, "die meisten Gläubigen" würden "mehr Verständnis für andere Lebensformen" als die katholische Ehe erwarten.
Man kann sich übrigens auch selbst seinen Reim darauf machen, wie "katholisch.de" im Vergleich zum Kölner "domradio" im diesbezüg-
lichen Artikel die Akzente setzt. Man schaue ---> HIER und HIER !
Manche Kritik an der Umfrage (etwa die Unverständlichkeit von Formu-
lierungen) trifft ja leider zu, aber ist es denn wirklich der Weisheit letzter Schluss, wenn man die Anpassung der katholischen Lehre an die soge-
nannte Realität fordert?
Als Lehrer mit etwa 30 Dienstjahren und einigen tausend erlebten Schülern und Eltern habe ich so manche Realitäten kennengelernt, und auch in den Lehrplänen und diversen Fortbildungen kamen und gingen Realitäten. Wenn ich da nur an die Mengenlehre denke, das non-plus-ultra für einige Jahre, bevor man sie dann klammheimlich wieder absetzte und die Schulbücher einstampfte...
Ja, lasst uns alles an die Realitäten anpassen. Das erleichtert dann auch
das Bloggen ungemein. Die Realität ist doch, dass immer mehr Schüler die Rechtschreibung nicht mehr beherrschen, und das trotz des Riesenauf-
wandes der sogenannten Rechtschreibreform. Da habe ich früher schon
im Internet einen Stufenplan gefunden, wie wir die Rechtschreibung schrittweise noch mehr an die Realität anpassen sollten. Da hat die Kirche dann auch direkt ein anschauliches Beispiel für (allzu großen) Reform-
eifer... ---> VIEL SPASS BEIM KLICKEN !

Kommentare:

  1. Was haben Sie denn aus Deutschland anderes erwartet,
    Herr Kreuzknappe?
    Man liest doch seit Woche, dass man in Rom dementsprechend
    seinen Einfluss geltend machen will. Wir sind doch schließlich keine
    Filiale von Rom, wie Kardinal so ungewohnt deutlich formulierte...!

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  2. Die Ihnen unbekannte Quelle dieser "Rechtschreibreform" stammt von einem Brasilianer namens Ze do Rock
    http://de.wikipedia.org/wiki/Z%C3%A9_do_Rock

    In seinem Buch: "Vom Winde ferfeelt" wird diese eindrucksvolle Anpassung der Rechtschreibung an die Realität schrittweise erläutert.

    Leider ist dieses erheiternde Büchlein nur noch als E-Book erhältlich, aber das Wühlen in Antiquariaten lohnt sich in dem Fall.
    http://www.amazon.de/Fom-Winde-ferfeelt-Vom-verfehlt/dp/3492224555

    Oder man schnuppert erstmal auf der Homepage des besagten Autors:
    http://www.zedorock.net/indexd.html

    Viel Vergnügen!

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  3. Der Kampf um die Synode ist also schon in vollem Gange!
    Mit Behauptungen, alle wollten doch schließlich eine Veränderung
    der Lehre, wird Stimmung gemacht.
    Es könnte sich freilich als Problem herausstellen, dass die
    Bibel nicht so ohne weiteres umzuschreiben ist, und auch viele
    Synodenteilnehmer werden da nicht mitspielen !!!

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  4. Wenn im politischen Bereich ein Bürgerbegehren angestrebt wird, dann müssen – je nach Kommune oder Landkreis – zwischen 5% und 15% der Bürger unterschreiben.
    Und bei der Synode?
    Da gibt es im Erzbistum Paderborn 60 Rückmeldungen aus Gremien und Gruppen – bei 1.5 Mio Katholiken.
    Und hinterher heißt es dann „DIE Katholiken im Erzbistum meinen…“
    Lächerlich!

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  5. Nur so am Rande, von wegen Realität in der Schule:

    http://www.mathematik.uni-mainz.de/Members/mattheis/sonstiges/rechenaufgabe-im-wandel-der-zeit

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