Donnerstag, 23. April 2015

War französischer Botschafter-Kandidat Laurent Stefanini am Samstag beim Papst?

Wenn sowas durchsickert, heißt es meistens, das stamme von gut unterrichteten Kreisen. Ob dem hier auch so ist? - Der Vatikan hat die Meldung bislang weder bestätigt noch dementiert:
Die französische Zeitung "Le Canard Enchaine" will erfahren haben, dass der homosexuelle Kandidat, der seit Wochen vergeblich auf seine Ernennung als Bot-
schafter beim Heiligen Stuhl wartet, am Samstag ganz diskret zu einer kurzen Privataudienz beim Papst war. Auch die Nachrichtenagentur AFP will von dem "Geheimtreffen" erfahren haben.

Wie der österreichische Sender "ORF" in einem Artikel schreibt, habe Papst Franziskus dem Besucher klargemacht, dass aus dessen neuem Job nichts wird. Der Papst habe ihm zu verstehen gegeben, dass er insbeson-
dere über die Einführung der Homosexuellen-Ehe in Frankreich verärgert sei. ---> KLICKEN !

Papst Franziskus hat demnach nichts gegen die Person Stefaninis, sondern ist sauer über die Vorgehensweise der Franzosen. Sie hatten die strittige Botschafter-Ernennung mehrfach öffentlich an die große Glocke gehängt, wahrscheinlich mit dem Ziel, entsprechenden Druck aufzubauen.
Das kam aber im Vatikan nicht gerade gut an; und nun ist der Karren so richtig festgefahren, weil die französische Regierung inzwischen immer
mal wieder betont hat, sie halte auf jeden Fall an Stefanini fest.

Ob nun vom Papst ein Exempel statuiert wird, um ein für alle Mal klarzu-
stellen, dass man sich nicht "erpressen" lässt?

Kommentare:

  1. Helmut Schneider23. April 2015 um 09:22

    Da haben sich die franzöischen Machthaber eben mal
    selbst in den Finger geschnitten.
    Sie hatten gedacht, sie könnten Papst Franziskus einschüchtern.
    Doch der hat schon bei anderen Fragen wie z.B. dem Völkermord an
    den Armeniern gezeigt, dass er keine Angst hat.
    Den Papst kann man wegen seiner Klarheit nur loben!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Semper Catholicus23. April 2015 um 10:06

      Dass sich der Papst mit diesem Homo persönlich trift statt das durch die zuständigen diplomatischen Chargen regeln zu lassen (was völlig ausgereicht hätte) ist wieder einmal ein Ärgernis und eine Verwirrung für die treuen Gläubigen. Aber bei dem "Who am I to judge"-Franz keine Überraschung.

      Löschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
Zuschriften, die nach 19.45 Uhr eintreffen, können zumeist erst am
nächsten Morgen online sein!
=================================================================================