Freitag, 17. April 2015

Wir haben laut Vatikan eine Priesterschwemme in Deutschland - rein statistisch gesehen...

Priestermangel in Europa? - Das kommt ganz darauf an,
wie man das Problem rein statistisch angeht. Jedenfalls geht aus der gestern vom Vatikan vorgelegten Kirchen-
statistik (bezogen auf das Jahr 2013!) hervor, dass es bei uns in Europa derzeit 44 Prozent aller römisch-katholischen Priester gibt, aber nur 23 % der Katholiken dieser Erde. Daraus ergibt sich, dass die "Versorgung" mit Priestern auf die Gläubigen bezogen und im Vergleich mit den anderen Kontinenten geradezu üppig ist.
Die Zahl der Diakone steigt übrigens rasant an, wobei von den 43.000 Ständigen Diakonen fast 98 % in Europa oder Amerika leben. Der Rück-
gang von Seminaristen ist übrigens in Südamerika noch drastischer als
bei uns. Man staunt...!

Kurzer Artikel von "Radio Vatikan" ---> KLICKEN !
Kompletter Text (italienisch) ---> KLICKEN !

Kommentare:

  1. Da ist was dran.
    Mein alter Nachbar trauert noch den alten Zeiten nach,
    auch in der Kirche.
    Er sagt immer: Die Arbeit, die früher ein Pfarrer für 1500 Mark
    gemacht hat, erledigen heute vier Seelsorger für 14000 Euro...

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  2. Wer jemals in Bolivien, Chile usw. als Seelsorger
    unterwegs war, der weiß, was Strapazen und weite Wege sind.
    Dagegen ist es hierzulande doch recht kuschelig.
    Aber die Menschen dort sind viel, viel dankbarer als hier.

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  3. In Paderborn sehen die Zahlen so aus (vorgestellt im Januar 2015):
    »Gesamtzahl der Priester: 995 (Vorjahr: 1.015)
    davon im Ruhestand: 381
    Priester im aktiven Dienst: 614 (Vorjahr: 637),
    davon 462 in der Pfarrseelsorge«

    Das bedeutet, daß von den Priester im aktiven Dienst nur 3/4 tatsächlich vor Ort in der Pfarrseelsorge sind.
    Solange sich diese Verhältnisse nicht ändern, haben wir offenkundig keinen Priestermangel.

    Demnächst wird das Erzbistum 87 oder 88 sog. pastorale Räume haben. Pro Raum sind mind. 2 Priester vorgesehen. Das heißt, daß das Erzbistum Paderborn laut Planungen mit 174 bzw. 176 Priester aus kommt. — Unter der Voraussetzung gibt es derzeit sogar eine regelrechten Priesterüberschuss

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    1. Es ist typisch protestantisches Denken, zu meinen, die Hauptaufgabe eines Priesters sei die Pfarr- bzw. Gemeindeseelsorge. "Die Gemeinde" oder "Pfarrei" ist ein protestantisches Konstrukt. Katholischerseits ist das keine geistliche, sondern eine rein soziologische Größe. Der Priester ist im Dienst der Kirche, nicht einer "Gemeinde". Es gibt vielfache mindestens ebenso wichtige Aufgabenfelder, wohin Priester gesandt werden müssen.

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    2. Wenn ich mir so angucke, wie viele Priester man immer mal wieder in Messen in der Bank sitzen und dann auch zu Kommunion gehen sieht, weil sie offenkundig selbst keine Messe zelebriert haben, dann frage ich mich schon, was sie denn in ihren »ebenso wichtigen Aufgabenfeldern« so machen.

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