Dienstag, 26. Mai 2015

Absurdes Theater um Bischof Oster? - Angeblich "grummelt es gewaltig" im Bistum Passau

Als "Kampagnenjourna-
lismus"
bezeichnet man gemeinhin eine Art der Dar-
stellung in öffentlichen Medien, die Sachverhalte einseitig oder sogar verdreht darstellt.
Solch ein Vorwurf wird öfter geäußert, neulich z.B. gegen Günther Jauch mit der Story über den "Stinkefinger" des griechischen Finanzministers ---> HIER !  --  In größerem Ausmaß gilt
das z.B. für so manchen Artikel über den ehemaligen Limburger Bischof, bei dem dessen Alleinschuld am Bau-Debakel herbeigeschrieben wurde. 
Bei Artikeln über den Papst ("ein erzieherischer Klaps schadet nicht") kennt man das auch mittlerweile.
Eher überraschend ist das, wenn dann plötzlich Bischöfe ins Visier ge-
raten, denen die Medien bislang auffallend wohlwollend gesonnen waren. So passierte es dem Passauer Bischof Stefan Oster vor einigen Tagen, dass behauptet wurde, in seinem Bistum rumore es gegen ihn und er warne so-
gar vor "Spaltungstendenzen" ---> HIER !
Nun wurde von bestimmter Seite noch einmal nachgelegt. Das klingt
schon fast nach einem Erdbeben: "Im Bistum Passau grummelt es gewaltig", erfährt man z.B. aktuell in einem Artikel der "Mittelbaye-
rischen"
---> HIER !
Wer hätte gedacht, dass es so schlimm um Bischof Oster steht?
Sägt man schon an seinem Stuhl?
Gibt es gar eine offene Revolte gegen den konservativen Oberhirten?

Bischof Oster ist über diesen Schreibstil eher nicht begeistert. Und so kann man auch zeitnah auf "Facebook" nachlesen, was er von dieser Art Jour-
nalismus hält. Wie das in solchen Fällen so ist, steckt er da in einer Zwick-
mühle
: Nimmt er nicht dazu Stellung, kann das als Eingeständnis ausge-
legt werden: Ja, so ist es leider.

Schreibt er aber etwas gegen solch einen Artikel, wird er beim betreffen-
den Journalisten möglicherweise weitere Reaktionen auslösen, die von übermäßigem Wohlwollen ein großes Stück weit entfernt sind...

Interessant sind übrigens bei seiner "Facebook"-Stellungnahme auch die vielen Leserkommentare. Man schaue ---> HIER !

Kommentare:

  1. Dieser Bischof war doch immer so ausgesprochen medien-
    interessiert, um kein anderes, unschönes Wort dafür zu
    benutzen.
    Wie heißt es doch so schön: Wer mit den Medien spielt,
    kommt darin um. Oder so ähnlich...

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  2. Kein Osterfreund26. Mai 2015 um 10:19

    Bischof Oster lässt die Medien selbst an seinem Badezimmer teilhaben.
    Als ehemaliger Journalist weiß er selbst, wie problematisch es ist,
    ständig neue Schlagzeilen liefern zu können.
    Irgendwann dreht sich dann das Blatt. Beim ehemaligen Bundespräsidenten
    Wulff war es auch so. Erst Liebling von BILD, und dann zog man in den
    Medien nur noch über ihn her.
    Bischof Oster hat es mit seiner Präsenz in den Medien auch arg übertrieben.
    Jetzt kriegt er den fälligen Dämpfer.
    Vielleicht war das mal nötig.

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  3. Gemeckert wird immer, auch in Leserkommentaren.
    Ich finde, es ist gut, dass Bischof Oster öffentlich Flagge zeigt und
    zu vielen Themen Stellung nimmt und auch einen Blick in sein
    Privatleben zulässt.
    Die meisten Bischöfe schweigen lieber oder sagen nur was, wenn
    es nicht mehr anders geht. So gewinnt man auch kein Vertrauen
    in die Kirche!

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  4. Ach, jetzt leiden alle katholischen Blogger mit!
    Ihr Lieblingsbischof bekommt ausnahmsweise mal
    ein klein wenig Ärger. Wie schrecklich...!

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  5. Ach, der Herr Bloginator!
    Einfach mal lesen, was Bischof Oster selbst schreibt:
    "Meine Frage: Geht es hier womöglich primär darum, Stimmung zu erzeugen und/oder eine gute Schlagzeile zu haben? Und weniger um Fakten? Derselbe Tenor war vom selben Autor bereits am Wochenende in der Passauer Neuen Presse auf der ersten Seite zu lesen..."
    Mit anderen Worten: Hier versucht ein einzelner Journalist
    aus welchen Gründen auch immer einen Sturm im Wasserglas
    herbeizuschreiben.
    Mit Lieblingsbischof oder nicht Lieblingsbischof hat das
    gar nichts zu tun. Höchstens mit journalistischen Standards...

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  6. Wie sagt "Bild"-Chef Kai Dieckmann so schön: "Wer mit Bild im Fahrstuhl nach oben fährt, fährt irgendwann auch wieder mit Bild nach unten!" Ein großes, wahres Wort. Gilt nicht nur für "Bild", sondern für alle Blätter, mit denen Promis meinen sich gemein machen zu müssen, um populär zu werden.
    Der Herr Bischof hat sich entschieden zu sehr medial exponiert. Da darf er und seine Buddies jetzt auch nicht rumjammern.

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