Samstag, 23. Mai 2015

Großes Polit-Theater wegen Kirche in Venedig, die auf der Biennale zur Moschee wurde...

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Meine Leser erinnern sich: Vor kurzem wies ich in einem Artikel schon auf die verwirren-
den Geschehnisse rund um eine Kirche in Venedig hin. Im Rahmen eines spektakulären Kunstprojektes auf der "Biennale" wurde die Kirche
"Santa Maria della Misericordia" in eine Moschee verwandelt.
Ein großer Aufreger kurz vor den in Venedig anstehenden Bürgermeister- und Stadtrats-
wahlen; die erstarkte Rechtspartei griff das viele Stimmen bringende The-
ma gierig auf... ---> HIER !
Das Hickhack ist beinahe kurios zu nennen, mit dem vorläufigen gestrigen Schluss-Akkord der behördlichen Schließung dieses Projektes durch die Polizei.
Zum einen gibt es eine fast unglaubliche Diskussion darüber, ob die Kirche überhaupt ordnungsgemäß profaniert worden sei. Während einige Tradi-Seiten behaupten, das sei nie geschehen, ist die Kirche immerhin seit 1973 an Privatleute verkauft und "entweiht", wie auch aktuell ein Offener Brief erklärt. Ein Verkauf wäre sonst eigentlich auch unvorstellbar. ---> HIER !
Zum anderen geht man politisch so gegen die "Moschee" vor, wie man sich das bei deutschen Ordnungsbehörden vorstellen würde: Bestimmte Aufla-
gen wurden bei diesem Projekt nicht beachtet, wie etwa unzureichende sanitäre Anlagen. Auch sei die Nutzung zu religiösen Zwecken ausdrücklich untersagt. Man lese z.B. die "Neue Zürcher Zeitung" dazu ---> HIER !

Ich habe den Eindruck, hier spielt gerade vor allem eine Polit-Posse, bei der um jede Wählerstimme gerungen wird. Das Thema "Moschee" ist dafür hervorragend geeignet, gehen doch da bei den "frommen" Venezianern die religiösen Pferde durch. Jahrzehntelang hatte der miserable Bauzustand des Gebäudes keinen der "Frommen" interessiert...
(Meine Leser versorgen mich häufig mit Anregungen für Artikel; in die-
sem Falle geht mein Dank für Recherche-Tipps an "marram"!)

Kommentare:

  1. Mal ganz logisch gefragt:
    Warum tauchen die Gegenargumente erst jetzt im Wahlkampf auf?
    Bereits bei der Einrichtung dieses Projektes wäre es die Aufgabe
    der Behörden gewesen, diesen "Ausstellungsraum" auf die Erfüllung
    von Auflagen wie sanitären Einrichtungen usw. zu überprüfen.
    Dass man jetzt damit kommt, ist entlarvend!
    Italienische Kungel-Politik, wie man sie sich in schlechten Spielfilmen
    so vorstellt.

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  2. Als olle Beinahe-Verwaltungs-Zicke ist mir sowas durchaus bekannt.

    Mit Verstößen gegen Hygienevorschriften oder Sicherheitsvorschriften kriegt man jeden überall raus und kann fast alles verbieten. Sowas hebt man sich als Notnagel auf, falls andere Vorschriften nicht greifen oder zu lange brauchen würden um etwas umgehend durchzusetzen.

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