Mittwoch, 20. Mai 2015

Kein Witz: Katholische Kirche bringt vor dem ESC Briefmarke mit bärtiger Dame heraus...!

Demnächst findet in Wien der ESC (Eurovision Song Contest) statt, uns allen vielleicht aus 2014 durch Conchita Wurst mit Bart noch lebhaft in Erinnerung. ---> HIER !
Inzwischen gibt's in Wien zum Zeichen der "Weltoffenheit" ja auch bereits gendergerechte Ampelfiguren. ---> HIER !
Doch auch die katholische Kirche wollte ihren Beitrag leisten. "Rechtzeitig" zum ESC, so meldet es "kathpress", gab das Diözesanmuseum in Graz "auf vielfachen Wunsch seiner Besucher" eine Postkarte und auch eine Briefmarke im Wert von 1,90 Euro pro Stück heraus. Sie zeigt eine Darstellung der "Volksheiligen" Kümmernis bzw. Wilgefortis, einer bär-
tigen Frau am Kreuz, wie sie im Diözesanmuseum ohnehin zu sehen ist. ---> HIER !

Tatsächlich handelt es sich da um ein Missverständnis, wie "kathpress" und auch das "Ökumenische Heiligenlexikon" dann doch aufklären, siehe ---> HIER und HIER !
Jedenfalls kann nun niemand mehr behaupten, die Kirche habe die bärti-
gen und genderischen Zeichen der Zeit nicht verstanden. Man leistet seinen Beitrag zum ESC, weil das "vielfach" so gewünscht wird. Halleluja!
Naja, ich will mich da nicht weiter äußern...

Kommentare:

  1. Da die Figur der Wilgefortis tatsächlich im Grazer Diözesanmuseum
    ausgestellt ist, spricht nichts dagegen, davon eine Ansichtskarte
    zu entwerfen.
    Höchst verwerflich ist es aber, den ESC ausdrücklich als Begründung
    für die Herausgabe anzugeben. Hat man das wirklich nötig, sich in
    diesen Medienzirkus voller Stolz mit einzureihen?

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    1. Wir leben nun mal in einer Zeit, in der nur noch das "existiert", was in den Medien vorkommt. Dem kann sich auch die Kirche nicht entziehen, und das tut sie zum Glück auch nicht. Ich find die Aktion prima.

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  2. Helmut Schneider20. Mai 2015 um 14:47

    Die Kirche als ideeller Förderer des ESC!
    Was für eine Ironie.
    Ich kann "Theodora" da nur zustimmen: Jeder Zeitpunkt wäre
    denkbar gewesen, aber nicht ausgerechnet dieser.
    Eine krasse Fehlentscheidung der Museumsleitung.

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  3. Ich plädiere für Großleinwände in den Kirchen:
    public viewing zum ESC.
    Damit würde die Kirche zeigen, dass sie mit der Zeit geht....

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    1. Die Kirche ist immer auch mit der Zeit gegangen. Sonst würde der Papst noch heute Scheiterhaufen auf dem Petersplatz errichten und Protestanten auf denselben brutzeln lassen. Und überhaupt die Todesstrafe propagieren. Und die Demokratie bekämpfen. Und die Menschenrechte. Und andere lirturgische Sprachen als das Lateinische. Und Frauen im Altarraum. Und und und...

      Da sind doch nur Phrasen, von wegen "Kirche darf nicht mit der Zeit gehen" etc.

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