Freitag, 15. Mai 2015

Knalleffekt: Kardinal Marx bezieht klar Stellung gegen ZdK-Forderungen

In Eile, da ich gerade auf dem Sprung zu einem Termin bin:
Na endlich! - Kardinal Marx ist gewissermaßen aus der Deckung ge-
kommen und springt Bischof Oster unmissverständlich und ausdrücklich in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Bischofskonferenz bei:
Die Forderungen des Zentralkomitees der deutschen Katholiken seien "so nicht akzeptabel" und "mit Lehre und Tradition der Kirche nicht vereinbar".  Danke für diese rasche Klärung, Herr Kardinal! - Der komplette Text auf der Seite der Deutschen Bischofskonferenz ---> HIER !

Kommentare:

  1. In Anbetracht der Tatsache, dass Kardinal Marx in solch einer heiklen Angelegen-
    heit (die Bischöfe legen sich nicht gerne mit dem ZdK an) erst einmal etliche
    Telefonate führen musste, finde ich die Reaktionszeit angemessen.
    Nun haben wir also endlich Klarheit.
    Ich bin nur mal gespannt, was das ZdK nun dazu sagt.
    Und auch, was für ein "toller" Kommentar vielleicht bei "katholisch.de" erscheint...

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    1. Na, ich denke mal,
      dass Kardinal Marx eher ein Telefonat aus Rom bekommen hat.
      Es gibt da z.B. einen Präfekten der Glaubenskongregation... :-)

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    2. @Kaffeetante

      Die Erklärung enthält im ersten Absatz folgende Worte: "... erklärt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, ..." Ich gehe daher - im Gegensatz zu Ihnen davon aus, dass er diese Erklärung mit etlichen Bischöfen abgestimmt hat - und sowas braucht etwas Zeit.

      Dass da Kardinal Müller bei Kardinal Marx angerufen hat, erscheint mir daher eher unwahrscheinlich.

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  2. Ja, da sollte man Kardinal Marx danken.
    Allerdings mit dem Zusatz, dass er da nur katholische Lehre
    verteidigt, was eigentlich Aufgabe jedes Katholiken ist.
    Besonderer Dank gilt aber Bischof Oster
    und ein bisschen auch den tapferen katholischen Bloggern
    wie dem KREUZKNAPPEN, die den Finger in die Wunde gelegt
    haben und damit eine Reaktion mit herausgefordert haben.

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  3. Nun, mal besser den Ball flachhalten. Mit der abschießenden Feststellung: "Beide Themen bedürfen einer weiteren theologischen Klärung und nicht vorschneller, plakativer Forderungen. Eine sicher notwendige theologische Debatte und ein innerkirchlicher Dialog werden so nicht gefördert“ sagt der Kardinal ja zugleich auch, daß diese Themen debattiert und diskuiert werden müssen. Das ist zugleich eine herbe Klatsche der Tradis, die juns ja stets darüber belehren daß es da gar nix zu diskutieren gibt, weil es in alle Ewigkeit klar ist, wie die Dinge liegen.

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    1. Ja, so muss das sein in Deutschland:
      Jetzt kommen alle Kaffeesatzleser und versuchen, die Aussagen
      des Kardinals irgendwie so hinzubiegen, dass doch noch eine
      Tradi-Schelte dabei rausspringt...

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    2. Okay, wir stellen erfreut fest, daß Tradi "Studiosus" für "weitere theologische Debatten" und den "innerkirchlichen Dialog" ist.
      Das ist ein echter Lichtblick im Tradilager.

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    3. @Ottaviani

      das von Ihnen zitierte scheinen etliche überlesen zu haben ;-)))

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  4. "Vorschnelle, plakative Forderungen" - so Marx.
    Besser kann man es eigentlich nicht forumlieren.

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  5. Man sollte jetzt nicht so tun,
    als sei das Ärgernis mit dem Spruch des großen Vorsitzenden
    aus der Welt geschafft.
    Die Frage bleibt doch, wie es möglich war, dass das ZdK
    einstimmig (das kenne ich aus meinen DDR-Zeiten auch noch...)
    solche Forderungen erhob.
    Und warum während der Sitzung der anwesende Bischof Fürst nicht
    schon protestiert hat, würde mich auch mal interessieren.

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    1. Weil es unter den Bischöfen, und das ist ganz normal, halt eine große Bandbreite an theologischen Überzeugungen gibt. Und Bischof Fürst liegt wohl eher nicht so auf Tradi-Linie. Einstimmige Abstimmungen wie in der DDR gibts in Bischofskonferenzen hoffentlich nicht.

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