Montag, 18. Mai 2015

Lokführer: 100 Euro Streikgeld pro Tag? -- Wesselsky ist "Mitarbeiter des Monats" bei Autovermietung


Die "BILD"-Zeitung will erfahren haben, dass für den jetzt bevorstehenden nächsten Streik der Lokführer das Streik-
geld möglicherweise auf 100 Euro pro Tag erhöht worden
ist (das sei im Gespräch). ---> HIER !

Was hat ein interner Brief von Wesselsky an die Mitarbeiter zu bedeuten? ---> HIER !
Allmählich verliert man den Überblick über die Streiks. Die "FAZ" hilft uns mit einer "Chronologie" ---> HIER !
Gewerkschaftsführer Wesselsky wurde schon längst von einer großen Autovermietung zum "Mitarbeiter des Monats" ernannt... ---> HIER !
Hat jemand brauchbare Vorschläge, womit man in Zukunft die nicht mehr benötigten Gleise der Deutschen Bahn bepflanzen könnte?
Wie wär's mit dem "zügigen" Ausbau von Radwegen und der Versteigerung von Lokomotiven an ehemalige Eisenbahnfreunde...?

(Wie man unschwer vermutet, befinden sich in unserer Familie Leute, die täglich dringend auf die Bahn angewiesen sind...)

Kommentare:

  1. Wenn meine Recherche stimmt, dann verdient ein deutscher
    Lokführer etwa 3.000 Euro im Monat, plus Zulagen.
    Nun hat die Bahn 1.000 Euro Einmalzahlung zugesagt plus ca. 5 %
    allgemeine Lohnerhöhung.
    Mein Freund ist Lehrer, hat dreieinhalb Jahre Studium hinter sich und
    eine Menge BAfoG zurückzuzahlen. Als Anfänger verdient er ca. 1.800
    Euro im Monat.
    Also ich finde, man kann alles auch übertreiben, Herr Wesselsky!

    http://www.steuerklassen.com/gehalt/lehrer-an-der-grundschule/

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    1. Ich habe auch recherchiert und stelle fest, dass Sie anscheinend zum einen das Bruttogehalt und zum anderen das Nettogehalt recherchiert haben. Und dies in beiden Fällen nicht unbedingt exakt.

      In dem von Ihnen angegebenen Link wird z. B. das durchschnittliche Bruttogehalt von Grundschullehrern mit 2.960,07 EUR angegeben (wohlgemerkt ohne Überstunden, Nacht-, Feiertags-, Schichtzuschlägen usw.). Auch findet dort keinerlei Unterscheidung von Angestellten und Beamten statt. Was immense Auswirkungen auf das Nettogehalt hat!

      Die von Ihnen recherchierten ca. 3.000,00 Euro Bruttogehalt habe ich auch gefunden. Allerdings INKLUSIVE Überstunden, Nacht-, Feiertags-, Schichtzulagen usw. Und je nach Anzahl jener Zusatzstunden schwankt das doch beträchtlich. Ihre Zahl ist daher maximal ein oberer Annäherungswert, aber nicht unbedingt "Durchschnitt".

      Sollte ihr Freund tatsächlich 1800,00 Euro netto verdienen - als Angestellter und alleinstehend, so bedeutet dies im Moment ein Bruttogehalt von ca. 2.870,00 Euro brutto. OHNE Überstunden, Feiertagsarbeit, Sonntagsarbeit, Schichtarbeit usw.

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  2. Als Schaffner habe ich genau diesselben schwierigen Arbeits-
    bedingungen, viele Überstunden, lange Pausen usw.
    Ich empfinde den Streik der Lokführer als egoistisch und sehe
    darin nur den Versuch, sich gegen die größere Eisenbahnergewerkschaft
    zu profilieren. Wenn ich das laut sage, kriege ich Ärger.

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    1. @Schaffner
      Irgendwie verstehe ich ihren Einwand nicht.

      Unter anderem geht es in diesem Tarifstrait nämlich genau darum, dass die DB sich bis heute absolut weigert, dass die GDL auch für die Zugbegleiter (ehemals Schaffner) mitverhandeln darf. Das hat damit zu tun, dass etliche Zugebegleiter mit der Vertretung durch die EVB aber soooooowas von unzufrieden waren, dass sie letztlich zur GDL gewechselt haben. Aber die DB verweigert absolut-kategorisch jegliche Tarifverhandlungen mit der GSL wegen der Zugbegleiter.

      Was viele anscheinend nicht wissen, ist, dass es spätestens im Sommer 2015 zu einem neuen Gesetz kommen sollte. Nennt sich Tarifeinheitsgesetz. Darin sollte festgeschrieben werden, dass kleine Gewerkschaften nicht mehr verhandeln dürfen, sondern sich erst mit den jeweils großen Gewerkschaften einigen müssen und dann sozusagen nur noch unter deren Kuratel Ideen einbringen dürfen, aber nicht mehr selbst verhandeln dürfen.

      Dies widerspricht eklatant der im Grundgesetz festgelegten Tarifautonomie.

      Wenn ich mir die Verhandlungstaktik der DB anschaue, bleibt bei mir der Eindruck, dass die sämtliche Verhandlungen bis dahin aufschieben wollen bis dieses Gesetzt im Sommer in Kraft treten sollte. Dann hätte man der GDL und ihrem Einsatz für bessere Arbeitsbedingungen für Lokführer UND Zugbegleiter die lange Nase zeigen können und auf das neue Gesetz verweisen können und sagen können: "Rutscht uns den Buckel runter, wir verhandeln nur noch mit der EVB".

      Alleine auf Grund der wiederholten Striks der GDL hat sogar bei einigen recht konservativen Politikern der CDU und CSU inzwischen ein Nachddenken begonnen. Selbst in diesen Parteien sind inzwischen einige Politiker darauf gekommen, dass dieses Tarifeinheitsgesetzt womöglich ziemlich verfassungswidrig sein könnte.

      Man kann zur GDL und der DB stehen wie man will. Aber alleine wenn diese Streiks letztlich verhindern, dass das GRUNDGESETZLICH garantierte Recht der Tarifautonomie ausgehöhlt wird, dann ist das ein großer Sieg für unser Grundgesetz und unsere Verfassung.

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  3. ES REICHT !!!
    Die Leser und Bahnnutzer haben KEINERLEI Verständnis
    mehr für den Streik !!!!

    http://www.morgenpost.de/berlin/article141075090/Es-reicht-Wuetende-Reaktionen-auf-den-neuen-Bahnstreik.html

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  4. Gewerkschaftslady18. Mai 2015 um 19:43

    Ich finde es bewundernswert, wie die Lokführer für mehr
    Geld kämpfen. Wenn andere das nicht tun, ist das doch nicht
    deren Problem!

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  5. Demnächst soll es ja eine neue Bastelsendung geben:
    Was man alles Schönes aus einer Bahncard herstellen kann!
    Unser Sohn hat jedenfalls mit 8 Jahren schon seinen Berufs-
    wunsch geändert: Er will Lokführer werden, weil er dann ein
    Drittel des Jahres frei hat... -:)

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  6. Für all jene, die nicht irgendwelche Zahlen von anderen (Stammtisch, Presse usw.) glauben wollen, gibt es eine einfache und kostenlose(!) Möglichkeit im Internet nachzuschauen und diverse Zahlen nachrechnen zu lassen. Man muss weder Mitglied sein noch irgendwas bezahlen noch irgendwelche persönliche Daten angeben.

    Die Seite heißt:
    www.nettolohn.de

    An Herrn Dorn. Ich stelle den Link nur deswegen hier rein, weil die Seite ohne jegliche persönliche Datenangabe auskommt und daher keine Gefahr von Spam usw. besteht. Lediglich ganz unten am Ende der Seite muss man das Häkchen bei "nach der Netto-Berechnung weiter zum Arbeitgeber-Vergleich" rausnehmen. Je nach Browser kann es sein, dass man sonst in einem zweiten Fenster (Pop-Up-Fenster) eine Werbung auftauchen sieht.

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  7. Entgegen Lesern, die glatt meinen, bei Grundschullehrern
    gebe es Nachtzuschläge,
    hier einfach mal was zum Nachdenken:

    http://www.huffingtonpost.de/2015/05/18/gdl-bahnstreik-claus-wese_n_7310204.html?utm_hp_ref=germany

    http://www.rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bahn-6000-von-20000-gdl-mitgliedern-beteiligen-sich-am-streik-aid-1.5074532

    http://www.huffingtonpost.de/2015/05/08/bahnstreik-weselsky-sturz_n_7238580.html

    Viele Lokführer haben die Schnauze voll.
    Noch nicht einmal ein Drittel der in der GDL organisierten Lokführer
    ist bereit zum Streik. Ob da die Erhöhung auf 100 Euro tägliches (!)
    Streikgeld (macht einen Tausender bei zehn Streiktagen !!!)
    die Leute vor Wesselsky's Karren spannen kann???

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