Sonntag, 24. Mai 2015

Neue Studie belegt: Reformen bringen nicht mehr Zulauf für die Kirchen, weil...

Studien über kirchliche Themen erscheinen neuerdings immer häufiger. Gerade haben wir die Studie über die Berufs-
zufriedenheit der Priester hinter uns, gibt's schon wieder Nachschub:
Wie "DIE WELT" in einem ausführlichen Artikel schreibt, können die Kirchen sich im Grunde anstrengen, so viel sie wollen. Auch Super-Sonder-
angebote locken die Leute nicht wirklich. - Diese Beobachtung hat man im Prinzip ja auch bereits im Zusammenhang mit dem neuen Papst gemacht: Man findet ihn toll, aber der Gottesdienstbesuch bleibt auf niedrigem Niveau.

Die neue Studie will herausgefunden haben, dass die Kirche so oder so eigentlich keine Chance hat. Der Glaube hat einfach keine Bedeutung mehr, weil... - Man lese ---> HIER !

Kommentare:

  1. Eigentlich ist es doch ganz einfach: die Glaubensweitergabe der Kriegsgeneration an die nachfolgende( 50er-60 er Jahre) schwächelte und war überaus dürftig, dazu kam dann die "Befreiung" der 68 er-Revolte( hier brachen die 40 er Jahrgänge für den Glauben weitgehend weg) -man muss auch anmerken, dass Glaube früher auch eine Tradition war, man ging eben Sonntag morgen in die Kirche, weil es dazu gehörte und nicht, weil man tiefgläubig war( Ausnahmen abgesehen)-sonst spielte Glaube keine Rolle im Alltagsleben der meisten Menschen.
    Auf diesen weichen Boden traf dann Konzil und nun wurde vieles mit oder ohne Absicht sich genehm gemacht und/oder falsch verstanden. Der Boden wurde noch weicher.
    Bei den Protestanten war immer schon die Kirchenanbindung eher gering, da es kein Sonntagsgebot gibt und so sind Zahlen hier eher willkürlich.
    Heute gibt es keinen Kirchenzwang mehr und Glaube ist für viele nur ein Angebot unter anderen Sinnfindungen. Aber die, die sich darauf einlassen ,haben religiöse Erfahrungen gemacht, es zieht sie zu den zahlreichen neuen Gemeinschaften und neuen oder alten Wallfahrtsorten und mittlerweile ist "Kirche" ja auch in größerem Umfang in den neuen Medien vertreten und immer mehr beziehen von dort ihr Glaubenswissen und Engagement. Gemeindestrukturen, Rätesystem etc. werde mit der Zeit verschwinden, dafür werden die Medien wie Internet, Radio, Sparten-TV immer wichtiger. Man sollte mal ermitteln, wieviele Menschen mindestens einmal pro Woche einen Gottesdienst auf diese Weise mitfeiern. So wird man auf beträchtlichere Zahlen kommen, als in den konservativen Umfragen. Ebenso ist es mit der Priesterausbildung: wieviele junge Männer in nicht bischöfliche Seminare eintreten, wird nie ermittelt , ebenso nicht, wieviele Männer und Frauen den Weg in eine der neuen geistlichen Gemeinschaften gehen. Hier liegt Zukunft der Kirche und die sehe ich positiv-allerdings müssen sich Umfragen mal aus dem gewohnten Kontext bewegen.

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  2. Kirchenmäuserich24. Mai 2015 um 16:09

    Nun haben wir das also auch "amtlich",
    was man im Grunde längst auch so weiß:
    Der moderne Mensch hat so viele Sinnangebote, dass die Kirche
    mit vielen davon nicht konkurrieren kann. Und auch nicht sollte!
    Irgendwann später dann, davon können die Seelsorger ein Lied singen,
    kommen die Verzweifelten dann angekrochen, wenn sie in seelischer
    oder körperlicher Not sind. Dann wird auch noch gerufen, wie Gott
    so etwas zulassen kann,...
    Eigentlich geht das so seit Adam und Eva, nur heute ist die Verlockung
    noch größer.

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