Samstag, 23. Mai 2015

Pech: Geheimtreffen der "Reformer" mit Kardinal Marx am Montag vorzeitig bekannt

Ein origineller Termin? - Am Pfingstmontag findet in Rom ein "Geheimtreffen" von aus-
gesuchten Bischöfen statt, um sich zum Thema "Reform" der katholischen Ehelehre auszutauschen.
So jedenfalls brachte es die angesehenen französische Zeitung "Le Figaro" gestern ans Tageslicht. Der Jorunalist Jean-Marie Guénois will erfahren haben, dass man sich am Montag in Rom trifft, und zwar mit ca.
50 Personen in der päpstlichen Universität "Gregoriana". An diesem diskreten Treffen nähmen auch einige Personen aus dem Vati-
kan teil. - Artikel im "Figaro" ---> HIER !
Das mag für die Medien ein richtiger Knüller sein, für mitdenkende Katho-
liken eher nicht. Wie naiv muss man denn sein, um anzunehmen, vor der alles entscheidenden Synode im Oktober werde es keine vertraulichen Tref-
fen der verschiedenen Lager geben?!
Dass Kardinal Marx da kräftig mitmischt, überrascht wohl auch kaum, wenn man die Ohren offen hält. Wenn ich es als kleiner Blogger schon weiß, dass er kürzlich (erfolglos!) versucht hat, die polnischen Bischöfe für seine Gedanken zu erwärmen, dann weiß man das höherenorts erst recht. Es geht schlicht und einfach um den Versuch, noch vor der baldigen Sommerpause möglichst viele Synodalen auf die eigene Seite zu ziehen. Kein halbwegs informierter Beobachter nimmt an, dass die Bischöfe im Oktober in Rom anreisen werden, ohne dass sie mit Wünschen, Informa-
tionen und Forderungen regelrecht bombardiert worden sind.

Und nicht ganz nebenbei geht es nicht nur um Theologie; es geht auch um Einfluss und um Kirchenpolitik. Manche denken etwas weiter als nur bis Jahresende...

Kommentare:

  1. Das sehe ich ähnlich.
    Es ist doch gar keine Frage, dass es diverse Geheimtreffen geben wird.
    Aber nicht solche, bei denen offizielle Einladungen an bestimmte Leute
    geschrieben werden, wie im vorliegenden Falle. Sehr geheim war das
    von vorneherein nicht...!

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  2. Ordinariatsgeschädigter23. Mai 2015 um 08:00

    Geheim ist das in der Tat nicht!
    Aber man hat sich schon bemüht, das nicht an die große Glocke zu
    hängen, sonst wären die üblichen Verdächtigen aus der Liste der
    ansonsten hierzu auffälligen Vatikanisten längst darüber empört.
    Auch auf einschlägigen Tradi-Blogs hat man bislang nichts dazu
    geschrieben.
    Die eigentliche Nachricht innerhalb dieser Nachricht sehe ich aber
    im Verhalten von Kardinal Marx. Der Vorgang macht wieder einmal
    ganz eindrücklich deutlich, wie agil der Vorkämpfer einer Kirche,
    die "keine Filiale von Rom" sein will, mehr oder weniger unauffällig
    seine Synoden-Strategie verfolgt.
    Einige Tradis, die schon ein Synoden-Ergebnis in ihrem Sinne in
    der Tasche glaubten, werden sich noch umgucken....!

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