Donnerstag, 28. Mai 2015

Vorwurf: Im jüngsten Papst-Interview wurde seine Aussage über Kinderschutz weggelassen!

Vorgestern schrieb ich über das neueste Interview von Papst Franziskus, das mal wieder für einige (künstliche?) Aufreger gesorgt hat, insbesondere deshalb, weil er
die "falsche" Tageszeitung liest und weil er seit 25 Jahren kein Fernsehen mehr schaut. Man schaue zur Erinnerung ---> HIER
und HIER !
Nun enthüllt die katholische Internetseite "CRUX", dass dieses Interview in den überregionalen Medien offenbar nur unvoll-
ständig wiedergegeben wurde, sicher ohne böse Absicht auch von Radio Vatikan.
Auffälligerweise fehlt ausgerechnet eine nachdenkliche Bemerkung des Papstes, die sich mit Kinderschutz und Abtreibung beschäftigt.
Beim Original-Interview mit der argentinischen Tageszeitung "La Voz
del Pueblo"
hat Papst Franziskus sich auch zu dem früheren Aufreger-
Thema "Schläge in der Kindererziehung" geäußert und sich darüber verwundert gezeigt, dass ausgerechnet jene Länder, die die strengsten Kinderschutz-Gesetze haben, andererseits auch solche sind, bei denen
es relativ unproblematisch ist, Kinder vor ihrer Geburt durch Abtreibung zu töten. Das sei doch ein Widerspruch, habe der Papst geäußert.
Ein Hinweis des Papstes, den man lieber nicht veröffentlichen wollte?

Artikel dazu bei "CRUX" und "AICA" ---> HIER und HIER !

1 Kommentar:

  1. Man sollte bedenken, dass die meisten Journalisten überhaupt
    kein Interesse und keine Zeit haben, das Original-Interview zu
    lesen. Per copy & paste wird eine Agenturmeldung genommen,
    wenns hoch kommt, mit einer eignenen Schlagzeile und Ein-
    leitung versehen, und das wars dann auch schon.
    Ein schauriges Beispiel dafür war ja auch die Aufregung um die
    Äußerungen von Kardinalstaatssekretär Parolin.
    Was eigentlich bei der Veranstaltung Sache war, interessiert so gut
    wie niemand - Hauptsache, man hat Beute gemacht und eine
    Schlagzeile, die Leser anlockt. Sonderlich seriös ist sowas nicht.
    Wen's interessiert:
    Hier kann man erfahren, worum es eigentlich ging:
    http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/70162.html

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