Sonntag, 28. Juni 2015

Zum x-ten Male: Das leidige Thema "Leserkommentare" im Blog...

Ich fasse mich kurz, um meine Leser nicht zu langweilen. Das ewige Thema, ob man Leserkommentare im Blog freischalten soll und wenn ja, welche, entscheidet jeder Blogger für sich selbst. In meinem Blog fahre ich, wie mir auch immer wieder von Lesern anerkennend bestätigt wird, eine relativ großzügige Regelung. Anonyme Zuschriften sowie erkennbar Beleidigendes haben selbstverständlich keine Chance, ansonsten lasse ich die meisten Leser-
zuschriften meine Kontrolle passieren.
Das wiederum führt auch immer wieder zu gewissen Missverständnissen nach dem Motto: Diesen oder jenen kann man doch "unmöglich" frei-
schalten, und was für schreckliche Leser doch dieser Blog hat und die anderen dann auch. Ich habe es gerade mal nachgerechnet: Gerade mal 0,994 %  der Klicks führen auch zu einem Leserkommentar; nach Adam Riese sind es also satte 99 % der Leser, die keinen Kommentar ab-
geben
, was ich manchmal auch etwas bedaure.
Wenn man diese Zahlen kennt, wird man sich über die eine oder andere Bemerkung eines Lesers, der vielleicht unter der Kategorie "Troll" zu ver-
buchen ist, nicht ganz so verbissen aufregen. Meinungsfreiheit bedeutet eben auch, dass ich Meinungen zulasse, die der meinen ganz und gar nicht entsprechen. Auch wenn sowas nicht jeder Leser kapieren will...

Ein Blogger (Stefan Niggemeier) wurde z.B. gerichtlich verurteilt, weil er nicht verhindert hatte, dass ein anonymer Leser sonntags um 4 Uhr in der Frühe einen beleidigenden Kommentar eingetragen hatte. Als er selbst den Kommentar um 11 Uhr am gleichen Tag bemerkte und eilig löschte, war es schon zu spät: Er kassierte eine kostenpflichtige Abmahnung. Als er dage-
gen klagte, verlor er auch noch vor Gericht.
Sie werden also verstehen, dass ich nicht alle Kommentare freischalte und dass es auch mal ein paar Stunden dauern kann, bis ich die Benachrichti-
gung über Ihren Kommentar in meinem E-Mail-Account gesehen habe, da ja keine automatische Freischaltung erfolgt...