Samstag, 5. September 2015

Bitte auch nicht vergessen: Armut - mitten im "reichen" Deutschland...!

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Ja, den Deutschen geht es gut, im inter-
nationalen Vergleich. Wenn man liest, dass derzeit der durch-
schnittliche Brutto-
verdienst bei ca. 40.000 Euro jähr-
lich liegt und dann beide Partner berufs-
tätig sind, kommt ganz hübsch was zusammen. Dass dabei aber auch viele weit, weit darunter liegen (unsere Familie auch), sollte man aber auch nicht vergessen.

Nach EU-Richtlinien wird Armut so definiert: Wer weniger als 60 % des mittleren Einkommens des jeweiligen Landes zur Verfügung hat, der gehört zur Risikogruppe, bald arm zu werden. In Deutschland sind das rund 13 Millionen Menschen, also mehr als jeder sechste Einwohner. Im Jahr 2011 wurde über 800.000 Haushalten (!) der Strom abgestellt - dahinter verbergen sich oft richtige Dramen. 248.000 Menschen hatten 2011 noch nicht einmal eine Wohnung, weitere 106.000 gelten als von Wohnungslosigkeit bedroht. Dass Armut sogar krank macht, ist ebenfalls traurige Wahrheit. 
Und was es für ein deprimierendes Gefühl ist, sogar auf Lebensmittel-
spenden z.B. bei der "Tafel" angewiesen zu sein, kann wohl nur jemand wirklich ermessen, der dies selbst mitgemacht hat. Soziologie-Professor Stefan Selke spricht sogar von einer demütigenden "Armuts-Industrie"
in Deutschland, die Millionen von Deutschen zu Bürgern zweiter Klasse mache, was viele schamhaft zu verstecken suchten. 

Und was wir der nachfolgenden Generation an Staatsschulden aufbürden, ist auch nicht gerade ohne...
Die Bundesschuldenuhr läuft... ---> HIER !
Noch schlimmer wegen geschönter Zahlen? ---> HIER !
Deutsches Durchschnittseinkommen ---> HIER !
Prof. Selke über die Armuts-Industrie ---> HIER !