Montag, 12. Oktober 2015

Charamsa gibt Interviews: Er hat nie gegen den Zölibat verstoßen und es gibt im Vatikan keine Homo-Lobby...

Ist das jetzt eine gute Nachricht oder nicht? - Der kürzlich nach seinem "outing" suspendierte Monsignore Christoph Chara-
msa
ist bekanntlich zu seinem Freund in Spanien gezogen. Ab und zu hört man noch von ihm, da er fleißig Interviews gibt.
Zur Erinnerung
---> HIER !
Aktuell erfährt man von ihm, dass er den Zölibat gar nicht gebrochen haben kann, denn er habe "nie eine Frau berührt". - Was soll man dazu noch sagen...?!
Zugleich erfahren wir in einem Artikel in der "WELT", dass Charamsa überzeugt ist, dass es im Vatikan keine Schwulenlobby gibt.
Angesichts seiner Einschätzung zum Zölibat bin ich mir jetzt nicht so ganz sicher, wie ich das mit der nicht vorhandenen Schwulenlobby einordnen soll...  Artikel ---> HIER !

Aber kürzlich hat sich ja ein Kardinal auch in diesem Sinne geäußert.
Dann wird es wohl so sein. ---> HIER !

Kommentare:

  1. 1) Zölibat heißt: nicht heiraten. Mit "Berührungen" von Frauen oder Männern hat das nichts zutun.
    2) Nach c. 277 CIC ist jeder Kleriker zu vollkommener Enthaltsamkeit verpflichtet, gleichgültig, ob homo- oder heterosexuell. DIESE Pflicht hat er verletzt, nicht die Zölibatspflicht.

    Der Mann weiß entweder wirklich nicht, worüber er redet (ist also inkompetent und weiß nicht um seine Standespflichten), oder er redet wissentlich Unsinn. In beiden Fällen ist es irgendwie befremdlich, dass er sone Karriere machen konnte.

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  2. Nun, auch wenn der Knappe verblüfft ist, wenn Zölibat Ehelosigkeit bedeutet und Schwule nach dem Willen der Kirche keine Ehe eingehen können, dann hat der gute Mann ja wirklich schlüssig argumentiert, wenn er sagt, dass er den Zölibat nie gebrochen hat. Er kann auch niemals Ehebrecher sein, die Jungs sind wie immer fein raus!

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  3. Danke, sophophilo!
    Can. 277 — § 1. Die Kleriker sind gehalten, vollkommene und immerwährende Enthaltsamkeit um des Himmelreiches willen zu wahren; deshalb sind sie zum Zölibat verpflichtet, der eine besondere Gabe Gottes ist, durch welche die geistlichen Amtsträger leichter mit ungeteiltem Herzen Christus anhangen und sich freier dem Dienst an Gott und den Menschen widmen können.

    § 2. Die Kleriker haben sich mit der gebotenen Klugheit gegenüber Personen zu verhalten, mit denen umzugehen die Pflicht zur Bewahrung der Enthaltsamkeit in Gefahr bringen oder bei den Gläubigen Anstoß erregen könnte.

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  4. spätlateinisch caelibatus = Ehelosigkeit (des Mannes), zu lateinisch caelebs = ehelos; die heute übliche ö-Form des Wortes resultiert aus einer irrtümlichen Lesung

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