Mittwoch, 3. Februar 2016

Katholikentag Leipzig: Die AfD darf nicht dabei sein, andere wollen nicht dabei sein...!

Hurra, der nächste Katholikentag ist 100 % AfD-frei! -
Die frohe Kunde wurde von
den Machern gestern an die Medien gegeben. Warum auch nicht? Es wurden ja schon ganz andere vom Katholikentag ausgeschlossen, wenn ich da an die katholischen Ärzte denke... - Andererseits verrät der medien-
wirksam gedachte Artikel aber nebenbei ein anderes auf-
schlussreiches Detail:
Wie es da nämlich auch heißt, habe man 60 Organisationen aus Leip-
zig angeschrieben
, ob sie einen Stand auf der "Katholikentagsmeile" errichten wollten (es würde mich jetzt mal interessieren, um welche Orga-
nisationen es sich dabei handelte und was die mit "katholisch" zu tun haben). Doch das Anschreiben war ein totaler Fehlschlag, denn von den
60 hätten 57 kein Interesse gezeigt. - Na, das ist ja auch mal eine Aussage!
Und wer den verlinkten Artikel genau liest, kann dem auch entnehmen, dass es nach der dortigen Formulierung das ZdK selbst war, das die AfD vor einiger Zeit schriftlich eingeladen hatte...  ---> HIER !

Kommentare:

  1. So isses!
    Was vom ZdK als Erfolgsstory gedacht war,
    liest sich bei näherem Hinsehen als das
    Eingeständnis einer Pleite.
    Medienarbeit, wie man sie besser nicht machen
    sollte...!

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  2. Was für den SWR und die Ablehnung der Ministerpräsidentin
    von Rheinland-Pfalz gilt, sollte eigentlich auch für
    den doch angeblich so toleranten Katholikentag gelten:
    Man kann sich auch mit jemand mal an einen Tisch setzen,
    der völlig abwegige Thesen verbreitet.
    Es ist die nicht immer einfach Aufgabe von demokratischen
    Organisationen, mit Argumenten zu überzeugen und nicht
    mit Verboten!
    Insofern: Die jetzt ausgesprochene Ablehnung der
    AfD ist lediglich ein mediengeiler Aktionismus des ZdK,
    der bestenfalls eine Wahlwerbung für diese Partei
    darstellt, die ich niemals wählen werde!

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  3. Nemrod meint: Katholikentage sind leuchtende Schaufenster, in denen der desolate Zustand der katholischen Kirche in Deutschland anschaulich dargestellt wird. Eigentlich könnte auch HareKrishna uä eingeladen werden - als Jahrmarkt der Möglichkeiten. Die für Katholikentage verbrannten Gelder könnten nutzbringender verwendet werden - aber das ZDK möchte sich leuchtend präsentieren. Meiner Meinung nach dienet der Katholikentag nur noch der Selbstdarstellung gewisser Gruppen....zB " Priester und ihre Frauen"...alles sehr katholisch ;-(

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  4. Die andere Schießbefehl-Partei SED wurde m.W. früher auch nicht zu Katholikentagen eingeladen. Völlig normaler Vorgang also.

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  5. Diözesaner Bürohengst3. Februar 2016 um 10:03

    In der Tat:
    Wenn man den verlinkten Text liest,
    geht daraus klar hervor, dass unter den 60 vom
    ZdK eingeladenen Gruppen auf die AfD war.
    Dann aber hat man kalte Füße bekommen.
    Aber das Thema ist ja eh erledigt, weil bei
    dem extrem geringen Interesse aus Leipzig
    (nur 3 von 60 angesprochenen Organisationen
    wollten mitmachen) die Stände komplett ab-
    gesagt sind.
    Also ist streng genommen auch das jetzt wieder
    eine Luftnummer des ZdK, denn nicht nur die
    AfD ist wieder ausgeladen, sondern die anderen
    beiden Gruppen, die noch mitmachen wollten,
    ebenfalls.

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  6. Wo bitte ist das Problem?

    1.) AfD wirkt nicht im Programm des Katholikentags mit

    Im Programm des 100. Deutschen Katholikentags Ende Mai in Leipzig wirken keine Vertreter der rechtspopulistischen "Alternative für Deutschland" mit. "Durch die aktuellen Wortbeiträge der AfD in der Flüchtlingsdebatte sehen wir uns in dieser Entscheidung noch einmal bestärkt", sagte der Sprecher des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Theodor Bolzenius, am Dienstag (02.02.2016) auf Anfrage von kirchensite.de.

    2.) Auch auf der "Katholikentagsmeile" der Verbände werde sich die AfD nicht präsentieren, sagte Bolzenius. Nachdem der städtische Zuschuss für den Katholikentag in Leipzig stark umstritten war, hatte das ZdK erwogen, die Stadtgesellschaft in die "Katholikentagsmeile" einzubinden. Von 60 angeschriebenen Organisationen hatten aber nur drei Interesse bekundet, darunter die Ratsfraktionen von AfD und SPD. Das sei in keiner Weise repräsentativ für die Stadtgesellschaft, so Bolzenius. Daher werden nun gar keine Leipziger Initiativen Stände auf der "Katholikentagsmeile" aufbauen.

    Was bitte ist an 1.) und 2.) problematisch? Ich finde beides verständlich.

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