Samstag, 9. April 2016

"Amoris Laetitia": Andreas Englisch hält eine Kirchenspaltung mit Benedikt XVI. als Gegenpapst für möglich

Wie abzusehen,
hat das nachsyno-
dale Schreiben des Papstes gestern extrem kontroverse Reaktionen ausgelöst, und zwar sowohl in der katholischen Kirche als auch in den Medien (und
bei meinen Lesern, wie die zahlreichen und teils "heftigen" Kommentare zu mei-
nem gestrigen Artikel zeigen ---> HIER !).   Was mich betrifft, so möchte ich dem Rat des Papstes folgen und das Schreiben in Ruhe studieren - ein abschließendes Urteil erlaube ich mir dazu noch nicht.
Es wird ohnehin so sein, dass die Praxis in der baldigen Zukunft uns lehren wird, welche Seite eher recht hat. Sind die Horror-Szenarien einer Kirchen-
spaltung wahrscheinlich? Was mich betrifft:  Auch wenn es mir gerade nicht sonderlich leicht fällt, so vertraue ich darauf, dass der Heilige Geist letztlich die Kirche führt.

Der Journalist Andreas Englisch hält eine Kirchenspaltung mit Benedikt XVI. als Gegenpapst allerdings für möglich, aber nicht für wahrscheinlich ---> HIER !
Ob man solche Schlagzeilen ernst nehmen sollte, muss jeder selbst ent-
scheiden. Für meine geschätzten Leserinnen und Leser stelle ich nach-
folgend einige Links zusammen, die Ihnen vielleicht hilfreich sein können - und die zeigen, wie kontrovers die Lage eingeschätzt wird.

Das päpstliche Dokument ---> HIER und HIER !

Stellungnahmen bei der gestrigen Pressekonferenz ---> HIER und HIER und HIER !
Weitere kontroverse Stellungnahmen und Presse-Artikel (gerne durch Leserkommentare mit Linktipps meiner Leser ergänzbar) in einer kleinen Auswahl z.B. ---> HIER und HIER und HIER und HIER und HIER
und HIER und HIER !
 

 

Kommentare:

  1. Ich empfehle den ganz aktuellen Artikel
    des Moraltheologen Josef Spindelböck bei "kath.net".
    Wie man sieht, kann man auch als Tradi ganz sachlich
    und ohne Schaum vor dem Mund darüber nachdenken:

    http://www.kath.net/news/54743

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  2. Was wäre denn die Alternative gewesen?
    Alles weiter laufen lassen wie bisher?
    Dieser Papst ist ein Geschenk des Himmels,
    das wird immer deutlicher!

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  3. Staunender Zaungast9. April 2016 um 10:09

    Es ist wohltuend, dass Tradi KREUZKNAPPE
    trotz teilweiser Skepsis viel Raum lässt für
    die Befürworter des Papstschreibens -
    die sich übrigens eindeutig in der Mehrheit befinden!!!
    Letztlich wird es jetzt darauf ankommen,
    dass die Kirche die geforderte stärkere Gewissensbildung
    auch wahr macht. Da bin ich gespannt, was z.B.
    in Deutschland daraus wird...

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  4. Sehr empfehlenswerter Kommentar in der "WELT"
    über das Papstschreiben
    Titel: "Die Quadratur des Eherings"

    http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article154160543/Die-Quadratur-des-Eherings.html

    "Ob dieses Schreiben Katholiken hilft, die alternative Familienmodelle leben, hängt davon ab, wie Bischöfe und Priester in aller Welt es auslegen. Das wird von Land zu Land und zumal von Kontinent zu Kontinent sehr unter-schiedlich sein. Franziskus verändert nicht die Gesetze, er erweitert lieber den Spielraum. Das kann man salomonisch finden..."

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  5. Bene als Gegenpapst, ein vatikanisches Schisma - wie cool! Ich bin unbedingt dafür. Die Tradis würden jubeln und hätten endlich ihren Frieden und ihre Kirche der kleinen, reinen Herde. Die grosse Mehrheit der normalen Katholiken müsste sich nicht mehr mit dem Dauergekläffe der Tradis abgeben. Freude allerorten!

    Und Bene - er hat zwar mal seinem Nachfolger unbedingten Gehorsam geschworen, doch das war ins Blaue rein, weil er ja noch gar nicht wußte, wer es sein würde. Er hat den Schwur längst bereut. Zudem wird er sicherlich am Leitspruch des erzkatholischen Konrad Adenauer Maß nehmen, der bekanntlich jeden Morgen sagte: "Was schert mich mein Geschwätz von gestern?"

    Man darf stolz darauf sein, Katholik zu sein in diesen Zeiten. Da ist doch was geboten! Bei den protestantischen Langweilern ist eine Bischöfin, die mal bei rot über die Ampel tuckert, ja schon das höchste der Gefühle...

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  6. Letzten Endes ist es so:
    Nicht das, was Papst Franziskus hier in die Röhre
    reinschiebt, ist entscheidend, sondern dass, was hinten
    in der Praxis rauskommt.
    Man mag das gut finden oder nicht, aber "die" katholische
    Kirche gibt es seit gestern nicht mehr.
    Es wird ein ganz bunter Haufen, die sich in der Praxis
    in immer mehr Punkten gegenseitig widersprechen.
    Mir soll's egal sein - ich habe mich schon voriges Jahr
    aus dieser Geldeinnahmeorganisation verabschiedet
    und habe es nicht bereut.

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    1. "Die" katholische Kirchea hat's noch nie gegeben. Diese Chimäre wollen uns die Tradis nur einreden, für die bis zum bösen, bösen Konzil die Kirche weltweit zentralistisch durchformiert und wunderbar intakt war.

      Dabei wissen selbst die Tradis, dass das mit der Wahrheit so viel zu tun hat wie der Nordpol mit der Sahara. Die Kirche war immer ein bunter Flickenteppich.

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