Dienstag, 12. April 2016

"Amoris Laetitia" ist ein "katastrophales Dokument", geschrieben von "Aushilfspapst Franziskus"...

Selten gingen die Meinungen auch innerhalb des katholi-
schen Spektrums derart weit auseinander wie über das nachsynodale Schreiben "Amoris Laetitia":
Viel Lob, viel Tadel - und zuweilen auch einiges unter-
halb der verbalen Gürtellinie.
Es gibt ein paar neuere Stellungnahmen, die ich meinen geschätzten Leserinnen und Lesern - gerade in ihrer Verschiedenheit - zur Kenntnisnahme ans Herz lege.
Und wichtig:  Mit dem Papier ist es ja nicht getan. Die eigentliche Auseinandersetzung und die - zum Teil befürchtete - pastorale Nutz-
anwendung wird noch folgen...!

Pater Bernd Hagenkord regt sich in seinem "Radio Vatikan Blog" leicht auf: Manche Kritik sei schlicht "Quatsch", kann man da lesen
---> HIER !

Die eigentliche Arbeit kommt erst noch - darauf weist die Theologin
Ute Eberl
in einem Interview bei "Radio Vatikan" hin ---> HIER !

Man sollte genau hinschauen, findet die Nachrichtenagentur CNA.
So ein Artikel über junge Leute und "sicheren Sex"
---> HIER !

Matthias von Gersdorff sieht Glaubensverrat und Widersprüch-
lichkeit im Papst-Dokument ---> HIER !

Andere werden noch deutlicher und sehen darin ein "katastrophales Dokument" ---> HIER !
Das wäre ja auch kein Wunder, wenn Papst Franziskus wirklich nur
ein sich selbst ex
k
ommunizierender "Aushilfspapst" sein sollte...
---> HIER !

So wie es scheint, wird auch mir das Schreiben noch längere Zeit im Magen liegen; ich bin hin- und hergerissen zwischen Skepsis und Zuversicht. Die baldige Zukunft wird's zeigen, welche Seite eher recht hat...      

Kommentare:

  1. Was für ein herrliches Satz aus "kreuz-net", der hat echtes Kult-Potential:

    "Ein entscheidender Fehler der römischen Kirche, sich nämlich im Zuge des 68er-Hippie-Konzils von der Piusbruderschaft abgespalten zu haben, tritt immer deutlicher zu Tage.
    Angemessen wäre, für die Bekehrung der vom Weg, der Wahrheit und vom Leben Abgefallenen zu beten und keine Propaganda für den Missbrauch des Namens des Herrn zu machen."

    Ja so san's, unsere Tradis!

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  2. Ich wiederhole mich,
    weil es offenbar sein muss:

    Wir bekommen mit dem Papstschreiben für die Zukunft
    alle mildernde Umstände zugebilligt - statt der
    angeblich kalten Schreibtischmoral werden jetzt die
    Gewissen massenhaft gebildet, hurra!
    Die Idee ist ja ganz gut, allein, mir fehlt aus
    Erfahrung der Glaube daran. Es wird so kommen, dass man
    sich an Laschheit gegenseitig überbieten wird.
    Wir erleben das in kleinem Rahmen schon heute:
    Äußert ein Priester Bedenken gegen die Spendung eines
    Sakramentes, lässt man seine Beziehungen und Kontakte
    spielen - und schwupps, macht es ein anderer.
    In unserem pastoralen Raum war beispielsweise verbindlich
    abgesprochen, dass angesichts des Priestermangels an
    Samstagen keine separaten Tauffeiern für einzelne Kinder
    mehr stattfinden sollen, sondern man wartet ein paar
    Wochen, bis mehrere zusammenkommen - oder man kombiniert
    es mit einer anstehenden Messe.
    Was ist das Ergebnis? - Einige Superschlaue sind abge-
    wandert und lassen in einem nahen Kloster taufen, unter
    Ausschluss der Öffentlichkeit. Super, oder?

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  3. Man sollte genau hinhören
    und genau lesen:

    Aus der Erklärung des ZdK:
    "Mit seiner Feststellung, dass nicht alles durch lehramtliches Eingreifen entschieden werden muss,
    verlagert er die Kompetenzen zum Umgang mit Konflikten
    und Krisen auf die Ebene der Bistümer und Gemeinden.
    Er gibt der Gewissensentscheidung der Gläubigen und der Seelsorger neues Gewicht..."

    Mit anderen Worten:
    Der einzelne Seelsorger wird dann der Depp,
    der den Kopf hinhalten muss und sich mit Hanswursteln
    herumschlagen darf, die auf ihrer Gewissensentscheidung
    bestehen.
    Früher galt die Lehre,
    demnächst gilt: Es ist alles Verhandlungssache!

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    1. Nemrod meint: Genau das ists Verhandlungssache - geht es der " Deutschen Kirche" doch um die Sicherung und Erhaltung der Kirchensteuereinnahmen... das " Heil der Seelen" ist da nachrangig..in einem Land wo doch fast jede zweite Ehe ( oder wars dritte?) geschieden wird!

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    2. Früher "galt" die Lehre eben auch nur auf dem Papier. Schon vor 30 Jahren war es so, daß 9 von 10 Priestern WvG selbstverständlich zur Kommunion zuließen, mit voller Rückendeckung ihrer Pfarrgemeidneräte und mit gnädigem Wegschauen der Oberen. So ist die Realität seit Jahrzehnten. Alle wissen es, nur die "Konservativen" taten so, als sei es ganz anders. Gut, dass Franziskus dieser Realität jetzt pastoral Rechnung getragen hat.

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  4. Wahnsinn, ich wußte gar nicht, dass das Hardcore-Tradi-Leitmedium kreuz.net quasi wieder auferstanden ist...

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  5. Protestantischer Konvertit12. April 2016 um 13:10

    Kreuz-Net? Ich dachte, die sind längst verboten? Was in deren Beitrag steht klingt schon eher nach Satire als nach einer ernstzunehmenden Kritik. Fazit der vielen unterschiedlichen Beiträge für mich persönlich: Ich muss mir doch zwei Abende reservieren und den Text der Exhortation endlich mal selber lesen.

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  6. Bin schon länger der Ansicht, dass es sich bei der Debatte um die sog. wvG in Wirklichkeit gar nicht in erster Linie um diese "Betroffenen" dreht. Die wirklichen Betroffenen sind die Gegner, die sich nicht von ihrer Rolle als Moralapostel trennen mögen bzw. die darauf beharren, dass durchdachtere, gerechtere und stärker am Evangelium orientierte Moralbegriffe "nicht mehr katholisch" wären.

    Das Schöne am Papst ist wie immer, dass er ausspricht, was andere schon lange gesagt und geschrieben haben, dafür aber von konservativen Hardlinern als "Häretiker" beschimpft wurden. Viel Neues ist nicht dabei, und der Schreibstil ist wirklich z.T. etwas langatmig und schwurbelig und manchmal sagt er auch Banales, aber dazwischen finden sich immer wieder "Perlen", an denen man erkennen kann, dass es in den Verlautbarungen um genau denselben Grundkonflikt geht wie im Evangelium. Das ganze Evangelium quillt ja über von dem, was Franz sagt: Du sollst nicht verurteilen, sondern heilen. Und wer andere verurteilt, verurteilt sich selbst.

    Die Schlüsselstellen für diese Debatte zwischen Rigoristen und dem Papst (bzw. der Richtung, der er hier vertritt), ist überhaupt nicht das Scheidungsverbot Jesu, sondern die Gleichnisse von den Arbeitern im Weinberg, die trotz unterschiedlicher Leistung alle gleich entlohnt werden, und das Schuldturmgleichnis. Die Moralisten müssten doch begreifen, dass die Härte und der unerträgliche Schematismus, mit denen sie andere beurteilen, letztendlich auf sie selber zurückfällt, wenn sie vor dem Richter stehen. Jeder wird beim letzten Gericht genau so behandelt und beurteilt, wie er selbst andere beurteilt hat. Wer großzügig war, wird Großzügigkeit vom Richter erfahren; wer hartherzig war, landet selbst im Schuldturm. So schwer ist das doch nicht zu begreifen.

    Sex spielt bei dieser ganzen Sache nur eine ganz untergeordnete Rolle. Es geht um eine Lebenseinstellung, Schreibtischgesetz oder Evangelium.

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  7. Hervorragender Kommentar zum Thema von Pater Hagenkordt SJ, dem Leiter des deutschsprachigen Radio Vatikan:
    http://blog.radiovatikan.de/quatsch/

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    1. Schön, dass meine obigen Linktipps gelesen werden!

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  8. Kurienkardinal Cordes hat dazu einen
    treffenden Kommentar verfasst, den ich jedem
    ans Herz legen möchte.
    Bei "kath.net" kann man ihn nachlesen:

    http://www.kath.net/news/54784

    Zitat:
    "So entsteht das Risiko des Missbrauchs seiner Aussagen, wenn sie nicht in Wort und Geist des ganzen Schreibens verankert bleiben – eben herausgegriffen und punktuell zitiert werden..."

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  9. Einfach nur katholisch13. April 2016 um 18:19

    Jetzt ist der "Aushilfspapst" leider völlig durchgeknallt:
    http://www.kath.net/news/54799

    Die satanische "Emanzipation" als angebliches "Werk des heiligen Geistes" - das stellt sich gegen die 2000jährige Lehre der Kirche!

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