Donnerstag, 7. April 2016

Schwule und lesbische Organisationen "laden zum Katholikentag ein"...

            Predigt und Tipps zum 3. Ostersonntag (10.4.):  Heute ca. 14 Uhr online!
.
Na, das passt ja zum vorigen Artikel über die Ablehnung des Vatikans für einen schwulen Botschafter beinahe wie die berühmte Faust auf's Auge:
Ein führendes Informations-
organ der schwul-lesbischen Szene in Deutschland präsen-
tiert aktuell die Schlagzeile: "LGBT-Organisationen laden zum Katholikentag ein". Dann erfährt man, dass die schwulen und lesbischen Christen "mit Unterstützung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken" dort erstmals ein "Zentrum Regenbogen" einrichten werden.
Die Seite "queer.de" zitiert die Organisationen wörtlich mit folgender Aussage:
"Wir sind bei Katholikentagen nicht geduldet, sondern haben es mit unseren Themen weit nach vorn geschafft"...  ---> HIER !
So wie das ausschaut, gehört diese Nachricht bei mir zu der Abteilung
"Das kommentiere ich lieber nicht weiter".

Kommentare:

  1. Treffender kann man die Diskrepanz zwischen
    Weltkirche und katholischem Klüngel in Deutschland
    nicht demonstrieren:
    Während der Vatikan einen schwulen Botschafter
    gar nicht erst zulässt, obwohl der kaum Einfluss
    im Vatikan nehmen könnte, aber es heißt: Wehret den
    Anfängen,
    lädt man in Deutschland seitens des ZdK die Schwulen
    und Lesben nicht nur ein, sondern bietet ihnen auch
    noch ein großes Podium, um für sich und ihre Sichtweisen
    zu werben.
    Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den
    Schlaf gebracht, heißt es passend.
    Und denk ich an den deutschen Sitzungskatholizismus,
    wird mir auch tagsüber übel...

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    1. In der Tat scheint mir die Verwirrung in Deutschland am weitesten fortgeschritten. Subjektives und Objektives werden oft hemmungslos vermischt, wie auch ein Teil der nachfolgenden Kommentare zeigt. Wenn ein Dieb in der Kirche sich heuchlerisch fromm stellt, besteht die Herstellung der Wahrhaftigkeit nicht darin, dass Diebstahl zum Dogma erklärt wird und alle zu klauen anfangen. Die Wahrhaftigkeit besteht darin, dass der Dieb nicht heuchelt, zugibt, dass er zu weit gegangen ist und umkehrt und die anderen auch nicht heucheln, sondern zugeben, dass sie vielleicht auch schon mal geklaut haben ("Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein..") und den einsichtigen Dieb in ihre Reihen aufnehmen. Meines Erachtens ist eine Ursache für diese Verwirrung in unserem Lande, dass wir das Kern- und Ursprungsland der Glaubensspaltung sind.

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  2. Es ist ja nicht grundsätzlich falsch,
    auch Katholiken dort Raum zu geben, die homo-
    sexuell veranlagt sind. Aber es kommt sehr darauf an,
    was genau dort geschieht und welche Broschüren man
    dort auslegt.
    Bei anderen Gruppierungen war man da deutlich
    zugeknöpfter, man denke nur an Lebensrechtsgruppen
    und die "katholischen Ärzte"...
    Merke: In der deutschen Kirche sind alle gleich,
    aber einige sind eben gleicher als andere.

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  3. Ein Glaube der nicht auf unveränderbaren Fundamenten ruht ist einfach Ideologie und austauschbar. Zum nächsten Katholikentag könnte dann vielleicht die deutsche Bank einladen oder die Grūnen.

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  4. Meine Güte - kürzlich beim Abschied von Westerwelle haben auch die konservativsten, christlichsten Politiker sich an seinen Lebenspartner gewandt und mit aller Selbstverständlichkeit von "Ihrem Mann" gesprochen, un kein Mensch zwischen Nord- und Südpol hat deshalb ein Bohei veranstaltet, und jetzt kommt ihr wieder mit sowas hinterher... Nicht zu fassen.

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  5. Die Verachtung für Menschen,
    die nun mal homosexuell sind, ist in der katholischen
    Kirche weit verbreitet. Wie schon der Priester Charamsa
    bei seinem coming out vor der Synode sagte, ist die
    Kirche nichts anderes als ein riesiges Unterdrückungs-
    und Heuchlersystem.

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    1. Interessanter erweiterbarer Ansatz um letztlich jedwede Lebensform die einem in den Sinn kommt. Und wo soll das was mit Christentum zu tun haben? Bigamist na und?

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    2. Das stimmt so natürlich gar nicht. Die Kirche ist unterm Strich nicht mehr oder weniger unglaubwürdig wie alle großen gesellschaftlichen Institutionen. Richtig aber ist, dass bei ihr striktere Massstäbe auf Glaubwürdigkeit angelegt werden, weil die Kirche diese selber in ihren Reden so hochhält.
      Und dann kann sie bez. der Hs. schon als heuchlerisch rüberkommen, wenn man bedenkt, wie hoch der Anteil an v.a. schwulen Männern (Laien und auch Klerikern!) gerade in den katholischen Milieus ist, wo man sich am frömmsten dünkt und wo am lautesten gegen Hs. geeifert wird.

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  6. Ja gut, wenn natūrlich Politiker als die massgebliche Instanz seines Handelns ansieht, ist vermutlich alles klar.

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