Montag, 30. Mai 2016

Die Medien ziehen Bilanz des Katholikentages: Die AfD als Schlagzeilen-Sieger und außerdem verpasste Chancen?

Die Reaktionen in den Medien zum Leipziger Katholikentag sind auffallend kontrovers.
Wie auch schon von mir bemerkt: Das Konzept von ZdK-Präsident Sternberg, stur auf Teufel komm raus an der Gesprächsverweigerung mit
der AfD festzuhalten, hat sich medienmäßig überhaupt nicht auszgezahlt. - Er befand sich freilich in der Zwickmühle: Erst hatte man den fragwürdigen Beschluss gefasst, dann kamen mehr oder weniger er-
staunte Kommentare in den Medien - aber dann noch das Ruder herum-
reißen?
Man entschloss sich zur bewährten Methode "Augen zu und durch" - und es ging medial in die Hose, zumindest sehr überwiegend. Ausgerechnet das, was er nach ständigem Bekunden vermeiden wollte, nämlich eine Aufwer-
tung der AfD im Medieninteresse, traf durch sein bockiges Nein genau ein. Und so wurde das Großereignis dann auch von dieser Thematik regelrecht überschattet.

Insgesamt sind die Reaktionen in der Presse von freundlich bis kritisch bunt gemischt. Die einen sehen mal wieder ein Aufbruchssignal, wie seit etwa 20 Jahren, und die anderen schreiben über verpasste Chancen.
Das darf sich jeder aussuchen, auch ganz ohne schlaue Journalisten...

Man schaue z.B. ---> HIER und HIER und HIER und HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Ein Münchner auf Erden30. Mai 2016 um 06:41

    Der Katholikentag hat meiner Schätzung nach
    etwa 15 Millionen Euro gekostet.
    Da darf man durchaus die Frage nach dem
    Nutzen stellen, und die wird unterschiedlich
    beantwortet.
    Für mich selbst ist das sowieso kein Thema,
    da das Geld ohnehin kaum langt.

    AntwortenLöschen
  2. Diözesaner Bürohengst30. Mai 2016 um 07:01

    Ich will mal so formulieren:
    Man kann durchaus Verständnis für Leute zeigen,
    die sagen, Sternberg habe es vermasselt...

    AntwortenLöschen
  3. Ein Medienberater hätte vermutlich für
    die über den Katholikentag in der Presse zu
    findenden Schlagzeilen das Wort "Desaster"
    verwendet. Man kann jetzt eigentlich nur noch hoffen,
    dass ZdK-Präsident Sternberg von seinem Amt
    zurücktritt!

    AntwortenLöschen
  4. Dieser ZdK-Funktionärstag war wieder derart politisch, daß die politischen Ohrfeigen jedenfalls verdient sind. Wer zum Mittel der Politik greift, wird durch die Politik umkommen. Dies sei dem ZdK gesagt. Und der irrlichternden Kirche auch.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wobei präzisierend zu ergänzen ist, dass ein "politischer" Katholikentag nur dann kritikwuerdig ist, wenn die politischen Inhalte eher liberal gar "links" sind. Werden AfD'ler oder Leute wie Steinbach, Soeder, Hohmann und Sarrazin eingeladen, stört sich keiner von den rechtsgewirkten Tradis dran.

      Löschen
    2. Die Frage kann ja nicht lauten, wer sich daran stört, sondern ob es richtig oder falsch ist, wenn ein Katholikentag nur weltfrommes Gelalle von sich gibt .

      Löschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
Zuschriften, die nach 19.45 Uhr eintreffen, können zumeist erst am
nächsten Morgen online sein!
=================================================================================