Montag, 21. November 2016

Ruanda: Die katholische Kirche bittet um Vergebung für ihre Mitwirkung 1994 beim Völkermord

Es ist ein sehr trauriges
Kapitel: Im Jahre 1994 kam
es in Ruanda zu schlimmsten Massakern, bei denen Hun-
derttausende ihr Leben verloren. Wie meistens in solchen Fällen, gibt es nicht "die" Wahrheit, sondern es
ist kompliziert.
Fest steht jedoch, dass auch Mitglieder der katholischen Kirche, sogar Priester, direkt oder indirekt an diesem Völkermord mitbeteiligt waren. Heute bat die katholische Kirche öffentlich um Vergebung dafür. Man lese ---> HIER und HIER !

Wie es so weit kommen konnte, kann man nicht mit ein paar Sätzen umreißen; ein paar Hinweise geben diese Quellen (und für weitere, vielleicht bessere, bin ich dankbar) ---> HIER und HIER und pdf HIER und schlimmes Video HIER !

Kommentare:

  1. Es ist sogar noch schlimmer: Nicht nur "Mitglieder der katholische Kirche", sondern in großer Mehrheit waren es Kathliken, die da massengemordet haben. Die Hutu, die damals in wenigen Wochen weit über 1 Million Tutsi abgeschlachtet haben, sind nämlich überwiegend katholisch.

    Ich habe manches Mal in den letzten Jahren gedacht, dass dieses uns bei der hier sehr beliebten "Islamkritik" etwas zurückhaltender machen könnte. Oder was würden wir denken, wenn man angesichts des Hutu-Massakers damals sagen würde: "Das hat etwas mit der katholischen Religion zu tun"...

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    1. Das ist Unsinn und antikirchliche Propaganda, was Sie da behaupten. Fakt ist: Die Hutus haben nur präventiv losgeschlagen, weil die Tutsi, die überwiegend protestantisch(!) waren, unmittelbar davor waren, ein von langer Hand geplantes Massaker an den katholischen Hutu ins Werk zu setzen.
      Präventivschläge aus Notwehr sind nach der Lehre der Kirch ausdrücklich legitim!

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    2. Wie wäre es, wenn man mal gegen traditionalistische Verbalamokläufer wie Herrn "Siri" einen Präventivschlag unternehmen würde?

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    3. Wenn ich morgen meine Frau mit der Axt erschlage, dann ist mein Arbeitgeber dafür verantwortlich und muss sich entschuldigen. Einleuchtend!

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  2. Ich schätze mal, da liegen Sie ganz richtig,
    werter Kreuzknappe!
    Ein Mitbruder von mir war ein paar Monate in Ruanda
    (es muss wohl im Jahr 1999 gewesen sein) und hat
    mir ausführlich von seinen Kontakten und Gesprächen
    berichtet.
    Da hört sich manches schon etwas anders an, und ohne
    die Mitschuld der Kirche kleinreden zu wollen, gab es
    auch regelrechte Medienfeldzüge von Politikern und
    anderen religiösen Gruppen gegen die Kirche. Mein Mit-
    brüder erzählte mir von einem Christen, der als Priester
    angeklagt werden sollte - dabei war es lediglich ein
    Katechist, der gerade mal ein Vierteljahr dabei war.

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  3. Jetzt werden sie wieder hier im Blog und anderswo
    über die Kirche herfallen, die Schwarz-weiß-Maler
    und Dummschwätzer(innen)!
    Man lese mal Hintergrundberichte wie beispielsweise (!)
    den in "CHRISMON", da wird einem schnell klar, wie
    wenig das Einsortieren in Schubladen hilft.

    https://chrismon.evangelisch.de/artikel/2016/32341/serie-mission-ist-das-christentum-ruanda-gescheitert

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    1. Ich bin absolut für Differenzierung und finde solche Links wie den von Ihnen gegebenen sehr hilfreich.

      Aber dann bitte auch aktuell für "den Islam", statt bei jedem Anschlag wieder lesen zu müssen: So isser halt, "der" Islam...

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  4. Also wenn man schon mit dem Finger
    auf die katholische Kirchezeigt, dann müsste man aber
    auch mit den restlichen vier Fingern auf Frankreich
    zeigen, das eine sehr unrühmliche Rolle gespielt hat:

    http://www.deutschlandfunk.de/frankreich-und-der-voelkermord-in-ruanda.795.de.html?dram:article_id=119788

    http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Ruanda/frankreich4.html

    http://www.untergrund-blättle.ch/politik/ruanda_die_schuld_der_franzoesischen_armee.html

    http://www.taz.de/!5177881/

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