Sonntag, 8. Januar 2017

"katholisch.de"-Schlagzeile: "Bistum Rom lässt Geschiedene zur Kommunion zu"

Kleiner Aufreger am Sonntag, "Amoris Laetitia", nächster Akt: Wie "katholisch.de" schreibt, lässt man im Bistum Rom (der Papst ist gleichzeitig der Bischof von Rom) jetzt  
"Geschiedene zur Kommu-
nion zu"
.

Im besagten Artikel erfährt man dann allerdings ein-
schränkend, dass es sich aber nur um "bestimmte Fälle" handelt, wie aus den neuen Richtlinien her-
vorgeht. Die Katholiken, die davon betroffen seien, könnten dies nicht "einfordern", und außerdem solle die Zulassung "im Einzelfall" nur dann möglich sein, "wenn eine Nichtigkeitserklärung der ersten Ehe durch ein kirchliches Gericht nicht möglich ist". 

Mit anderen Worten: Vor dem Ausnahme-Kommunionempfang für "Geschiedene" (gemeint sind wiederverheiratet Geschiedene) steht das kirchliche Ehegericht. Sollte ein solcher Prozess nicht durchführbar sein, müsse der Priester als Seelsorger den Fall "sorgfältig prüfen".
Frage in die Runde:  Vermutlich stehe ich gerade auf der Leitung,
aber sind wir jetzt wirklich schlauer?  Was genau ist daran sensationell neu? ---> HIER !

Kommentare:

  1. Hört sich bei Radio Vatikan eindeutiger an...

    http://de.radiovaticana.va/news/2017/01/08/italien_kommunion_für_wiederverheiratete_geschiedene_/1284311

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  2. Da ist gar nichts neu daran, nicht einmal die Gewöhnlichkeit mit der die DBK dies als vermeintliches Wasser auf Ihre Mühlen manipulativ instrumentalisiert. Das ist wirklich unverschämt und dient auch noch einer üblen Sache. Gleichzeitig verleumdet es Rom.
    Ganz abgesehen davon, daß es katholisch keine Geschiedenen gibt. Warum man auf katholisch.de hingegen ganz bürgerlich spricht, auch dies ist weder ein Geheimnis noch neu: Es sind halt bürgerlich-demokratische Handlanger dort tätig, die die Kirche zu verweltlichen suchen.

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  3. Basis ist nicht KNA, sondern "Vatican Insider".
    Dort kann man nachlesen, was der zuständige Kardinal-
    vikar Agostino Vallini in den Richtlinien betont.
    Nichts Neues: "nur in Einzelfällen", und "Franziskus
    habe in seinem Schreiben keineswegs gesagt, wiederver-
    heiratet Geschiedene müssten die Kommunion bekommen".
    Ein Sturm im Wasserglas
    bei "katholisch.de" zur Erhöhung der Klickzahlen,
    und der "KREUZKNAPPE" dient dabei naiverweise auch noch
    als Erfüllungsgehilfe.

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  4. Liest das noch jemand?
    Das Thema ist derart langweilig und ausgelutscht!
    Um "Amoris Laetitia" ist es auch schade, denn man
    pickt hier einen winzigen Bruchteil heraus, ohne
    die Aussageabsicht der kompletten Enzyklika im
    Blick zu behalten.

    http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/dossiers_2016/2016-04-08-Amoris-Laetitia_Zusammenfassung_Vatikan_TE.pdf

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-04/papst-franziskus-amoris-laetitia-sex-liebe-katholische-kirche

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  5. Nein, der Kreuzknappe steht nicht auf dem Schlauch,
    das Problem ist nur mal wieder die Deutung der
    neuesten Vatikan-Veröffentlichung.
    Da hat man sich in Deutschland KNA-mäßig die Lufthoheit
    gesichert, ohne genau hinzuschauen.
    Beim österreichischen "ORF" liest sich das schon
    ganz anders, denn da wird klargestellt, dass die neue
    Regelung im Grunde eher auf eine Verschärfung hinaus-
    läuft:
    Während bislang "unter der Hand" von Seelsorgern agiert
    werden konnte, wie es ihnen in den Sinn kam, gibt es
    nun eine ganz klare Vorgabe: Erst muss das Ehegerichts-
    verfahren stattgefunden haben, dann sehen wir weiter:

    http://religion.orf.at/stories/2818664/

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