Mittwoch, 11. Januar 2017

Vatikanjournalist mit neuen Papst-Vorwürfen: Korrekturvorschläge zu "Amoris Laetitia" nicht beachtet!

Na, das ist mal wieder ein (Tief-)Schlag! - Wie man heute in einer Übersetzung bei "kath.net" nachlesen kann, reitet der einfluss-
reiche konservative Vatikan-Journalist Edward Pentin eine neue Attacke gegen Papst Franzis-
kus:  Die Glaubenskongregation habe vor der Veröffentlichung von "Amoris Laetitia" zahlreiche Korrekturvorschläge gemacht,
doch der Papst habe sich darüber hinweg gesetzt, kein einziger aus einer 20-seitigen Liste (!) sei in die endgültige Fassung eingearbeitet worden.

Das stellen sich mir auf Anhieb zwei Fragen:  1.) Stimmt das so? - und 2.) So sehr man sich da ärgern mag: Ist ein Papst verpflichtet, auf Ratschläge zu hören?
Man lese ---> HIER und im englischen Original HIER !
Für gewöhnlich gilt Pentin in Vatikankreisen als erstaunlich gut infor-
miert...
--->
HIER !

Kommentare:

  1. Der seit Wochen immer linksgrüner angehauchte
    Kreuzknappe (oder werden Sie wieder mit Mord
    bedroht?) macht es sich mal wieder einfach.
    Die Frage ist doch nicht, ob das so stimmt!
    Der Papst hatte, wie das so üblich ist,
    vor der Endfassung seiner Enzyklika einige Lese-
    Exemplar an die Glaubenskongregation gegeben,
    damit man dort sorgfältig Korrektur liest.
    Dass die Verbesserungsvorschläge dann doch von
    ihm abgelehnt wurden, zeigt wieder einmal,
    dass er nach Gutsherrenart regiert!

    AntwortenLöschen
  2. Diözesaner Bürohengst11. Januar 2017 um 09:40

    Man soll das Wort "Hetzer" ja nicht benutzen,
    wenn man Ärger oder Nichtfreischaltung der Zuschrift
    vermeiden will.
    Aber gibt es für Pentin ein anderes zutreffendes Wort?
    Wie der "KREUZKNAPPE" richtig bemerkt hat (dem Tradi-
    Blogger dafür ein Bravo!), steht es dem Papst vollkommen
    frei, Ratschläge anzunehmen oder auch nicht.
    Man darf sicher sein, dass er die Expertise der Glaubens-
    kongregation sorgfältig gelesen hat, zumal er mehrfach
    selbst erklärt hat, kein großer Theologe zu sein.
    Aber es ist und bleibt SEINE Entscheidung !!!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Sie haben recht. Es ist seine Entscheidung. Nur hier geht es nicht um die Frage, ob er sich morgens noch eine Tasse Kaffee mehr gönnt. Das ginge nur ihn und seinen Blutdruck an. Hier geht es aber um Lehrfragen der Universalkirche. Wenn ich schon von mir selbst weiß, daß ich kein "großer Theologe" bin, dann ist es zumindest fahrlässig, wenn man so handelt, wie es dieser Bericht nahelegt. Verantwortundsvoll ist das nicht. Gutsherrenart trifft es hervorragend!

      Löschen
    2. Auch Paul VI. und JP II. waren keine "großen Theologen". Das war in den letzten Jahrzehnten allein Benedikt/Ratzinger.
      Dennoch haben die beiden Erstgenannten jede Menge Dinge am Ende allein entschieden, nicht selten auch gegen den Rat der Beratenden. (Paul VI. z.B. bei Humanae vitae, wo viele Kuriale Bedenken hatten; JP II. z.B. bei "Assisi", wo Ratzinger strikt abgeraten hatte.)

      Löschen
  3. Lieber Kreuzknappe,

    Die Frage ob der Papst verpflichtet ist, auf Ratschläge zu hören, ist genauso relevant, wie die Frage ob jemand verpflichtet ist, sich morgens die Zähne zu putzen. Es täte jedem Menschen gut, einschließlich des Papstes auf Ratschläge zu hören, aber eine Verpflichtung entsteht dadurch nicht. Es ist allerdings die Pflicht des Zahnarztes, seine Patienten davon zu unterrichten, dass bei mangelnder Pflege der Zähne, (hier die Unterlassung der Reinigung), ihm auf kurz oder lang die Zähne aus dem Mund faulen lässt. Und selbst dann ist der Patient nicht dazu verpflichtet, die Säuberung seiner Zähne endlich in Angriff zu nehmen. Allerdings sollte er sich nicht über Zahnschmerzen, Zahnfleischbluten und faulende Zähne wundern.

    AntwortenLöschen
  4. Da hätte ich an den Kreuzknappen aber auch
    eine Frage:
    Was glauben Sie, wofür gibt es die Glaubens-
    kongregation, besetzt mit ausgewiesenen Fach-
    leuten, wenn der Papst sagt:
    Ich will euren Rat, aber ich schmeiße das dann
    in den Papierkorb???!!!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Genau darum gibt es die Glaubenskongregation, wie überhaupt Berater: Dass sie ihren RAT geben. Nicht weniger und nicht mehr.
      Was der zu Beratende damit macht, ist ausschließlich in sein Ermessen gestellt. Kein Ratgeber der Welt erhebt den Anspruch, dass sein Rat auch befolgt wird. Sonst würde aus dem Rat ein Befehl.

      Löschen
  5. Alter Hut, stand (wie kath.net selber schreibt) schon im April im Figaro und entspricht ohnehin genau den vom Papst jedem Christgläubigen empfohlenen gesunden Verhaltensweise gegenüber den Vertretern der Inquisition (hört euch das an und macht euer Ding weiter).

    Pentin und Noé spielen hier nur Pingpong, um das aufzuwärmen, damit das Müller-Interview wenigstens für irgendetwas gut ist.

    Guido Horst, den ich erst vorgestern als Scharfmacher kritisierte, hält die Debatte aber nun für beendet und die dubia für überstanden.
    http://www.die-tagespost.de/politik/Kommentar-Kein-Druck-auf-den-Papst;art315,175279
    Horst ist vielleicht ja wirklich besonnener oder weniger streitsüchtig als Noé oder Pentin.
    Vor allem ist er aber das halboffiziöse Sprachrohr Kdl. Müllers. Die Inquisition winkt ab, weder Glaubensgefahr noch Scheiterhaufen in Sicht, man darf sich abregen.

    AntwortenLöschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.
=============================================