Montag, 13. März 2017

Bischof Oster berichtet im Interview, er werde von Tradis in Briefen als Verräter beschimpft

Ich habe jetzt keine Zeit, um das im Detail zu recherchieren, aber ich erinnere mich, dass sich schon einige deutsche Bischöfe öffentlich darüber beklagt haben, dass sie Beleidigungen und Drohungen ausgesetzt waren.
Wenn das einem Bischof passiert, ist das für die Medien einen Artikel wert, wenn das Nor-
malbürgern und Bloggern passiert, wohl kaum.

Jetzt ist der Passauer Bischof Oster an der Reihe, sich zu beklagen.
Im Interview mit dem Internetauftritt "idowa" nimmt er zu einigen interessanten Themen Stellung, daher halte ich das für le-
senswert. Zugleich schildert er, dass er "zum Teil Briefe oder Kommentare" bekomme, in denen er "von besonders Tra-
ditionellen als Verräter beschimpft werde"
...  ---> HIER !

Die Verrohung der Sitten im Internet ist sehr bedauerlich, und ich habe ja leider auch sehr einschlägige Erfahrungen damit gesammelt, sodass Polizei und Staatsschutz tätig werden mussten. - Manchmal aber denke ich mir auch, unsere Oberhirten sind ein bisschen überempfindlich und jammern auf hohem Niveau...

Kommentare:

  1. Beim Einstecken zeigen die Eminenzen,
    dass sie Sensibelchen sind.
    Beim Austeilen sind sie dagegen deutlich großzügiger.
    So hat Bischof Oster "kath.net" mal ziemlich
    runtergemacht, sogar der Kreuzknappe hat das doku-
    mentiert:

    http://kreuzknappe.blogspot.de/2015/03/das-portal-kathnet-wird-vom-passauer.html

    Merke: Wenn andere das tun, ist es böse,
    wenn ich selbst als Bischof das tue, ist es aufbauende
    Kritik...

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    1. Das ist nun wirklich Unsinn.

      Erstens hatte Bf. Oster sich aus genau denselben Gründen von kath.net distanziert, die er auch jetzt wieder kritisiert: die heillose Agressivität der Schimpfkultur und die verlogenen Kampagnen gegen Einzelpersonen. Das ist das gleiche Problem wie bei den Hassmails.

      Zweitens ist sicher nicht von der Hand zu weisen, dass Oster ein "Sensibelchen", will sagen ein wenig eitel ist. Er betont das selbst oft genug und ist sich dieser Schwäche voll bewusst. Dieses Bekenntnis macht ihn frei zur Parrhäsie, damit münzt er seine Schwäche in eine Stärke um und kann frei reden. Das ist genau die Taktik des hl. Paulus und vorbildhaft.

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    2. Als man zur Hl. Mutter Theresa sagte "Mutter sie sind um 200 Jahre zurück" sagte sie "Nicht um 200 Jahre, um 2000 Jahre".

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  2. Bischof Oster gehört auch zu denjenigen Bischöfen,
    die viel Wert auf die gute Darstellung ihrer Person
    legen, bis hin zur Vorführung seines Badezimmers
    in der Presse.
    Mir ist eine Kirche lieber, die nicht bischofszentriert,
    sondern christuszentriert ist.

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  3. Wenn selbst der "konservativste" deutsche Bischof, der als solcher bisher von den Tradis meistens gefeiert wurde, jetzt als "Verräter" beschimpft wird, dann sagt dies nichts über Bischof Oster, aber sehr viel über das Tradi-Milieu aus.

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  4. Eines verstehe ich nicht: Bischof Oster befürwortet eine "Segensfeier" anstelle der sakramentalen Ehe. An anderer Stelle betont er, Sex außerhalb der Ehe (gemeint doch wohl die sakramentale Ehe) sei Sünde. Paare, die also die Segensfeier wahrnehmen, sollen - enthaltsam leben? Oder ... wie hat Bischof Oster sich das gedacht???
    Bin übrigens sonst sehr angetan von der Art und den Aussagen des Bischofs. Aber hat er hier wirklich zu Ende gedacht?

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  5. In der Tat, Bischof Osters Vorschlag ist auf der rationalistischen Linie einer "reinen Lehre" (wie sie v.a. Kanonisten wie Burke vertreten) nicht konsequent. Aber eine gewisse "fröhliche Inkonsequenz" war schon immer durch und durch katholisch. Der Papst exerziert uns das seit vier Jahren auf eine beeindruckende, sehr katholische Art und Weise vor. Weshalb beide Seiten, die "Fundamentalisten" wie die "Modernisten" unzufrieden mit ihm sind. Was nicht gegen, sondern gerade für ihn spricht.

    Konsequentialismus ist protestantisch.

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