Donnerstag, 9. März 2017

Großes Medienereignis: Björn Höcke (AfD) findet Hitler noch nicht mal zu 100 % böse!

Björn Höcke (AfD) muss ein enorm wichtiger Politiker sein, sogar international: Gerade gibt es Artikel massenweise über eine Interview-Aussage von ihm, nach der er doch tatsäch-
lich behauptet hat, Adolf Hitler sei nicht absolut böse, denn das sei ungeschichtlich, das sei Schwarz-weiß-Denken. 

Dass er sowas sagt, ist das eine, wirklich nicht gut. Dass man sich medial derart darüber aufregt, ist das andere. Vermutlich mangelt es journalistisch an wichtigen Themen?
Man lese... ---> HIER und HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Naja, die Journalisten müssen sowas halt schreiben.
    Normale Bürger, die nicht zur politischen Korrektheit
    gezwungen sind und ein bisschen Geschichtskenntnisse
    haben, wissen z.B., dass es neben den schrecklichen
    und unbedingt zu verurteilenden Verbrechern der Nazis
    auch positive Ansätze gab, wobei die selbstverständlich
    das Unrecht niemals aufwiegen können.
    Ich nenne nur mal das Winterhilfswerk, die Hausstands-
    darlehen, den gesteigerten Wohnungsbau gegen die Wohnungs-
    not, die Verbesserung der Rentnerkrankenversicherung
    und Berufsunfallversicherung.
    Aber wenn man verpflichtet ist, mit Scheuklappen zu
    schreiben, sieht man sowas nicht...

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  2. Das war wohl eine besonders böse Tat von Hitler,
    dass er Zehntausende von feindlichen Soldaten
    entkommen ließ...?!

    https://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article141471075/Warum-Hitler-die-Briten-entkommen-liess.html

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  3. Zustimmung zum "Kreuzknappen"!
    Letztlich könnten die Medien mal wieder auf das
    falsche Pferd setzen, wenn sie Höcke dämonisieren.
    Sollte er tatsächlich von der AfD rausgeworfen werden,
    war die ganze Anti-Höcke-Kampagne der Presse für
    den Aff.

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  4. Hitler war eifriger Vegetarier
    und hat diese Idee befördert.
    War das also nichts Gutes?
    Die Medien fallen gerade hinter den bekannten
    Film "Der Untergang" aus dem Jahre 2004 zurück,
    der neben den irren Abscheulichkeiten und unent-
    schuldbaren Verbrechen auch andere Seiten Hitlers
    zeigte.
    Es ist nicht gut, wenn so etwas heute schon ein
    Tabu ist.

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    1. Deutsche Frauen, deutsche Treue, deutscher Wein und deutscher Sang9. März 2017 um 10:24

      Eben, so ist es. Der Führer hatte auch seine liebenswerten Seiten. Er war liebevoll zu seinem Schäferhund Blondi, und hat immerhin die Autobahnen gebaut. Freie Fahrt für freie Bürger! Auch konnte er überaus charmant zu den Frauen sein, und er liebte Guglhupf.
      Das sind alles sehr menschliche Seiten, die differenzierende Zwischentöne absolut rechtfertigen. Insofern bin ich da ganz bei Höcke und den Rechtskatholiken.

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    2. Sehr geehrter Herr Dr. Boer,

      welche "auch anderen Seiten" (also aus Ihrer Sicht offenbar mehr positive) zeigt denn "Der Untergang" an Hitler auf?

      Ich kenne den Film gut und ich für mein Teil kann da aber auch gar nichts Sympathischen an diesem Jahrtausendverbrecher entdecken.

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    3. "Jahrtausendverbrecher" - das ist doch plumpe Phrasendrescherei! Die Kommunisten Stalin und Mao haben ein Vielfaches an Menschen auf dem Gewissen als Hitler!
      Aber über die redet in unserer linksgewirkten Medienwelt keiner.

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  5. Es ist einfach Unsinn die Person Hitler nach über 70 Jahren überhaupt noch in einem Interview zu bemühen, gerade wenn man aus der AFD argumentieren will. Dass Hitler nicht nur böse war, ist eine Binsenwahrheit. Genauso wie der Kreuzknappe nicht nur gute Sachen veröffentlicht. Eine Verharmlosung Hitlers sehe ich dort nicht, aber kenne die Gesinnung des Herrn Höcke nicht. Eine Verharmlosung des Tyrannen war allerdings die Darstellung Hitlers mit lebenden Politikern, auf einem Wagen während der Rosenmontagsumzüge, mit dem Motto "Blond ist das neue Braun!" Dort wurde u.a. der niederländische Politiker G. Wilders in einer Reihe mit Hitler gestellt. Nun ist Wilders nicht dadurch aufgefallen, dass er in Europa eine Krieg angezettelt hätte, oder Juden in KZ verhungern und vergasen lies.

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  6. Es ist nur eine Vermutung,
    aber kann es vielleicht sein, dass Höcke
    in Wirklichkeit vom Geheimdienst in die AfD
    eingeschleust wurde, um diese schlecht zu machen?

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  7. Ein klassischer Nebenkriegsschauplatz
    der Mainstream-Medien!
    Man kann sich das in etwa so vorstellen:
    Reporter fragt Höcke, weil er noch eine Schlag-
    zeile braucht, ob er ihm vielleicht was zu
    Hitler sagen könnte, am besten mehrfach nach-
    fragen, bis was Griffiges dabei rauskommt.
    Und Höcke macht das dann auch - wie bestellt.
    So ist allen geholfen: Die Medien haben noch
    mal was zum Hyperventilieren, und der AfD-
    Außenseiter Höcker freut sich, weil er endlich
    wieder mal in den Medien vorkommt.
    Und die Medien wiederum sind froh, dass die
    Ablenkung von den faktischen Problemen so
    simpel gelungen ist.

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  8. ... und was war Mao-Tse-tung?
    Der soll über 70 Millionen Opfer auf dem
    Gewissen haben, bei Stalin geht man von mehr
    als 15 Millionen aus.
    Was mich aber auch mal interessieren würde,
    wäre dazu der Standpunkt der Katholischen Kirche.
    Ist es nicht so,
    dass die Kirche lehrt, dass allein Gott der
    Richter ist und dass es nicht unsere Sache ist,
    über andere Menschen zu urteilen???

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  9. Fragen Sie mal x-beliebige Leute auf der Straße,
    wen dieses dusselige Hitler-Thema interessiert.
    GARANTIERT NIEMAND !!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Das ist mal wieder eine Veranstaltung aus dem
    Paralleluniversum der Journalisten.
    Und der Kreuzknappe hat offenbar auch nichts
    Besseres zu tun, als das aufzugreifen.

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    1. Das Thema "Hitler" interessiert leider immer noch viel zu viele. Schauen Sie nur mal an einem x-beliebigen Abend in die Glotze, auf irgendeinem Sender finden Sie immer eine Reportage über den "Führer". Selbst die banalsten Dinge ("Konnte Hitler schlafen, oder brauchte er Tabletten"?) werden dort ewig ausgeleuchtet. Weil es die Leute leider Gottes fasziniert.

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  10. Summorum pontificum9. März 2017 um 11:36

    Björn Höcke, dieser mutige Mann des freien Wortes, wird mir immer sympathischer. Bravo!

    Hoffen wir, dss sich die AfD nicht von der vermeintlichen Übermacht des linksgrünen Mainstreams klein kriegen lässt und ihn rauswirft. Wenn es dazu kommt, dann Tschüss AfD, ohne mich! So denken sehr viele.

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  11. Da auch der Kreuzknappe ausweislich seiner sarkastischen Überschrift über diesen Blodeintrag der Meinung ist, Hitler habe nicht nur böse, also auch gute Seiten gehabt, würden wir uns doch mal interessieren, was der Knappe am "Führer" denn gut findet. Die "Autobahnen"?

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  12. Mandy C., Geschichtsstudentin9. März 2017 um 13:27

    Jenseits der Dummschwätzerei in den aufgegeilten
    Medien wird innerhalb der Geschichtswissenschaft
    (Höcke ist Geschichtslehrer!) durchaus ernsthaft
    diskutiert, ob Hitler wirklich das Böse war.
    Aber solche Feinheiten kann man bei unseren eher
    mittelhochgeistigen Medienschaffenden nicht gebrauchen.
    Das verkauft sich nicht...

    http://www.uni-heidelberg.de/md/zegk/histsem/mitglieder/ws_2015_16_ueb_prof_wolfrum.pdf

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    1. Höcke hat mit seiner hier kolportierten Aussage rein inhaltlich und isoliert betrachtet vollkommen Recht. Wie @Gerd ganz richtig gesagt hat, ist das ohnehin eine Binsenwahrheit. Die Diabolisierung Hitlers war ein Mechanismus der Nachkriegszeit, mit dem sich die vielen Mitläufer psychologisch von ihrer Mitschuld an "Hitlers" Misere reinwaschen konnten.

      Das Gefährliche an Höckes Geschichtspolitik ist, dass er solche Aussagen im Kontext seines Narrativs vom angeblichen "Schuldkomplex" einsetzt. Höcke war 2015 der Erste, der schon im Sommer (noch vor dem eigtl. Ausbruch der Grenzdebatte) die Flüchtlingshilfe mit diesem Narrativ in Verbindung brachte und behauptete, Mitmenschlichkeit und Multikulturalismus seien bloß die Folge eines den Deutschen "wegen Hitler" eingeimpften Minderwertigkeitskomplexes. Hab mir seinen Facebook-Link damals aufbewahrt, das ist ausgesprochen erhellend.
      In Wirklichkeit ist das natürlich Blödsinn. Kein Mensch, der 2015 Flüchtlingen helfen wollte, hat dabei an "Hitler" oder die Nazis gedacht, man wollte einfach hilfsbereit sein und war stolz auf Deutschland. Der Einzige, der dabei an Hitler oder die von ihm relativierte deutsche "Schuld" dachte, war Höcke selbst (weil er ständig daran denkt, das war schon in seinen Landalf-Zeiten ein Steckenpferd von ihm).

      Mit der "Schuldkomplex"-Narrativ versucht die AfD im Grunde genommen genau dasselbe zu tun, was in der Nachkriegszeit mithilfe der Diabolisierung des "Führers" gemacht wurde: Verdrängen und Reinwaschen statt kritisch Reflektieren und Verarbeiten. Damit will die AfD den Deutschen eine der wichtigsten Errungenschaften rauben, die Westdeutschland in den Jahrzehnten vor der Wende hervorgebracht hat und auf die man als Deutscher auch wirklich stolz sein kann, die ungeschönte Auseinandersetzung mit einer Unrechtsvergangenheit. Das macht uns keiner nach, um mit Bismarck zu sprechen ;-)
      Es ist ein Grund für den Respekt und die Wertschätzung, die Deutsche heute in aller Welt genießen.
      Wenn man das zum "Schuldkomplex" umdeutet und gleichzeitig eine unkritische Geschichtsverherrlichung wiederbeleben möchte und dazu auch noch die "völkische" Weltsicht rehabilitiert, hat das nur ein Ziel: Man möchte wieder von Herzen und ohne Gewissensbisse "Nazi" sein dürfen.

      Die deutschen Rechtskonservativen sind diesem (abartigen) Geschichtskonzept gar nicht so abgeneigt, wie es bis vor einiger Zeit schien. Das zeigt vor allem die AfD, aber auch ihr weiterer Sympathisantenkreis, darunter durchaus auch einige Geschichtswissenschaftler.

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  13. Der Knappe fällt den Tradis immer öfter in den Rücken. Weiß doch jeder aufrechte Katholik, dass Hitler eine Menschendämon war, total böse! Von Anneliese Michel hat er etwa Besitz ergriffen und die armen Exorzisten waren machtlos :-)))))

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  14. "Vermutlich mangelt es journalistisch an wichtigen Themen?"

    Also sollte lieber nicht darüber berichtet werden, dass ein Vorstandsmitglied einer rechtsextremen Partei, die in den Bundestag einziehen wird, mal wieder einen vom Pferd erzählt, mal wieder bestreitet, einen vom Pferd erzählt zu haben, bis das Transkript vorgelegt wird, mal wieder zurückrudert, und sich mal wieder als arme, missverstandene Unschuld vom Lande darstellt? Wo bleibt denn da der Mut zur Wahrheit?

    Oder reden Sie Jubelberichterstattung das Wort? Wie in Rußland oder der Türkei? Wie sie Trump gerne hätte?

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    1. Sind Sie nicht der Chris,
      der uns erst gestern darüber informierte,
      dass er regelmäßig Cannabis nimmt...?!
      Das erklärt vieles.

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  15. @Sebastian: Wenn das alles ist, was von Ihnen als Erwiderung kommt, scheine ich im Kern ziemlich richtig zu liegen.

    p.s. Würden Sie Schmerzen und ein potentiell nierenschädigendes Medikament vorziehen, das mir mein Doktor nur "mit Bauchschmerzen" (sic!) verschreibt? Ich glaube kaum.

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